Stiftung Warentest empfiehlt Leitungswasser trinken – Risikofaktoren fallen unter den Tisch

Am Mittwoch, den 26.06.2019, hat die Stiftung Warentest ihre neuesten Tests zu den Themen Mineralwasser und Trinkwasser veröffentlicht. Dadurch ist die Thematik auch wieder in den nationalen Medien und im Fokus der Gesellschaft angekommen. Getestet wurden einige Mineralwasserhersteller sowie das Trinkwasser aus 20 Städten und Gemeinden. Als Ergebnis beider Tests empfiehlt die Stiftung Warentest nun das Trinkwasser aus dem Hahn als unbedenkliche Alternative. Einige wichtige Risikofaktoren wurden jedoch bei der Empfehlung außer Acht gelassen.

Trinkwassertest 2019: 20 Städte und Gemeinden wurden geprüft

In ihrem Trinkwassertest 2019 bezieht sich die Stiftung Warentest auf eine Stichprobe aus 20 deutschen Städten und Gemeinden. Die Wahl fiel auf die fünf Städte mit den meisten Einwohnern und 15 weitere Gemeinden, die stellvertretend für bestimmte Regionen stehen sollen, in welchen die Belastung durch bestimmte Stoffe im Trinkwasser bekannt geworden war.
Genommen wurden die Proben stets in öffentlichen Gebäuden der Ortschaften. Laut Artikel der Stiftung Warentest „fast immer am Waschbecken eines Herren-WC“. Zusätzlich seien die getesteten Wasserhähne „sauber und dicht“ gewesen. Das Stagnationswasser, also das Wasser, welches vor dem Benutzen in den Leitungen und der Armatur stand, ließ man bei dem Test der Stiftung Warentest vor der Probenahme ab.

Diese spezifische Probenahme birgt aber einige „Fehlerquellen“, die den tatsächlichen Gebrauch eines Verbrauchers nicht widerspiegeln. Einerseits sind die Herren-WCs von öffentlichen Gebäuden keineswegs repräsentative Trinkwasserquellen. Hier hätten sich beispielsweise Küchen von öffentlichen Gebäuden oder Wasseranschlüsse von Privathaushalten eher angeboten. Zusätzlich lässt man durch das Ablaufen-lassen des Stagnationswassers genau die Probe des Wassers außer Acht, welche der Verbraucher in den meisten Fällen konsumiert. Doch hierbei spielt die Wasserqualität eigentlich die entscheidendste Rolle.

„Die Qualität stimmt: Unser Nass aus dem Hahn ist sicher.“

Das titelt die Stiftung Warentest über ihrem Fazit zum aktuellen Trinkwassertest. Dem ist so nicht ganz zuzustimmen. Die Trinkwasserversorgung in Deutschland untersteht strengen Kontrollen und die Wasserversorger, meistens also die regionalen Wasserwerke, müssen das enge Korsett der Trinkwasserverordnung einhalten. Generell ist es richtig: Das Trinkwasser, welches die Wasserversorger liefern, ist einwandfrei.

Aber was in dem Trinkwassertest der Stiftung nur nebensächlich Erwähnung findet, ist, dass diese streng kontrollierte Qualität des Trinkwassers nur bis zum jeweiligen Hausanschluss eines jeden Haushalts in Deutschland gesichert ist. Alles, was hinter einem Hausanschluss liegt, egal ob nun innerhalb eines Einfamilienhauses, Mehrparteienhauses, einer Mietwohnung oder eines Studentenheimes, unterliegt der Sorgfalts- und Nachweispflicht des jeweiligen Eigentümers. Meist ist hiermit der Vermieter in der Pflicht, die Qualität des Trinkwassers zu gewährleisten.

Der Fokus bei der Analyse der Stiftung Warentest liegt vor allem auf Problemstoffen, die in letzter Zeit auch im Fokus der medialen Öffentlichkeit standen. Die Rede ist von Pestizidrückständen, Nitrat und Nitrit in der näheren Umgebung von landwirtschaftlich genutzten Flächen, Medikamentenrückständen in großen Städten sowie Uran, Chrom und Arsen, die in manchen Gebieten natürlich in den Gesteinsschichten vorkommen und sich ins Grundwasser absetzen können. Alle eben genannten Stoffe sind durchaus kritisch zu betrachten und von der Trinkwasserverordnung als zu prüfende Stoffe eingestuft. Sie können in gewissem Maße gesundheitliche Schäden mit sich bringen und bei den Wasserversorgern spielen diese Parameter eine große Rolle für die Wasseraufbereitung zum Trinkwasser.

Eigentliche Gefahrenquellen befinden sich innerhalb der Hausanschlüsse

Andere Werte wie Schwermetalle, Mineralstoffe und Bakterien tauchen jedoch im Analyseauszug der Stiftung Warentest nicht auf. Laut der Analysebeschreibung testete man auf diese Stoffe, in der Ergebnistabelle waren sie jedoch nicht aufgeführt.
Hier liegen jedoch in privaten Haushalten die eigentlichen Gefahrenquellen. Schwermetalle wie Blei, Kupfer, Nickel oder Eisen im Trinkwasser können erwiesenermaßen schwerwiegende gesundheitliche Schäden mit sich bringen. Diese reichen von allergischen Reaktionen durch Nickel bis hin zu bleibenden Schäden in der Entwicklung von Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft bleibelastetes Wasser getrunken haben.

