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Coliforme Bakterien im Trinkwasser

Was sind coliforme Bakterien?

Escherichia coli  - auch als Kolibakterium bekannt – gehört zur großen Familie der Enterobakterien. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Bakterien, die im Darm von Säugetieren vorkommen. Zusammen mit anderen anaeroben Mikroben sind coliforme Bakterien minimal - mit rund 0,1 Prozent - in der menschlichen Darmflora vertreten. Dort produzieren sie als dauerhafte Begleiter u.a. Vitamin K, das an wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt ist. 
Gegenwärtig spielt Escherichia coli in der kommerziellen, biotechnologische Anwendung eine immer größer werdende Rolle. Als Stichworte hierzu seien genannt: Umweltmedizin, Gentechnik, Pharmazie und Biotreibstoff.

Wie gelangen Kolibakterien ins Trinkwasser?

Da sich coliforme Bakterien fast ausschließlich im Darm vermehren, sind sie ein absoluter Fäkalindikator. Ihr Nachweis im Trinkwasser zeigt eine fäkale Verseuchung an.
Die Gründe dafür können unterschiedlich sein: In erster Linie ist es aber ein hygienisches Problem durch unzureichende Keimfreiheit des Rohwassers und dessen Aufbereitung. Weiterhin: Unsachgemäß gewartete, undichte Anlagen und technische Störungen innerhalb des Verteilernetzes. Der Eintrag von Mikroorganismen in die Hausinstallationen geschieht ähnlich - durch Havarien, Reparaturen, Verbau ungeeigneter Materialien, Stagnation und Biofilm. 
In ländlichen Gegenden sind Viehweiden oder veraltete Sanitäranlagen, über die die Darmbakterien ins Grundwasser einsickern, eine mögliche Kontaminationsquelle für Brunnen. Nicht zu vergessen sind die Risiken in hochwassergefährdeten Gebieten. Die aktuellen Bilder überfluteter Straßen und Keller vom Sommer 2017 sind bekannt.

Wie wirken Kolibakterien auf den menschlichen Körper?

Die meisten Vertreter des Kolibakteriums sind harmlos und nicht krankheitsauslösend. Einige Stämme, (EPEC, ETEC,EIEC, EHEC, EAEC),  jedoch sind pathogen und verursachen Infektionskrankheiten. Die Übertragung erfolgt über kontaminierte Lebensmittel wie Gemüse, Milch, Käse, Fleisch oder über das Trinkwasser.
Industriemäßig betriebene Landwirtschaft mit Massentierhaltung begünstigt die Ausbreitung gefährlicher Bakterienstämme. Im Schlachtbetrieb müssen daher die Hygienevorschriften peinlichst eingehalten werden. Gleiches gilt für Ernte, Transport und Verarbeitung von Obst und Gemüse.
Rohes Fleisch vom Rind und ungesäuberte Lebensmittel sollten für Babys, kleine Kinder und Personen mit geschwächter Immunabwehr tabu sein. 
Enteropathogene Erreger können verschiedene, schwere Infektionen auslösen. Allgemein bekannt sind Lebensmittelvergiftungen, Durchfall, Erbrechen und Reisediarrhoe, verbunden mit erheblichem Flüssigkeits- und Salzverlust. Andere darmpathogene Stämme sind mitverantwortlich für Harnwegsinfekte, Meningitis oder die chronische Entzündung Morbus Crohn.
Bei der Therapie kommen Antibiotika zu Einsatz. Vorhandene Resistenzen erfordern jedoch die gezielte Suche nach dem jeweils passenden Antibiotikum.
Die Strategien und Wirkungsweise der virulenten Kolibakterien sind bis heute nicht vollständig erforscht.

Kolibakterien im Trinkwasser

Die Novellierung der Trinkwasserverordnung 2011 erfasst den Parameter Koloniezahl. Dabei werden Proben bei 22°C und 36° Celsius Wassertemperatur genommen. An Hausinstallationen werden die kolonienbildenden Einheiten (KBE) pro 100 ml am Zapfhahn des Verbrauchers gemessen. Die mikrobiologischen Grenzwerte der ‎TrinkwV 2001 liegen generell bei Null. Bis zur Grundstückgrenze liegt die Verantwortung bei den kommunalen Wasserwerken. Diese bereiten das Wasser auf und unterziehen es ständigen Kontrollen, um eine gleichbleibende Trinkwassergüte zu garantieren.
Ab der Grundstücksgrenze finden jedoch keine permanenten Kontrollen statt, hier ist der Vermieter beziehungsweise der Hauseigentümer selbst in der Verantwortung. Eine mikrobakterielle Prüfpflicht in Mehrfamilienhäusern besteht zwar, jedoch wird turnusmäßig alle drei Jahre nur auf Legionellen, nicht aber auf Kontamination mit coliformen Keimen, getestet. Für Einfamilienhausbesitzer und Betreiber von privaten Brunnenanlagen gelten diese Vorschriften nicht; sie tragen das Risiko einer fäkalen Verunreinigung allein. 
Eigenverantwortlich sollte daher das Nass aus dem eigenen Hahn beobachtet werden. Dies geschieht tagtäglich über Geruch, Aussehen und Geschmack. Um ganz sicher zu gehen reicht diese Risikoabschätzung aber nicht aus, denn Keime sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. Schon bei Verdacht liegt das Abkochgebot nahe.

Trinkwasser durch Kolibakterien belastet: Was tun?

Da Kolibakterien ein Indikator der Wassergüte sind, lässt ein Nachweis von E. coli vermuten, dass wahrscheinlich noch weitere Krankheitserreger vorhanden sind. Dann besteht akuter Handlungsbedarf. Großangelegte Desinfektion und Spülung seitens der kommunalen Netzbetreiber und konsequentes  Abkochen des Leitungswassers sind die sofortigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit. Die Rücknahme der chemischen Behandlung mit Chlor kann erst nach Ursachenklärung und mehreren negativen Befundnahmen durch das Gesundheitsamt erfolgen.
Als Beispiel sei die Meldung vom Juli 2017 aufgeführt. Nördlich von Berlin, in Bernau, waren an gleich zwei Messstellen Bakterien gefunden worden. Ob es ein coliformer Krankheitskeim war, stand nicht sofort fest. Bis zur exakten Bestimmung erging eine Abkochanordnung, d.h. Wasser aus dem Trinkwassernetz des Wasser-und Abwasserverbandes Panke-Finow durfte nur abgekocht konsumiert werden.

Auf Koli-Bakterien testen lassen

Die Wasserwerke liefern Wasser von ausgezeichneter Qualität. Bis zur Haustür. Was auf den letzten Metern bis zu Ihrem Wasserhahn geschieht oder ob Ihr Brunnen Wasser in Lebensmittelqualität fördert, bleibt ohne Laboranalyse offen. Um schnell Gewissheit zu haben, inwieweit das eigene Leitungswasser eventuell mikrobiologisch belastet ist, besteht die Möglichkeit sein Wasser untersuchen zu lassen.
Der Wasser-Test ist einfach zu entnehmen und wird in ein anerkanntes Labor eingesandt.
Nach kurzer Zeit bekommt man eine detaillierte Aussage über die Eigenschaften des eigenen Wassers.


 

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