Wasserknappheit: Trinkwasser schätzen lernen

Wasserknappheit geht uns alle an

Im aktuellen World Water Development Report 2015 der Vereinten Nationen sprechen Experten klar aus, was lange befürchtet wurde: Damit die Bedürfnisse der Weltbevölkerung auch auf lange Sicht gestillt werden können, müssen die Menschen sowohl in der Nutzung als auch der Verwaltung und Aufteilung der zur Verfügung stehenden Ressourcen umdenken.

Wird der bisherige Umgang mit dem kostbaren Gut „Wasser“ nicht sehr bald überdacht, ist mit einer Trinkwasser-Knappheit zu rechnen. Am schlimmsten wird es wieder einmal die Länder treffen, die schon jetzt vergleichsweise wenig Wasser zur Verfügung haben.

Die Neubildung des Grundwassers ist die Voraussetzung dafür, dass die Bevölkerung stets Wasser zur Verfügung hat. In diesem Kreislauf entsteht jedoch eine Lücke, die schon 2030 derartige Ausmaße annehmen kann, die viele Menschen in die Wasserarmut stürzen werden.

Zu viele Menschen und zu langsame Grundwasserproduktion

Ein Hauptproblem, das die Wasserknappheit auslöst, ist dabei der ständige Anstieg der Weltbevölkerung. Durch ihn steigt der Wasserbedarf bis 2050 voraussichtlich um mehr als 50 Prozent an. Dazu kommen außerdem der Klimawandel und das Wachsen der Städte.

Durch die Wasserverschmutzung mit Pestiziden und den enormen Wasserverbrauch zur Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen, der mit der wachsenden Bevölkerung weiter ansteigt sowie die zunehmende Industrialisierung steigt der Wasserbedarf. Die Natur wird irgendwann nicht mehr ausreichend Grundwasser zur Verfügung stellen können.

Kurz gesagt: Wir verbrauchen mehr und schneller Wasser, als die Natur es uns liefern kann. Die Wasserknappheit steht dadurch unweigerlich bevor – wenn sich nichts ändert.

 

Deutsche blind für Wasserknappheit – dabei kann sie uns alle schon bald beeinträchtigen

In Deutschland wird die Wasserknappheit kaum thematisiert. Wie dramatisch es dagegen in anderen Ländern aussieht, ist vielen Menschen nicht klar. So wird beispielsweise in Rio de Janeiro das Wasser bereits knapp. Hier stellt die Regierung, um einen Zusammenbruch des Trinkwassersystems zu verhindern, tageweise das Wasser ab. Zudem haben rund 748 Millionen Menschen laut der UNO vor allem in Asien und Afrika keinen Zugang zu Trinkwasser. Die Folgen dieses Umstands für Hygiene und Gesundheit, besonders im Bezug auf Kinder und Säuglinge, sind verheerend.

Gegen die Wasserknappheit helfen soll nun laut UNO die Erhöhung der Wasserkosten in besonders verschwenderischen Ländern. Diese soll sowohl die privaten Haushalte als auch die Industrie daran hindern, weiterhin so unvorsichtig mit den Wasserressourcen umzugehen. Dazu soll das Problembewusstsein geschärft werden, um den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser auf lange Sicht zu erreichen.

Hinterlasse einen Kommentar