Mineralstoffe wie Sulfat oder Cadmium können Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe auslösen und in größeren Mengen die Nieren schädigen. Besonders gefährlich sind sie für junge Kinder, deren Organismen noch nicht mit größeren Mineralstoffbelastungen umgehen können.
Diese eigentlichen Risikofaktoren stammen meist von innerhalb der Hausanschlüsse. Sie sind zurückzuführen auf fehlerhaft verbaute Metallmaterialien, Verunreinigungen in den Rohren oder nicht zertifizierte, verchromte Armaturen.

Woher weiß ich, ob mein Leitungswasser unbedenklich ist?

In etwa jeder vierte von über 10.000 jährlichen IVARIO-Trinkwassertests bestätigt eine Belastung mit einem oder mehreren dieser kritischen Inhaltsstoffe. Die Proben stammen dabei in den allermeisten Fällen aus deutschen Privathaushalten. Das steht für sich. Generell müssen die Hauseigentümer die Wasserqualität in ihren Haushalten, gemäß der Trinkwasserverordnung, bereitstellen. Dennoch gibt es hier nur in Bezug auf die Legionellen im Warmwasser eine explizite Testpflicht. Für das zumeist konsumierte Kaltwasser gibt es keine Pflicht für den Hauseigentümer, dies regelmäßig zu testen. Sollte allerdings eine Überschreitung der Grenzwerte nachgewiesen werden, kann der Eigentümer in die Pflicht genommen werden.

Wenn Sie also Gewissheit haben möchten, nehmen Sie das Thema selbst in die Hand und testen Ihr Trinkwasser. Bei uns gibt es ein großes Angebot an Wassertests für jedermann. Neben Schwermetallen wie Blei, Kupfer und Nickel können Sie Ihr Trinkwasser auch auf mikrobiologische Verunreinigungen, z. B. durch coliforme Keime, E.coli und auch Legionellen testen lassen. Zusätzlich können Sie die Wasserhärte in Erfahrung bringen. Eine Trinkwasseruntersuchung ist nicht nur dann sinnvoll, wenn sich Ihr Leitungswasser sichtbar verändert hat. Sowohl für Gewerbetreibende und Firmen als auch für Privatpersonen bieten wir die optimale Lösung.
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Wasser als Faltenfüller – Mit Wasser der Hautalterung vorbeugen

Falten gehören unweigerlich zum Altern dazu. Doch neben allerlei Produkten der Kosmetikindustrie, die gegen Falten helfen sollen, können auch andere Mittel der fortschreitenden Hautalterung vorbeugen. Eines der natürlichsten und gleichzeitig effektivsten Anti-Falten-Mittel ist tatsächlich Wasser.

So entstehen Falten

Bei der Faltenbildung unterscheidet man zwischen der intrinsischen und der extrinsischen Hautalterung. Erstere bezeichnet den natürlichen, genetisch bedingten Alterungsprozess der Haut, gegen den man wenig ausrichten kann. Das Bindegewebe verliert Collagen und die Haut wird trockener und besitzt weniger Spannkraft. Die extrinsischen Hautalterung wird hingegen durch den eigenen Lebensstil und Umwelteinflüsse ausgelöst. Faktoren wie eine einseitige Ernährung, ein erhöhter Alkoholkonsum oder eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme wirken sich negativ auf die Haut aus. Vor allem ein Flüssigkeitsmangel begünstigt die Faltenbildung enorm.

Dies liegt daran, dass der menschliche Körper zu großen Teilen aus Wasser besteht. Wasser bildet auch den Grundstein für funktionstüchtige Hautzellen. Je mehr Wasser sich in diesen befindet, umso praller und straffer wirkt die Haut. Ist die Flüssigkeitszufuhr zu gering, reduziert der Körper als erstes den Wasseranteil der Hautzellen. Die Haut wird trocken, erschlafft und sieht müde aus. Insbesondere im Bereich der Augen oder dem Dekolleté machen sich Falten bedingt durch eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr schnell bemerkbar. Faktoren wie übermäßiges Sonnenbaden, zu wenig Schlaf oder Rauchen beschleunigen diesen Prozess ebenfalls.

Wie hilft Wasser gegen Falten?

Wird die Flüssigkeitsaufnahme gesteigert, gelangt ein Teil des aufgenommenen Wassers in die Hautzellen und verleiht der Haut wieder mehr Spannung. Um diesen Effekt zu erreichen, sollte die Flüssigkeitszufuhr täglich mindestens 1,5 Liter betragen. Dabei kommt es maßgeblich auf die Wahl des Getränks an. Denn Softdrinks, Säfte oder andere zuckerhaltige Getränke wirken sich langfristig eher negativ auf die Gesundheit aus. Die tägliche Flüssigkeitsmenge sollte daher in Form von Leitungswasser, Mineralwasser oder ungesüßten Tees abgedeckt werden. Wer täglich genug trinkt, unterstützt seine Haut, sorgt dafür, dass sie besser durchblutet wird und kann so Falten länger vorbeugen.

Auch die äußerliche Anwendung von Wasser wirkt der Faltenbildung entgegen. Wechselduschen stärken nicht nur das Immunsystem, sondern auch die Haut. Die stetigen Temperaturwechsel zwischen heiß und kalt fördern nämlich die Durchblutung. So wirkt sie straffer und rosiger.

Welches Wasser ist das richtige gegen Falten?

Wie sich die tägliche Flüssigkeitszufuhr gestaltet, hängt vom individuellen Geschmack ab. Wer sein Wasser lieber mit etwas Geschmack in Form einer Scheibe Zitrone oder als Infused Water genießt, kann dies bedenkenlos tun. Wichtig ist nur, dem Körper über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit zuzuführen. Denn wenn sich ein Durstgefühl einstellt, ist dies schon ein Warnsignal des Körpers für eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr. Allerdings ist der Natrium-Gehalt des Wassers entscheidend für den Erfolg des Wassers gegen Falten. Einen besonders aufpolsternden Effekt hat Wasser, das einen hohen Natriumgehalt aufweist. Es speichert das Wasser in den Hautzellen, die sich dadurch ausdehnen. Natrium ist jedoch auch maßgeblich an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt – ein zu hoher Natriumkonsum kann Bluthochdruck begünstigen. Daher sollte die tägliche Natriumaufnahme kontrolliert werden.

