Was sind eigentlich Grenzwerte für Trinkwasser? 4 Fakten zu Wassergrenzwerten

Grenzwerte für Trinkwasser - was ist das?

Grenzwerte für Trinkwasser gewährleisten die Qualität, die Wasser aufweisen muss, um als Trinkwasser deklariert werden zu dürfen. Hierbei handelt es sich um Grenzwerte für Trinkwasser, die sowohl Schadstoffe wie etwa Schwermetalle (beispielsweise Blei, Nickel, Kupfer) als auch mikrobiologische Höchstbelastungen des Wassers klar deklarieren. Diese Grenzwerte für Trinkwasser sind in der Trinkwasserverordnung, kurz TrinkwV, niedergeschrieben und müssen lückenlos eingehalten werden.

 

Fakt 1: Grenzwerte für Trinkwasser müssen eingehalten werden – auch nach dem Übergabepunkt

Dies wird durch engmaschige Kontrollen der Wasserversorger garantiert, wobei die Verantwortung für die Einhaltung der Grenzwerte in dem Moment an den Eigentümer der Immobilie übergeht, sobald das Wasser den Übergabepunkt passiert. Für Verunreinigungen, die innerhalb der eigenen Trinkwasserinstallation stattfinden, haftet demnach der Eigentümer des Gebäudes. Hier sind beispielsweise Bleirohre eine besondere Gefahr.

 

Fakt 2: Der Zweck strenger Grenzwerte für Trinkwasser

Sinn und Zweck der streng kontrollierten Grenzwerte für Trinkwasser ist der Schutz der Gesundheit des Verbrauchers. Trinkwasser wird zu einem großen Teil aus Grundwasser gewonnen. Es ist jedoch praktisch unmöglich, vollkommen schadstofffreies Grundwasser zu finden. Fließt das Wasser durch Gesteins- oder Bodenschichten, waschen sich annähernd immer geringe Mengen der für den Menschen gegebenenfalls gefährlichen Schwermetalle aus, zu denen unter anderem Nickel, Kupfer oder Blei zählen. Zwar sind diese in minimaler Konzentration für den Menschen in aller Regel nicht direkt gefährlich, werden sie jedoch über einen längeren Zeitraum kontinuierlich aufgenommen, besteht eine deutliche Gefahr und langfristige Erkrankungen sind besonders für Babys und Kleinkinder möglich.

Bakterien oder auch Stoffe wie Natrium können ebenfalls eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Aus diesem Grunde wurden in der Trinkwasserverordnung entsprechende Grenzwerte für Trinkwasser festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen.

 

Fakt 3: Grenzwerte für Trinkwasser werden auf wissenschaftlicher Basis festgelegt

Die Wissenschaft kennt die Auswirkungen gefährlicher Stoffe, die im Trinkwasser lauern können, inzwischen relativ genau. Lange Jahre der Forschung geben den Experten die Möglichkeit, klar festzulegen, ab welcher Dosis ein bestimmter Stoff für den Trinkwassernutzer zur Gefahr wird. In den vergangen Jahren wurde die Trinkwasserverordnung immer wieder angepasst, sofern neue Erkenntnisse eine Neuregelung der Grenzwerte für Trinkwasser oder auch der Auflagen, die in der Verordnung zur Kontrolle des Wasser festgeschrieben sind, notwendig machen.

 

Fakt 4: Umfangreiche Grenzwerte für Trinkwasser und klar deklarierte Untersuchungsvorschriften geben Sicherheit

Die Liste der Grenzwerte für Trinkwasser ist umfangreich. Festgelegt sind dabei unter anderem maximale Konzentrationen von Blei (0,010 mg/l), Chrom (0,050 mg/l) oder Nickel (0,020 mg/l). Häufig durch die Landwirtschaft ins Wasser gelangendes Nitrat darf zudem beispielsweise eine Höchstkonzentration von 50 mg je Liter Trinkwasser nicht überschreiten.

Grenzwerte für Trinkwasser schützen uns und unseren Nachwuchs

Grenzwerte für Trinkwasser müssen eingehalten werden – Überschreitungen sind vor allem für Babys eine enorme Gefahr

Teilweise sind diese Stoffe enorm schädlich – insbesondere für Babys, Kleinkinder oder auch Schwangere, beziehungsweise deren ungeborene Kinder – wenn sie über einen längeren Zeitraum, auch in niedriger Konzentration, aufgenommen werden.

Die Höhe der Schadstoffkonzentration, etwa von Schwermetallen, ist jedoch nur ein Faktor, den die Grenzwerte für Trinkwasser regeln. Auch die Höchstanzahl der im Wasser vorkommenden Keime ist klar deklariert. So liegt der Grenzwert für E. Coli-Bakterien beispielsweise bei 0/100 ml Trinkwasser. Die Fäkalkeime können zu schweren Durchfallerkrankungen führen. Weitere Grenzwerte für Trinkwasser regeln zudem beispielsweise die Höchstzahl von Legionellen, die im Wasser vorkommen dürfen.

 

Grenzwerte prüfen: Wasseranalysen geben schnelle Sicherheit

Da die Verantwortung ab dem Übergabepunkt an den Eigentümer der Immobilie übergeht, sind diese zur Sicherstellung dieser Grenzwerte für Trinkwasser verpflichtet. Mehr Informationen dazu finden Sie unter anderem hier im Magazin.

Sind Verbraucher oder auch Vermieter und Eigentümer nicht sicher, wie es um die Wasserqualität steht, bietet sich ein unkomplizierter Wassertest an, der Gefahren aufdeckt oder gegebenenfalls ausschließt. Wo die häufigsten Gefahrenquellen liegen erfahren Sie ebenfalls in unseren Lesetipps.

 

lesetip - ivarioLesetipps:

  • Wo lauern die Gefahren im Wasser? Erfahren Sie es in unserem Beitrag zum Thema!
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  • Mehr interessante Informationen und Fakten zum Thema Trinkwasser finden Sie in unserem Magazin.

 

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