Kohlensäure im Wasser – abträglich für die Gesundheit?

Bis zu zwei Liter Flüssigkeit sollen Erwachsene am Tag zu sich nehmen. Dabei konsumieren viele Wasser mit Kohlensäure, weil es für sie besonders erfrischend schmeckt. Neben dem Geschmacksfaktor spielt jedoch der Aspekt Gesundheit eine große Rolle, denn noch immer steht im Raum, ob Wasser mit Kohlensäure ungesund ist.

Was bewirkt Kohlensäure im Wasser?

Deutsche bevorzugen Wasser, welches mit Kohlensäure versetzt wurde. Die aufsteigenden Bläschen im Wasser sind übrigens streng genommen keine Kohlensäure, sondern Kohlenstoffdioxid. Sie übernehmen eine praktische Funktion: Sie reinigen die Geschmackspapillen auf der Zunge. So ist das Prickeln auf der Zunge nicht nur erfrischend, es verbessert zudem die Wahrnehmung von Geschmacksunterschieden. Kohlensäure ist zudem ein natürliches Konservierungsmittel und war früher tatsächlich im Wasser dafür verantwortlich, dass die Getränke länger haltbar sind. Generell unterscheidet man zwischen Mineralwasser, das bereits natürlicherweise Quellkohlensäure enthält, und bei der Abfüllung mit Kohlensäure versetztem Wasser.

Ist Kohlensäure ungesund?

Viel zu trinken ist lebensnotwendig und Wasser ist ein gesunder Durstlöscher, aber ist Wasser mit Kohlensäure wirklich ungesund? Grundsätzlich ist Kohlensäure im Wasser nicht schädlich. Allerdings sollten Verbraucher nicht zu viel konsumieren und es gibt tatsächlich Situationen, in denen sich Wasser mit Kohlensäure ungesund auf den Körper auswirken kann. Kinder sollten laut Meinung von Zahnärzten beispielsweise nicht zu viel kohlensäurehaltiges Wasser trinken, da dieses den Zahnschmelz schädigen kann.

Zu viel Kohlensäure kann außerdem Blähungen oder ein Aufstoßen fördern, da der Körper das aufgenommene Kohlenstoffdioxid wieder ausscheiden muss. Schafft er dies nicht mehr allein über die Lungen oder den Urin, muss er dies über die Speiseröhre und den Magen-Darm-Trakt tun. Auch wer unter Sodbrennen leidet, sollte auf Kohlensäure verzichten, denn diese kann die Beschwerden noch verstärken. Kohlensäure regt die Produktion der Magensäure an. Muss der Körper, wie oben beschrieben, das Kohlenstoffdioxid über die Speiseröhre ausscheiden, steigt die Magensäure mit in diese auf und verursacht das unangenehme Brennen.

Forscher wollen übrigens herausgefunden haben, dass Wasser mit Kohlensäure den Appetit anregen kann. So soll das Gas die Magenwand stimulieren, sodass der Körper schneller appetitauslösende Hormone produziert. Die Folge: Man hat schneller wieder Hunger. Ob Wasser mit Kohlensäure jedoch wirklich langfristig dick machen kann, muss erst in weiteren Studien belegt werden. In der alternativen Medizin steht Kohlensäure zudem im Verdacht, den Säure-Base-Haushalt zu stören, da der Körper langfristig übersäuert wird. Die Folgen wären Haarausfall, Gelenkschmerzen oder brüchige Nägel. Da kohlensäurehaltiges Wasser jedoch einen pH-Wert von 7 hat und somit neutral ist, müssten sehr große Mengen konsumiert werden, um den Säure-Base-Haushalt langfristig zu schädigen.

Ist Kohlensäure aus dem Wassersprudler gefährlich?

Eine beliebte Alternative zum Mineralwasserkauf sind Geräte, die Leitungswasser mit Kohlensäure versetzen. Sofern das Leitungswasser von einwandfreier Qualität ist, kann dies eine Alternative sein. Ein Wassertest kann Klarheit über die Unbedenklichkeit des Leitungswassers bringen. Diese Alternative erspart dem Verbraucher das lästige Tragen, außerdem kann individuell selbst entscheiden werden, mit wie viel Kohlensäure das Wasser versetzt wird. Allerdings stellen Kohlensäure-Sprudler wie Sodastream häufig eine Gefahr dar, da die Keimbelastung der Geräte schnell steigt. Sowohl die Wassersprudler als auch die Flaschen (bestenfalls Glasflaschen) sollten daher immer sauber gehalten werden. Ist dies nicht der Fall, können Bakterien, Viren oder Pilze in das Trinkwasser gelangen. Neuere Sprudler sind meist schon mit Glasflaschen ausgestattet, diese geben außerdem kein Mikroplastik an das Trinkwasser ab und gelten daher als gesünder als Plastikflaschen.

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