Wasser allein ist zwar kein Wundermittel, allerdings kann man mit viel Wasser trinken gegen verfrühte Faltenbildung angehen. Eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise beugen der extrinsischen Hautalterung ebenfalls vor.

Vergiftetes Wasser – Eine neue Waffe des Terrors?

Sauberes Wasser ist überaus wichtig für die hygienische Versorgung und unsere Gesundheit. Viele Menschen empfinden sauberes Trinkwasser als selbstverständlich. Doch in anderen Regionen der Welt wird Wasser sogar gezielt als terroristische Waffe eingesetzt.

Trinkwasser als Mittel des Terrors

Im Nahen Osten kontrolliert die Terrormiliz IS seit einigen Jahren weite Teile der Wasserversorgung, darunter mehrere Talsperren. Damit nutzt sie das lebenswichtige Element als militärisches Element der Bedrohung, um Angst bei der Bevölkerung zu schüren oder die feindliche irakische Armee zu schwächen. So wurden bereits Ernten durch Überflutungen zerstört oder ganze Städte ihrer Wasserversorgung beraubt. Auch Wasserquellen hat der IS bereits mithilfe von Rohöl kontaminiert, beispielsweise in Aleppo in Syrien. Dabei rufen Terroristen ihre Anhänger sogar immer wieder dazu auf, selbst in anderen Ländern das Trinkwasser zu vergiften und dies als terroristischen Akt zu nutzen. Diese Drohung betrifft auch Deutschland. In Deutschland gab es zum Glück bisher noch keine gefährlichen Terroranschläge auf das Trinkwasser. Doch auch hierzulande können giftige Verunreinigungen des Trinkwassers aus anderen Gründen auftreten.

Verdacht auf vergiftetes Wasser in deutschen Städten

Im Februar 2019 wurde in einigen Heidelberger Stadtteilen und dem nahegelegenen Ort Dossenheim eine blaue Verfärbung des Leistungswassers gemeldet. Daraufhin ordnete die Stadt Heidelberg an, das Leistungswasser vorerst nicht zu nutzen, solange die Ursache der Verfärbung nicht vollständig geklärt sei. Bei der Analyse stellte sich heraus, dass die Blaufärbung durch winzige Mikrokalk-Partikel entstehen kann, was von der Höhe des Calcium-Carbonat-Gehalts im Wasser abhängt. Diese natürliche Verfärbung ist für den menschlichen Körper weder giftig noch anderweitig gefährlich.

In Heilbronn kam es im April 2019 hingegen tatsächlich zu einem Fall von vergiftetem Wasser. Durch ein Leck im Rohrsystem einer Speditionsfirma gelangten gefährliche Stoffe in die Schozach, einen kleinen Nebenfluss des Neckars. Die Spedition versäumte es, den Vorfall rechtzeitig zu melden. Bei der Wasseranalyse der Stadtwerke wurden dann giftige Chemikalien wie Glycole, Glycolether und Alkohole nachgewiesen. Dies führte zu einer Zerstörung des Ökosystems auf einer Länge von 15 Kilometern, bei der tausende Fische und Vögel verendeten. Menschen kamen bei diesem Vorfall glücklicherweise nicht zu Schaden.

Wie wird die Qualität des Trinkwassers kontrolliert?

In Deutschland wird die Qualität des Trinkwassers durch die Trinkwasserverordnung geregelt, die die EU-Richtlinien festlegen. Leitungswasser muss genusstauglich sein und darf keine Krankheitserreger oder Schadstoffe in gesundheitsschädlichen Konzentrationen enthalten. Das jeweilige Wasserversorgungsunternehmen einer Stadt oder Region ist für die Umsetzung und Einhaltung der Richtlinien zuständig. Dazu kontrollieren Prüflabore täglich die Wasserqualität bei der Förderung, Aufbereitung und Verteilung des Wassers. Jedoch sind die Wasserversorger nur verpflichtet, das Wasser bis zum Hausanschluss zu kontrollieren. Ab dort trägt der Gebäudeeigentümer die Verantwortung und muss beispielsweise die Wasserrohre instand halten, um Verunreinigungen zu vermeiden.

Eine hundertprozentige Sicherheit besteht zwar nicht, jedoch ist es relativ unwahrscheinlich, dass Terroristen in Deutschland das Trinkwasser vergiften oder verunreinigen könnten. Nicht nur die Prüfung der Wasserwerte würde die Versorger alarmieren. Es wäre für terroristische Gruppierungen auch relativ schwierig, die Wasserversorgung überhaupt zu erreichen. In vielen Wasserwerken herrschen hohe Sicherheitsvorschriften, wodurch Unbefugte sofort Alarm auslösen würden. Aufgrund der technischen Fortschritte könnte es in Zukunft zudem noch schnellere und sicherere Mittel geben, die Wasserversorgung zu schützen und damit die Qualität des Trinkwassers sicherzustellen.

Leitungswasser – Ein Auslöser von ADHS?

ADS, kurz für Aufmerksamkeitsdefizitstörung, ist eine Verhaltensstörung, die hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen auftritt und bis in das Erwachsenenalter fortbestehen kann. Betroffene leiden an Aufmerksamkeitsproblemen, Impulsivität und können sich selbst nur schwer beherrschen. In vielen Fällen kommt noch Hyperaktivität hinzu, wofür das „H“ in ADHS steht (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung).

