Legionellenprüfung: Gesetzliche Pflicht für Vermieter und weitere Gewerbetreibende

Eine Trinkwasser Legionellenprüfung ist zumeist gesetzliche Pflicht für Vermieter von Immobilien, Hotellerie und Gastgewerbe, Zahnarzt-Praxen, Einrichtungen mit Duschen wie z.B. Fitnessstudios oder Campingplätze und viele andere.
Laut der aktuellen Fassung der Trinkwasserverordnung vom 9. Januar 2018, muss das Trinkwasser regelmäßig auf Legionellen analysiert werden. Zusätzlich müssen diese Untersuchungen dokumentiert werden. IVARIO ist Ihr deutschlandweiter Partner für die gesetzliche Legionellenprüfung.


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Was sind Legionellen und warum muss ich sie prüfen?

Legionellen sind Bakterien, die im Wasser leben und sich bei Temperaturen von 25 bis 55°C stark vermehren. Dadurch finden sie sich besonders häufig in Warmwasser-Anlagen und Leitungen, Badebecken und Whirlpools aber auch in Klimaanlagen und Luftbefeuchtern.

Legionellen können ernste Krankheiten auslösen und unterliegen daher laut der deutschen Trinkwasserverordnung einer gesetzlichen Prüfungspflicht.

Kann man durch Legionellen im Wasser krank werden?

Das Umweltbundesamt schätzt die auf einer Legionelleninfektion beruhenden Lungenentzündungen allein in Deutschland auf bis zu 32 000 Fälle pro Jahr. Geschätzte 15 Prozent dieser Infektionen enden tödlich.

Werden Legionellen durch Trinkwasser aufgenommen, besteht eine geringe Gefahr zu erkranken. Weit gefährlicher ist die Aufnahme über die Atemwege. Werden Legionellen z.B. durch Wasserdampf oder zerstäubtes Wasser in der Dusche eingeatmet, können häufig folgende Krankheiten ausgelöst werden:

Legionärskrankheit

Die sogenannte Legionärskrankheit, auch Legionellose oder Legionellen-Pneumonie genannt, verursacht eine starke Lungenentzündung. Begleitet wird diese von starkem Fieber, Schüttelfrost, Husten und anderen grippeähnlichen Symptomen. Auch kann die Legionärskrankheit eine Gehirnentzündung hervorrufen.

Die Legionärskrankheit kann ohne Behandlung tödlich verlaufen und stellt daher gerade für Kinder und immunschwache Menschen eine ernste Gefahr dar.

Pontiac-Fieber

Weitaus häufiger lösen Legionellen jedoch das sogenannte Pontiac-Fieber aus.
Dieses zeigt ebenfalls grippeähnliche Symptome, verursacht jedoch keine Lungenentzündung und die Symptome sind im Vergleich zur Legionärskrankheit schwächer.

Gibt es eine Legionellen-Prüfpflicht?

Durch eine Aktualisierung der deutschen Trinkwasserverordnung am 09. Januar 2018 muss nun auch das Trinkwasser bei vielen Immobilien getestet werden.

Wer ist dazu verpflichtet?

Einige der wichtigsten Kriterien, die für eine Untersuchungspflicht ausschlaggebend sind:

  • Wohngebäude, die über einen zentralen Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher verfügen, der mehr als 400 Liter Wasser fasst, betroffen.
  • Gebäude, deren Leitungswasserrohre zwischen dem Warmwasserspeicher und dem Wasserhahn, der am weitesten entfernt liegt, mindestens ein Volumen von drei Liter Wasser fassen.
  • Dadurch gilt die Pflicht zur Legionellenprüfung für annähernd alle Wohngebäude, die mehrere Mietwohnungen bieten.
    Ausgeschlossen sind hier in der Regel nur Mehrfamilienhäuser, die nicht über eine zentrale Warmwasserbereitung verfügen sowie Ein- oder Zweifamilienhäuser.
  • Eine Erstuntersuchung ist seit dem 31.12.2013 Pflicht.

Verfügen gewerbliche oder öffentliche Gebäude über Duschen oder wird dort Wasser auf anderem Wege vernebelt, sind ebenfalls Legionellenprüfungen vorgeschrieben.

Insbesondere betrifft das:

  • Vermieter und Hausverwaltungen
  • Hotels und Hostels
  • Fitnessstudios
  • Wellness und Sauna
  • Campingplätze
  • Büro-Immobilien mit Duschen
  • u.a.

Auch öffentliche Gebäude sind von der Prüfpflicht betroffen:

  • Krankenhäuser
  • Pflegeheime
  • Schulen
  • Kindergärten
  • u.a.

Wie oft muss eine Legionellen Analyse durchgeführt werden?

In öffentlichen Einrichtungen muss die Legionellenprüfung jährlich erfolgen, in gewerblichem Zusammenhang alle 3 Jahre.

Gesetzlich anerkannter Wassertest auf Legionellen

Damit der Legionellentest gesetzlich anerkannt ist, muss die Probeentnahme von einem akkreditierten Labor nach §15 Absatz 4 TrinkwV erfolgen. Wir bieten Ihnen eine fachgerechte Abwicklung Ihrer Legionellenprüfungen nach allen gesetzlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung.

Wie läuft der Test ab?

Die Wasserprobe wird am Ein- und Ausgang der zentralen Warmwasserbereitungsanalage entnommen, sowie am Ende jeder Warmwassersteigleitung.
Die Probeentnahme muss durch spezielle Probenahmeventile erfolgen. Sollten diese an Ihrer Anlage noch nicht vorhanden sein, beraten wir Sie hierzu gerne.

Wie ist der Grenzwert für Legionellen im Wasser?

  • Wird während einer Legionellenprüfung ein Legionellenkonzentration von weniger als 100 KbE (Kolonien bildende Einheiten) je 100 ml Wasser nachgewiesen, sind entsprechende Nachuntersuchungen im Abstand von einem beziehungsweise drei Jahren durchzuführen.
  • Ab einer Legionellenbelastung von 100 KbE je 100 ml Trinkwasser liegt eine mittlere Kontamination vor. Hier sind weitere Untersuchungen und eine mittelfristige Sanierung der Trinkwasserinstallation notwendig.
  • Liegt der Legionellenwert bei mehr als 1000 KbE je 100 ml Wasser, spricht man von einer hohen Kontamination. Hier ist eine Sanierung der Trinkwasserinstallation vorgesehen.
  • Eine sehr hohe Kontamination liegt vor, wenn der Erregerwert nach einer Legionellenprüfung bei mehr als 10.000 KbE liegt. Hier sind Sofortmaßnahmen in die Wege zu leiten.

Wird der Wert von 100 KbE je 100 ml Trinkwasser überschritten, ist zudem das Gesundheitsamt zu informieren.


Wenn Sie Fragen zu Legionellen im Trinkwasser und der gesetzlichen Legionellenprüfung haben, rufen Sie uns gerne an unter 040 – 180 24 112 (dt. Festnetz) oder schreiben uns über unser Kontaktformular.

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