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Wasserhärte im Trinkwasser 

Was ist die Wasserhärte?

Die Härte des Wassers ergibt sich aus dessen Gehalt an gelöstem Calcium und Magnesium. Umgangssprachlich ist vom Kalkgehalt die Rede.
Der hauptsächliche Härtebildner ist Calciumcarbonat. Magnesiumverbindungen haben mit ca. 15 – 30 % einen wesentlich kleineren Anteil daran. 

Wie entsteht die Wasserhärte?

Durch Auswaschung und Lösung gelangen Magnesium- und Calciumionen aus dem Boden in die tieferen Grundwasserlagen. Der jeweilige geologische Untergrund bestimmt über die Verteilung der Härtebildner. Deshalb kann die Konzentration regional sehr ungleich sein. Gegenden mit Kalkgestein oder gipsführenden Schichten liefern härteres Wasser.
Sogenannter Saurer Regen sowie Kalkdüngung sind weitere Ursachen für den Anstieg des Härtebereichs im Grundwasser.
Regenwasser besitzt im übrigen einen Wert im Sektor Null und ist damit sehr weich.

Einteilung in Wasserhärtegrade

Die Einteilung der Wasserhärtegrade erfolgt nach dem Calciumcarbonat-Gehalt. 
Vom Deutschen Bundestag wurde 2007 die Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG) beschlossen. Darin wurden die Härtebereiche  vereinfacht  und an europäische Standards angepasst. Die deutschen Wasserwerke geben die Härtegrade seitdem in den Bezeichnungen Weich, Mittel und Hart an. Die Angaben erfolgen in Millimol Calciumcarbonat pro Liter. Weiches Wasser hat weniger als 1,5 Millimol, mittleres zwischen 1,5 und 2,5 Millimol und hartes über 2,5 Millimol pro Liter.
Eine genauere Aussagekraft besitzt allerdings die Gesamthärte; darin werden auch andere geringe Mengen härtebildender Verbindungen mit erfasst. Die nunmehr veraltete Einteilung erfolgte hier nach Grad Deutscher Härte (°dH). Weichem Wasser entspricht ein Wert weniger als 8,4 °dH, hartes Wasser beginnt ab 14°dH.

Bedeutung der Härtegrade 

Vorweg: Selbst ein hoher Kalkgehalt im Trinkwasser und damit eine hoher Härtegrad stellt keine Gesundheitsgefahr dar. Denn Calcium ist ein essentielles Element für den Organismus, es dient als Baustoff für Knochen und Zähne.
Die Trinkwasserverordnung legt keine Grenzwerte bezüglich der Härte des Trinkwassers fest. 
Die Härtebereiche sind wichtiger Parameter für die störungsfreie Betreibung und Handhabung von technischen Anlagen, Installationen und Geräten. 
Hartes Leitungswasser kann bei unzureichender Wartung für die Verkalkung vieler Haushaltsgeräte sorgen. Besonders durch Erhitzen, beispielsweise während des Waschvorgangs, bilden sich hartnäckigen Beläge. Früher auch als Kesselstein bekannt. Der Verbrauch von Waschmitteln richtet sich nach dem Härtegrad, weil darin bereits Enthärter enthalten ist. Die Dosierungsangaben der Waschmittelhersteller sollten deshalb zur Schonung der Waschmaschine und zur optimalen Pflege der Wäsche befolgt werden.
Nicht gesundheitsgefährdend, aber unliebsam, ist der Geschmack harten Wassers. Er schmälert den Genuss von Kaffee und Tee und ist nachteilig bei der Zubereitung mancher Speisen. Die Benutzung von Wasserfiltern ist eine  mögliche Alternative.
Weiches Leitungswasser ist für das Kochen und Waschen besser geeignet. Heißgetränke schmecken aromatischer. Etwas ungünstig ist allerdings, dass sich Seife beim Händewaschen schwerer entfernen lässt und Waschmittel stärker schäumen.
Zimmerpflanzen lieben weiches Wasser, denn es kommt natürlichem Regenwasser am nächsten.

Schäden durch hartes Wasser vermeiden

Dass Kalk in heißem Wasser als weißer Belag ausfällt, ist an Wasserkochern oder Wasserhähnen deutlich zu erkennen. Weniger sichtbar sind die zerstörerischen Kalkschichten in Bügeleisen, Waschmaschinen und Warmwasserboilern. Verkrustete Heizstäbe führen zu Hitzestau oder gar Ausfall der Heizleistung. In Kaffeemaschinen können auch fragile Bauteile wie Ventile, Dichtungen, Siebe und Gummileitungen arg in Mitleidenschaft gezogen werden. Unnötig teuren Reparaturen kann vorgebeugt werden - regelmäßiges Entkalken von Wasch- und Spülmaschinen, Wasserkochern, Kaffeeautomaten ist daher Pflicht. Bewährte Hausmittel für Kleingeräte sind Essig oder Zitronensäure. 
Hausinstallationen sind durch schleichende Kalkablagerungen besonders gefährdet. Abhilfe kann nur stete Kontrolle oder der Einbau einer Entkalkungsanlage schaffen. Sie funktioniert nach dem Prinzip des Ionenaustauschs. In verzinkten Boilern und emaillierten Thermen verhindern Opferanodensysteme das unerwünschte Auskristallisieren. 
Filterpatronen, Kartuschen oder Pads sollten in Wasserbehandlungsanlagen generell regelmäßig gewechselt werden. 

Wasserhärte testen lassen

Die Wasserhärte kann in einer Region sehr unterschiedlich ausfallen. Obwohl die Wasserversorgungsunternehmen das Wasser meist aus verschiedenen Einzugsgebieten homogen mischen, bleibt doch der grundlegende Charakter einer geografisch bedingten Wassergüte erhalten. 
Falls Sie sensorisch bisher keine Auffälligkeiten ihres Trinkwassers bemerkt haben, können Sie mit einem Wasser-Test ganz sicher gehen. Eine Trinkwasseranalyse bringt Aufschluss, ob ihr Wasser in einwandfreier Lebensmittelqualität bei Ihnen ankommt.
Der Wasser-Test ist einfach zu entnehmen. Nach Einsendung der Probenahme in ein anerkanntes Labor bekommen Sie nach kurzer Zeit die detaillierte Aufschlüsselung der Beschaffenheit des eigenen Wassers.