Was ist die Ursache von ADHS?

Die Medizinforschung ging früher davon aus, dass ADHS durch eine Reihe von gesellschaftlichen und erzieherischen Faktoren sowie Traumata in der Kindheit ausgelöst wird. Inzwischen wurden diese Vorstellungen größtenteils verworfen und die Forschung stuft ADHS als eine Hirnstoffwechselstörung ein, die neurologische Ursachen hat. Was jedoch die Auslöser für die Stoffwechselstörung sind, ist bis heute nicht ganz klar. So halten es einige Forscher für möglich, dass zum Beispiel Schwermetalle, denen Kinder und Ungeborene ausgesetzt waren, eine Ursache für ADHS sein könnten. Hier werden Blei und Quecksilber angeführt. Diese sind besonders gefährlich, da beide Schwermetalle als Verunreinigung im Leistungswasser vorkommen und das Hirn schädigen können. So belegen Studien, dass Quecksilber die neurologische Entwicklung von Ungeborenen beeinflussen kann, wenn Schwangere dem Stoff ausgesetzt sind. Dies kann laut mancher Forscher schließlich ADHS begünstigen. Bezüglich Blei konnten Untersuchungen einen schwach ausgeprägten Zusammenhang zwischen einer Bleivergiftung und ADHS nachweisen.

Einige Forscher widersprechen diesen Thesen jedoch. Fest steht, dass das Zusammenspiel von Schwermetallen und ADHS noch näher untersucht werden muss.

Aber auch vermeintlich harmlose Stoffe könnten ADHS auslösen oder zumindest begünstigen. Forscher der Harvard School of Public Health und der Icahn School of Medicine in den USA fanden heraus, dass der Konsum von größeren Fluoridmengen im Zusammenhang mit ADHS steht. Fluorid kennen viele vor allem als Zusatz von Zahncreme, wo es einen wichtigen Einfluss auf die Zahngesundheit nimmt. Es ist aber auch im Leitungswasser vorhanden. Die Forscher konnten Hinweise finden, dass Fluorid eine Ursache für ADHS sein könnte, da es wie Blei und Quecksilber in hohen Dosen neurologische Störungen hervorrufen kann. Allerdings räumen die Wissenschaftler auch hier ein, dass weitere Untersuchungen nötig wären, um den Verdacht vollends zu bestätigen.

Kann Leitungswasser ADHS auslösen?

Ob Blei oder Quecksilber im Zusammenhang mit ADHS stehen oder nicht – Fakt ist, dass eine Schwermetallvergiftung enorme gesundheitliche Schäden hervorruft. Gerade in alten Gebäuden bestehen die Wasserleitungen in vielen Fällen leider noch aus Blei. Dadurch kann das Schwermetall leicht in das Wasser gelangen. Alte Bleirohre sollten daher unbedingt ersetzt werden. Quecksilber gelangt hingegen durch Industrieemissionen in die Luft und durch Niederschläge in den Boden und so schließlich in das Grundwasser. Trinkwasser zählt zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Gerade für Schwermetalle gelten durch die Trinkwasserverordnung strenge Richtwerte, an die sich die Wasserwerke halten müssen. Weist das Wasser einen zu hohen Schadstoffwert auf, müssen die Wasserversorger umgehend reagieren. Allerdings gilt diese Verantwortung nur bis zum Hausanschluss. Eine erhöhte Bleikonzentration im Trinkwasser kann nur ein Wassertest aufdecken.

Fluorid kommt natürlich in der Erdkruste vor und lässt sich deshalb auch im Trinkwasser finden. In Deutschland wird dem Trinkwasser jedoch nicht zusätzlich Fluorid zugesetzt, was Fluoridierung genannt wird, und auch die vorgeschriebenen Grenzwerte werden nicht überschritten. Eine Fluoridierung dient der Kariesprophylaxe und wird vielerorts in den USA aber auch in Teilen Europas durchgeführt.

Osmosewasser und Osmoseanlage: Was ist das und wozu ist es gut?

Osmosewasser und damit einhergehend Osmoseanlagen werden immer populärer. Ursprünglich fand Osmosewasser vor allem im medizinischen Bereich und in der Aquaristik Anwendung, doch mittlerweile wird es auch als gesündere Alternative zu Trinkwasser oder als Geschmacksverstärker bestimmter Lebensmittel wie Kaffee thematisch aufgegriffen.

Was ist Osmosewasser?

Osmosewasser ist Wasser in besonders reiner Form, da es durch eine Osmoseanlage nach dem Prinzip der Umkehrosmose gefiltert wurde. Dabei presst man das Wasser durch eine sogenannte Osmosemembran. Auf der Seite des Wassers entsteht Druck, wodurch das Wasser auf die andere Seite der Membran gelangt. Im Hausgebrauch ist der Druck des heimischen Leitungswassers dafür ausreichend, im industriellen Bereich kommen spezielle Pumpen zum Einsatz. Die Membran ist mit einem extrem feinen Sieb vergleichbar, wobei die Porengröße der Osmosemembran 0,1 Nanometer beträgt. Lediglich Wassermoleküle gelangen so durch die Osmosemembran hindurch. Verunreinigungen wie Pestizide, Viren oder Bakterien gelingt dies nicht. Die zurückbleibenden Schadstoffe setzen sich dann an der Osmosemembran fest, weshalb man diese im Anschluss mit Wasser reinigen muss. Andernfalls können sich deren feine Poren mit Schadstoffen zusetzen. Bei der Reinigung entsteht Abwasser, dass sich in der Regel auf das drei- bis achtfache des gefilterten Trinkwassers beläuft.

