Brausetabletten – Die wasserlöslichen Vitamine und was sie wirklich nützen

Nahrungsergänzungsmittel, so auch Vitamin-Brausetabletten, erfreuen sich hierzulande großer Beliebtheit. Viele Anwender erhoffen sich durch sie einen ausgewogenen Nährstoff- und Vitaminhaushalt und eine gesunde Lebensweise. Doch die Präparate stehen häufig in der Kritik, sodass sich die Frage stellt, wie gesund Vitamin-Brausetabletten tatsächlich sind.

Der Kosten-Nutzen-Faktor: Sind Vitamin-Brausetabletten sinnvoll?

Ob mit Vitamin C, B-Vitaminen oder als Kombinationspräparat – Vitamin-Brausetabletten gibt es in vielen verschiedenen Zusammensetzungen. Sie sollen den Körper mit lebensnotwendigen Vitaminen versorgen und einen Vitaminmangel gegebenenfalls ausgleichen. Erhältlich sind Brausetabletten fast überall: im Supermarkt, in der Drogerie oder online. Hersteller von Brausetabletten berufen sich generell darauf, dass der menschliche Körper ein bestimmtes Maß an Vitaminen und Nährstoffen benötigt, um gesund zu bleiben und richtig funktionieren zu können. Dem ist nichts entgegenzusetzen, aber ob Brausetabletten hierzu wirklich beitragen können, indem sie eine adäquate Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung darstellen, bleibt fragwürdig.

Sind Brausetabletten gesund?

Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, braucht in aller Regel keine zusätzlichen Nahrungsergänzungsmittel. Der beste und gesündeste Weg, Mangelerscheinungen vorzubeugen, sind frisch zubereitete, abwechslungsreiche Mahlzeiten, die ausreichend Obst und Gemüse beinhalten. Bei Menschen mit einem er-höhten Nährstoffbedarf wie Leistungssportler oder Schwangere und bei Personengruppen wie Veganern und Vegetariern oder chronisch Kranken können zusätzliche Vitamine jedoch erforderlich sein, um den Vitaminbedarf ausreichend abzudecken. Jedoch sollten nicht wahllos Präparate gekauft und konsumiert wer-den, um Risiken wie eine Überdosierung zu vermeiden.

Wichtiger ist es, seine Blutwerte regelmäßig beim Arzt überprüfen und sich bezüglich der korrekten Nah-rungsergänzung beraten zu lassen. Ärzte bieten eine entsprechende Beratung, können Krankheiten aus-schließen und verschreiben dann Vitamintabletten, die dem individuellen Vitaminbedarf gerecht werden. Brausetabletten aus der Drogerie können eine ausgewogene Ernährung und die Expertise eines Arztes keines-falls ersetzen.

Können Brausetabletten gesundheitsschädigend sein?

Häufig zweifeln Kritiker die Wirkung von Brausetabletten an. Eine mögliche Unwirksamkeit der Präparate ist jedoch nicht das Schlimmste. Vielmehr können eine Überdosierung bestimmter Vitamine oder andere Zu-satzstoffe gefährlich werden. Aufgrund des hohen Natriumgehalts in Brausetabletten sind zum Beispiel be-sonders Patienten mit Bluthochdruck zur Vorsicht angehalten. Das enthaltene Natrium sorgt dafür, dass sich die Inhaltsstoffe der Brausetablette im Wasser besser lösen. Eine erhöhte Natriumaufnahme begünstigt je-doch Bluthochdruck, da Natrium das Blutvolumen erhöht, indem es Wasser bindet. So steigt der Gefäß-druck und damit einhergehend ebenfalls der Blutdruck. Auch bei Schwangeren besteht beispielsweise das Risiko von Entwicklungsstörungen beim ungeborenen Kind, wenn sie zu viel Vitamin A konsumieren. Zudem steht eine übermäßige Aufnahme von Beta-Carotin im Verdacht, das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, zu erhöhen.

Wer also das Gefühl hat, unter einem Vitamin- oder Nährstoffmangel zu leiden und entsprechende Symptome wie anhaltende Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Muskelkrämpfe aufweist, beziehungsweise zu einer bestimmten Risikogruppe gehört, sollte zuerst einen Arzt aufsuchen. So werden Mangelerscheinungen fachmännisch diagnostiziert und man nimmt nur die Vitaminpräparate zu sich, die der Körper wirklich braucht.

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