Im Test: Das beste Mineralwasser 2018

Test - Das beste Mineralwasser 2018

Qualität des Flaschenwassers ist gestiegen

Auch 2018 hat die Stiftung Warentest wieder in umfangreichen Wasseranalysen Mineralwässer verschiedenster Hersteller und Quellen untersucht. Dabei wurden dieses Jahr insgesamt 30 Sorten Mineralwasser mit dem Kohlensäuregehalt „Classic“ untersucht. Noch in den letzten Jahren schnitten bei ähnlichen Tests deutsche Mineralwässer durchschnittlich nur „befriedigend“ ab. Doch dieses Jahr sehen die Ergebnisse der Stiftung Warentest zumindest stellenweise erfreulicher aus. Mehr als die Hälfte der untersuchten Marken wurden als „gut“ bewertet. Generell steht dennoch immer wieder dieselbe Frage im Raum: Ist Mineralwasser aus dem Supermarkt „besser“ als Trinkwasser aus dem heimischen Wasserhahn?

Im Test: Deutsches Mineralwasser zunehmend „besser“

Noch 2017 bewertete die Stiftung Warentest nur ein gutes Drittel der 30 untersuchten Mineralwässer mit der Note „gut“. Die durchschnittliche Benotung lag jedoch nur bei „befriedigend“. In diesem Jahr sieht die Bilanz deutlich besser aus. Die Zeitschrift „test“ gibt folgende Ergebnisse wieder: So wurden 17 Mineralwässer mit der Note „gut“, 11 mit „befriedigend“ und nur zwei mit „ausreichend“ bewertet (Quelle: „test“, Ausgabe 07/2018).

Neben der Tatsache, dass die Qualität handelsüblicher Mineralwässer gestiegen ist, ergab der Produkttest zudem ein weiteres, die Verbraucher erfreuendes Ergebnis: Die günstigsten Flaschenwasser zählen gleichzeitig zu den besten. Dabei schnitten als bestes Mineralwasser die Marken „Aqua Culinaris Kurfels“ von Aldi Süd, „Naturalis Vitalbrunnen“ und „Naturalis Quintus-Quelle“ der Supermarktkette Netto ab. Auch die Marke „Ja! Aus der Waldquelle“ des Supermarktriesen Rewe erlangte die Bewertung „gut“. Gleichzeitig kosten diese Marken lediglich 13 Cent pro Liter. Die Mineralwässer anderer Marken wie Adelholzener, Gerolsteiner oder Alasia erlangten ebenfalls die Bewertung „gut“, sind aber mit 19 bis 66 Cent pro Liter deutlich kostenintensiver.

Dafür ergab die Analyse des einen Wassers, das nur mit „ausreichend“ bewertet wurde, dass dieses mit Keimen verunreinigt war, welche besonders für Menschen mit einem schwachen Immunsystem bedenklich sind. Das andere Mineralwasser mit der Bewertung „ausreichend“ wies hingegen einen an Zitrone erinnernden Nachgeschmack auf, was als ein Indikator für den Stoff Acetaldehyd gilt, welcher in den PET-Flaschen vieler Hersteller verarbeitet wird.

Fazit vom Mineralwassertest 2018

Die Wasserqualität der Mineralwässer ist deutlich gestiegen. Dabei kann getrost auf kostengünstigere Marken deutscher Supermarktketten zurückgegriffen werden. Es zeigte sich, dass teuer nicht unbedingt auch besser bedeutet. Doch auch wenn die Wasserqualität von Flaschenwasser gestiegen ist und die Preise durchaus erschwinglich sind, heißt dies nicht, dass man zukünftig auf eine Wasserversorgung aus dem heimischen Wasserhahn verzichten sollte. Ökologisch betrachtet schneidet Leitungswasser aufgrund der fehlenden Produktions- und Logistikkosten deutlich besser ab. Zudem wurde mehrfach nachgewiesen, dass das regelmäßige Trinken aus Plastikflaschen langfristig gesehen gesundheitsschädlich sein kann.

Wasser aus der Leitung oder doch Flaschenwasser?

Leitungswasser aus dem Hahn deutscher Haushalte ist ausreichend geprüft und gilt als hochwertiges Trinkwasser. Es enthält alle wichtigen Nährstoffe und Mineralien, die im Zusammenhang mit einer ausgewogenen Ernährung stehen. Zudem wird Leitungswasser deutlich besser und häufiger geprüft als handelsübliches Flaschenwasser aus dem Supermarkt. Es kann mit Fug und Recht behaupten das am besten kontrollierte Lebensmittel Deutschlands zu sein, wobei es preislich sogar noch besser abschneidet als Flaschenwasser. Um dennoch eine Verunreinigung des Leitungswassers innerhalb des Hauses (alte Leitungen, Armaturen) ausschließen zu können, empfehlen sich regelmäßige Wassertests.

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