Ist Osmosewasser gesund für den menschlichen Körper?

Da Osmosewasser besonders rein ist und nahezu keine Keime, Bakterien, Chlorverbindungen oder Schwermetalle enthält, gilt es unter Befürwortern als äußerst gesund. Besonders aufgrund des hohen Reinheitsgrades wird Osmosewasser als Alternative zu herkömmlichen Trinkwasser genannt, da Kritiker eine unzureichende Überprüfung des Leitungswassers auf Schadstoffe befürchten. Da Studien aber bisher sehr unter-schiedliche Ergebnisse bezüglich der Vor- und Nachteile liefern, wird Osmosewasser nicht als alleiniges und dauerhaftes Getränk empfohlen.

Osmosewasser: Kann es gesundheitliche Nebenwirkungen haben?

Häufig steht Osmosewasser aber auch in der Kritik. Da es nicht nur frei von Verunreinigungen, sondern auch von Nährstoffen ist, sehen Kritiker auf lange Sicht die Gefahr eines Nährstoffmangels. Wer sich entschließt, regelmäßig oder ausschließlich Osmosewasser zu trinken, sollte also besonders auf den Mineralienhaushalt des Körpers achten. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Veränderung des pH-Werts des Wassers, der durch die Osmose entsteht und einem sauren pH-Wert von 5 entspricht. Bei der Osmose bildet sich eine unmerkliche Menge an Kohlensäure. Diese ist auf Kohlendioxid rückführbar, da im Wasser minimale Mengen an Luft gelöst sind. In diesem Zusammenhang ist dann häufig die Rede von einer Übersäuerung des Körpers.

Die Tatsache des veränderten pH-Wertes ist Teil einer kontrovers geführten Debatte. So argumentieren Befürworter von Osmosewasser, dass im Supermarkt erhältliches Mineralwasser ebenfalls leicht sauer ist und diesbezüglich auch nicht als gesundheitsschädlich eingestuft wird. Zudem gelten auch saure Lebensmittel wie Linsen, Eier, Meeresfrüchte, Speck oder Gouda und Schinken nicht per se als ungesund.

Osmosewasser vs. destilliertes Wasser: Wo liegt der Unterschied?

Osmosewasser und destilliertes Wasser unterscheiden sich sowohl im Herstellungsprozess als auch bezüglich der Reinheit. So gewinnt man destilliertes Wasser mithilfe von Verdampfung. Dabei erhitzt man das Wasser so weit, dass es kocht. Anschließend wird der Wasserdampf in einem Gefäß mit einer kühleren Oberfläche gesammelt. Aufgrund der Abkühlung verflüssigt sich der Wasserdampf. Dieses sogenannte Kondensat ist nun das destillierte Wasser, das als Reinform des Wassers gilt. Der Prozess der Destillation ist aufwendiger und teurer als die Umkehrosmose. Destilliertes Wasser ist jedoch noch reiner, da alle Verunreinigungen entfernt wurden.

Nitrat im Boden und wie dies aktuell das Grundwasser beeinflusst

In fast einem Drittel des Grundwassers ist laut einem Bericht der Bundesregierung in Deutschland zu viel Nitrat enthalten. Zwar ist Nitrat zunächst ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen, doch bei einer zu hohen Konzentration gelangt es über den Boden schließlich in das Grundwasser. Dies kann negative Konsequenzen für die Gesundheit von Mensch und Tier haben. In Deutschland gilt daher zumindest für Trinkwasser ein Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat je Liter.

Was ist Nitrat und wie gefährlich ist es?

Nitrat bezeichnet die Verbindung von Sauerstoff und Stickstoff, die natürlicherweise im Boden vorkommt. Es dient vor allem als Pflanzendünger und ist prinzipiell nicht giftig. Allerdings gibt es sowohl im Boden als auch im menschlichen Körper Bakterien, welche das ungiftige Nitrat in giftiges Nitrit umwandeln. Daraus können sich wiederum Nitrosamine bilden, die als stark krebserregend gelten. Voraussetzung für diesen chemischen Prozess ist ein saurer pH-Wert, wie er zum Beispiel im Magen vorherrscht. Ist Nitrat im Wasser, besteht insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder die Gefahr einer zu hohen Nitrit-Bildung. Dies kann zu einer Blausucht führen. Hierbei verändert sich der rote Blutfarbstoff, der folglich nicht mehr genügend Sauerstoff transportiert. Dies führt im schlimmsten Fall zum Erstickungstod.

Wie kommt es zu einem Nitratüberschuss?

Nitrat gelangt insbesondere durch landwirtschaftliche Düngung in das Grundwasser. Für die Düngung wird Gülle aus Biogasanlagen und Mastställen oder Kunstdünger auf den Feldern verteilt, doch oft können die Pflanzen nicht alle Stoffe aufnehmen und verwerten. Das überschüssige Nitrat gelangt dann über den Boden in das Grundwasser. Auf ähnliche Weise können so auch andere Pestizidrückstände ins Trinkwasser geraten. Das Wasser wird von den Wasserversorgern zwar so gereinigt, dass der Nitratgehalt des Trinkwassers den Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat je Liter meist nicht übersteigt, dies ist allerdings aufwendig und kostenintensiv. Auch Flüsse und Seen werden durch das nitrathaltige Wasser belastet. Nitrat fördert das Algenwachstum, was wiederum das Ökosystem der Gewässer stört und zu einem Fischsterben führen kann.

Nitratbelastung effektiv senken

Experten empfehlen Erwachsenen, nicht mehr als 3,65 Milligramm Nitrat pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag aufzunehmen. Doch auch einige Lebensmittel wie Wurzelgemüse und Blattsalat weisen hohe Stickstoffkonzentrationen auf. Diese reichern sich insbesondere in den Wintermonaten an. Andere Inhaltsstoffe des Gemüses wie zum Beispiel Vitamin C unterbinden hingegen die Bildung von Nitrit im menschlichen Körper. Um die orale Nitrataufnahme jedoch möglichst gering zu halten, sollte nur saisonales Gemüse gekauft und verzehrt werden, das möglichst aus ökologischem Anbau stammt. Denn laut Bundesinstitut für Risikobewertung enthalten Lebensmittel aus dem Gewächshaus und aus einer stark überdüngten Landwirtschaft mehr Nitrat.

Auch Brunnenwasser ist besonders gefährdet und sollte regelmäßig durch Wassertests kontrolliert werden. Generell ist zumindest das Leitungswasser in Deutschland das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Übersteigen Wasserproben den zugelassenen Grenzwert, müssen die Wasserversorger dem belastetem Rohwasser unbelastetes Wasser beimengen. Ist das Grundwasser permanent mit Nitrat verunreinigt, müssen gegebenenfalls Brunnen verlagert oder vertieft werden.

Mit reinem Wasser den Körper entgiften – Geht das?

Den Körper zu entschlacken, liegt stark im Trend. Immer mehr Detox-Produkte und entsprechende Ratgeber sind auf dem Markt zu finden, sodass die Wahl der richtigen Entgiftungsmethode schwerfallen kann. Den meisten ist jedoch nicht bewusst, dass es für eine Entschlackung eigentlich nicht viel braucht. Es ist tatsächlich möglich, eine effektive Entgiftung nur mit reinem Wasser durchzuführen.

Was ist eine Körperentgiftung?

Schlacken, auch Giftstoffe genannt, können durch unterschiedliche Faktoren in den Körper gelangen und diesen langfristig schwächen. So entstehen zum einen während des Stoffwechsels giftige Abfallprodukte, die sich nur unzureichend vom Körper abbauen oder ausscheiden lassen. Die abgelagerten Säuren und Gifte können naturgemäß aus den Zellen oder aber durch ungesundes Essen, fehlende Vitalstoffe und wenig Bewegung entstehen. Ein weiterer Grund für Schlacken im Körper sind toxische Stoffe aus der Umwelt: Insbesondere über die Luft, das Wasser, die Kleidung, die Nahrung oder durch Kosmetikprodukte verbreiten sich Giftstoffe im menschlichen Organismus. Eine Körperentgiftung entlastet langfristig alle von diesen Ablagerungen betroffenen Organe und stärkt effektiv das Immunsystem. Auf diese Weise bleibt der Körper fit und gesund. Gewichtsverlust, weniger Müdigkeit, ein klares Hautbild und eine verbesserte Verdauung können die positiven Folgen sein.

Warum ist destilliertes Wasser gesund für den Körper?

Zur Körperentgiftung ist allerdings nicht herkömmliches Leitungswasser, sondern reines Wasser empfehlenswert. Dieses besonders reine Wasser wurde mittels Osmoseanlagen oder Destillation von jeglichen Verunreinigungen wie Ionen, organischen Stoffen und Mikroorganismen befreit. Grundsätzlich ist Wasser ein Transportmittel von Substanzen im Körper und schwemmt somit auch regelmäßig Giftstoffe aus. Dieser Transportvorgang ist jedoch nur möglich, wenn das Wasser selbst nicht bereits durch Verunreinigungen belastet ist. Da destilliertes Wasser frei von Verunreinigungen ist, ist hier eine effektivere Entschlackung als mit herkömmlichem Wasser möglich.

Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich ist ein Entgiften auch mit reinem Wasser und Salz möglich. Die regelmäßige Aufnahme von Salzwasser verbessert die Verdauung und sorgt für eine schnelle Bindung und einen optimalen Abtransport von Giftstoffen. Wer kein reines Wasser zur Hand hat, kann außerdem mit abgekochtem Wasser entgiften. Dieses enthält zumindest weniger Keime als unbehandeltes Leitungs- oder Quellwasser. Zu beachten ist jedoch, dass hier Kalk und Mineralien noch immer enthalten sind und damit das Ergebnis weniger erfolgreich sein kann.

Was sollte bei der Entgiftung mit Wasser vermieden werden?

Die Einnahme von reinem Wasser in großen Mengen über einen längeren Zeitraum ist nicht empfehlenswert und kann sogar gefährlich sein. Wer sich zusätzlich sehr einseitig ernährt, kann einen Mangel an Natrium- und Kalium im Körper riskieren. Des Weiteren sollte reines Wasser niemals dem Körper über eine Infusion zugeführt werden. Die Körperzellen würden durch das Ungleichgewicht an Mineralien des Wassers platzen, was lebensgefährlich für den Menschen wäre.

Brausetabletten – Die wasserlöslichen Vitamine und was sie wirklich nützen

Nahrungsergänzungsmittel, so auch Vitamin-Brausetabletten, erfreuen sich hierzulande großer Beliebtheit. Viele Anwender erhoffen sich durch sie einen ausgewogenen Nährstoff- und Vitaminhaushalt und eine gesunde Lebensweise. Doch die Präparate stehen häufig in der Kritik, sodass sich die Frage stellt, wie gesund Vitamin-Brausetabletten tatsächlich sind.

Der Kosten-Nutzen-Faktor: Sind Vitamin-Brausetabletten sinnvoll?

Ob mit Vitamin C, B-Vitaminen oder als Kombinationspräparat – Vitamin-Brausetabletten gibt es in vielen verschiedenen Zusammensetzungen. Sie sollen den Körper mit lebensnotwendigen Vitaminen versorgen und einen Vitaminmangel gegebenenfalls ausgleichen. Erhältlich sind Brausetabletten fast überall: im Supermarkt, in der Drogerie oder online. Hersteller von Brausetabletten berufen sich generell darauf, dass der menschliche Körper ein bestimmtes Maß an Vitaminen und Nährstoffen benötigt, um gesund zu bleiben und richtig funktionieren zu können. Dem ist nichts entgegenzusetzen, aber ob Brausetabletten hierzu wirklich beitragen können, indem sie eine adäquate Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung darstellen, bleibt fragwürdig.

Sind Brausetabletten gesund?

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, braucht in aller Regel keine zusätzlichen Nahrungsergänzungsmittel. Der beste und gesündeste Weg, Mangelerscheinungen vorzubeugen, sind frisch zubereitete, abwechslungsreiche Mahlzeiten, die ausreichend Obst und Gemüse beinhalten. Bei Menschen mit einem er-höhten Nährstoffbedarf wie Leistungssportler oder Schwangere und bei Personengruppen wie Veganern und Vegetariern oder chronisch Kranken können zusätzliche Vitamine jedoch erforderlich sein, um den Vitaminbedarf ausreichend abzudecken. Jedoch sollten nicht wahllos Präparate gekauft und konsumiert wer-den, um Risiken wie eine Überdosierung zu vermeiden.

Wichtiger ist es, seine Blutwerte regelmäßig beim Arzt überprüfen und sich bezüglich der korrekten Nah-rungsergänzung beraten zu lassen. Ärzte bieten eine entsprechende Beratung, können Krankheiten aus-schließen und verschreiben dann Vitamintabletten, die dem individuellen Vitaminbedarf gerecht werden. Brausetabletten aus der Drogerie können eine ausgewogene Ernährung und die Expertise eines Arztes keines-falls ersetzen.

Können Brausetabletten gesundheitsschädigend sein?

Häufig zweifeln Kritiker die Wirkung von Brausetabletten an. Eine mögliche Unwirksamkeit der Präparate ist jedoch nicht das Schlimmste. Vielmehr können eine Überdosierung bestimmter Vitamine oder andere Zu-satzstoffe gefährlich werden. Aufgrund des hohen Natriumgehalts in Brausetabletten sind zum Beispiel be-sonders Patienten mit Bluthochdruck zur Vorsicht angehalten. Das enthaltene Natrium sorgt dafür, dass sich die Inhaltsstoffe der Brausetablette im Wasser besser lösen. Eine erhöhte Natriumaufnahme begünstigt je-doch Bluthochdruck, da Natrium das Blutvolumen erhöht, indem es Wasser bindet. So steigt der Gefäß-druck und damit einhergehend ebenfalls der Blutdruck. Auch bei Schwangeren besteht beispielsweise das Risiko von Entwicklungsstörungen beim ungeborenen Kind, wenn sie zu viel Vitamin A konsumieren. Zudem steht eine übermäßige Aufnahme von Beta-Carotin im Verdacht, das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, zu erhöhen.

Wer also das Gefühl hat, unter einem Vitamin- oder Nährstoffmangel zu leiden und entsprechende Symptome wie anhaltende Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Muskelkrämpfe aufweist, beziehungsweise zu einer bestimmten Risikogruppe gehört, sollte zuerst einen Arzt aufsuchen. So werden Mangelerscheinungen fachmännisch diagnostiziert und man nimmt nur die Vitaminpräparate zu sich, die der Körper wirklich braucht.

Kann Wasser trinken den Blutdruck senken?

Bluthochdruck, auch als Hypertonie bezeichnet, ist eine Erkrankung, die deutschlandweit fast jeden Dritten betrifft. Sofern der Blutdruck über einen langen Zeitraum zu hoch ist, können sich gefährliche Folgeerkrankungen einstellen. So begünstigt unbehandelter Bluthochdruck unter Umständen Erkrankungen wie Schlaganfälle, Nierenversagen oder Herzinfarkte. Gegen Bluthochdruck hilft nur eine medikamentöse Behandlung. Aber auch eine zusätzliche Unterstützung der Medikation durch ausreichendes Wasser trinken, soll den Blutdruck langfristig senken.

Wassermangel sorgt für Bluthochdruck

Wer seinem Körper dauerhaft zu wenig Wasser zuführt, erhöht das Risiko unter Bluthochdruck zu leiden. Die Blutkörperchen und Zellen des menschlichen Körpers benötigen Wasser, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Kommt davon in den Blutzellen nicht genug an, verkleinern sie sich, um dennoch gefüllt zu sein. Im Umkehrschluss steigt die Spannung in den Arterien. Dieser Spannungsanstieg sorgt letztendlich für Bluthochdruck. Der Körper versucht zwar, sich an den Wassermangel anzupassen, der Bluthochdruck kann diesen aber natürlich nicht beheben.

Wird die Diagnose Bluthochdruck gestellt, behandelt man Patienten häufig mit sogenannten Diuretika. Diese entwässern den Körper, wirken harntreibend und bewirken so, dass aufgrund des Flüssigkeitsverlustes sich der Druck in den Gefäßen verringert. Oft vermuten Bluthochdruckpatienten daher im Umkehrschluss, dass sie weniger trinken sollten, um einen ähnlichen Effekt zu erreichen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Es ist sogar unabdingbar, bei Bluthochdruck Wasser zu trinken, da durch die entwässernde Wirkung der Tabletten der Körper schneller austrocknen kann. Dies gilt es zu vermeiden.

Zu hoher Blutdruck: das sollten Betroffene beachten

Betroffene, die ihren Blutdruck regelmäßig selbst messen, warten besser mit der Messung etwa eine halbe Stunde, sofern sie vorher eine größere Menge Wasser getrunken haben. Forschungsergebnisse belegen, dass der Blutdruck merklich ansteigt, wenn dem Körper innerhalb kurzer Zeit circa ein halber Liter Wasser zugeführt wurde. Grund dafür ist das Zusammenziehen der Blutdruckgefäße. Nach einer halben Stunde fällt der Blutdruck jedoch wieder ab und die Messwerte sind aussagekräftig.

Welches Wasser bei Bluthochdruck?

Prinzipiell sollte man auf die tägliche Menge Kochsalz, die über die Nahrung und Getränke aufgenommen wird, achten, um das Risiko von Bluthochdruck zu senken. Natrium in Verbindung mit Chlorid, sprich Salz, entzieht den Zellen Wasser, was, wie oben beschrieben, Bluthochdruck begünstigt. Personen, die bereits unter Bluthochdruck leiden, sollten aber nicht nur auf den Salzgehalt diverser Lebensmittel achten, sondern auch auf den des Trinkwassers. Auch wenn Kochsalz essenziell für den menschlichen Körper ist, sollte es nur in geringen Mengen konsumiert werden. Bluthochdruckpatienten wird empfohlen, eine tägliche Natriumzufuhr von fünf Gramm pro Tag nicht zu überschreiten.

Ganz gleich, ob gekauftes Trinkwasser oder Leitungswasser – der Natriumgehalt sollte daher möglichst gering sein. Um als natriumarm zu gelten, darf Wasser einen Salzgehalt von 20 Milligramm pro Liter nicht überschreiten.

Plastikmüll in den Weltmeeren

Schätzungen zufolge gelangen jährlich mehr als zehn Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere. Allein im Nordpazifik treibt ein Müllteppich mit einer größeren Fläche als Deutschland. Und das ist nur ein Bruchteil der Gesamtmenge: Rund 90 % des Plastiks sinken auf den Meeresboden und überziehen diesen mit einer Schicht aus Müll. Die Wasserverschmutzung durch Plastik hat längst ein bedrohliches Ausmaß angenommen. Jedes Jahr verenden unzählige Vögel und Meerestiere an Plastik: Sie verfangen sich darin und sterben oder verhungern, obwohl ihr Magen voll von Abfall ist. Nicht weniger bedrohlich ist außerdem die stetig wachsende Menge an Mikroplastik im Meer. Aufgrund der geringen Partikelgröße gelangt immer mehr Mikroplastik direkt aus dem Wasser in die Nahrungskette – bis in den menschlichen Körper.

Woher stammt der Plastikmüll und wie gelangt er in die Meere?

Das Plastik, das den Weg in die Ozeane findet, stammt aus unterschiedlichen Quellen. In manchen Ländern wird Müll noch immer direkt ins Meer entsorgt. Andernorts sind es zu nah am Wasser errichtete Mülldeponien, die sich durch Verwehung und Erosion allmählich in das Meer verlagern. Hinzu kommt der Abfall aus der Seefahrt. So treiben beispielsweise neben Verpackungsmüll und Plastikflaschen auch zahlreiche alte Fischernetze im Meer.

Außerdem trägt immer mehr Mikroplastik dazu bei, dass die Verschmutzung ungeahnte Ausmaße annimmt. Allein in Deutschland bestehen laut Fraunhofer-Institut die jährlichen Plastikemissionen, also an die Umwelt abgegebene Plastikabfälle, derzeit zu 74 % aus Mikroplastik. Diese winzigen Plastikteilchen können entstehen, wenn sich durch Abrieb oder Verwitterung Teile größerer Plastikprodukte lösen. In Industrienationen wird Mikroplastik aber auch gezielt hergestellt. Es wird als Schleifmittel zahlreichen Kosmetikartikeln zugesetzt, die wie Zahnpasta oder Peelings mit einer besonders starken Reinigungswirkung werben. Nach der Verwendung gelangt das Plastik allerdings in unser Abwasser – und von dort aus ins Meer. Modern ausgerüstete Kläranlagen verfügen zwar über ausreichend feine Filter, um die Teilchen zu entfernen, doch ist dies nicht überall der Standard. Zudem verweht der Wind Mikroplastik auch in Flüsse, Seen oder direkt ins Meer, während der Regen es ins Grundwasser und von dort aus ebenfalls bis in die Ozeane schwemmt.

Wie wirkt sich das Plastik im Meer auf den Menschen aus?

Welche Auswirkungen Plastik auf den menschlichen Körper hat, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Da das Problem ein vergleichsweise junges ist, mangelt es an Studien zur Entstehung eventueller Langzeitschäden. Bekannt ist jedoch bereits heute zweierlei: Zum einen kann sich Plastik in lebenden Organismen ablagern – und das nicht nur im Magen von Meerestieren. Mikroplastik kann sich direkt im Gewebe und sogar im Blut ansammeln. Zum anderen enthält ein großer Teil des Plastiks, das im Meer treibt, Weichmacher. Diese beeinträchtigen den Hormonhaushalt von Mensch und Tier und werden auch mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht. Nicht nur durch den Verzehr kontaminierter Fische und Meeresfrüchte kann daraus eine Gefahr für den Menschen entstehen. Auch Organismen wie Muscheln oder Korallen, die zentral für den Erhalt des Ökosystems der Weltmeere und damit für das weltweite Klima sind, reagieren empfindlich auf die giftigen Inhaltsstoffe des Plastiks.

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