Glyphosat im Trinkwasser: Ist Euer Wasser mit dem Pestizid belastet?

Glyphosat im Trinkwasser

Glyphosat ist aktuell ein kontrovers diskutiertes Thema in den Medien, der Politik und auch der Agrarwirtschaft sowie vor allem im Umweltschutz. Das Pestizid wird in der Landwirtschaft zur Unkrautbekämpfung verwendet und zählt zu den am häufigsten genutzten Pflanzenschutzmitteln. Doch Glyphosat im Trinkwasser kann unter Umständen immense Folgen für die Gesundheit haben, so dass die Auswirkungen des Pflanzenschutzmittels aktuell genauer untersucht werden.

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel der Welt. Treten hier Belastungen oder Verunreinigungen auf, kann die Gesundheit enormen Schaden nehmen. Besonders gefährdet sind Babys und Kleinkinder sowie immungeschwächte Menschen. Doch auch für den gesunden Trinkwasserfreund können langfristige Folgen auftreten, wenn die Grenzwerte für Schwermetalle, Bakterien oder auch Pflanzenschutzmittel im Leitungswasser dauerhaft überschritten werden

Da in Bezug auf Pestizide im Wasser und die Auswirkungen auf die Gesundheit aktuell noch wenig Klarheit herrscht, jedoch die toxische Wirkung auf den Organismus ganz klar auszumachen ist, fassen wir in diesem Artikel die wichtigsten Informationen zusammen, um Ihnen einen Überblick über das tatsächliche Gefahrenpotenzial von Glyphosat im Trinkwasser zu bieten. Zudem erfahrt Ihr, wie Ihr Euch und Eure Familie schützen könnt, um auch weiterhin sorglos Ihr Leitungswasser genießen zu können.

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Pestizide im Trinkwasser sorgen für Diskussion

Die Verwendung von Glyphosat steht derzeit in den Medien sowie in der Politik stark unter Beschuss. Der Unkrautvernichter wird seit den 1970er Jahren mehr als großzügig zur Schadpflanzenbekämpfung in der Agrarwirtschaft eingesetzt, doch nun steht er stark in der Kritik, denn vor allem Glyphosat im Wasser und den Nahrungsmitteln ist ein scheinbar größerer Gefahrenfaktor für die Gesundheit, als bisher angenommen.

Seit Monaten ist das Thema Pestizide im Wasser ein Auslöser für Debatten. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie umfangreich die Probleme durch Pestizide im Wasser tatsächlich sind, sondern auch darum, wie weitreichend die teils giftigen Stoffe in Böden oder auch Lebensmitteln unsere Gesundheit belasten. In der EU wurde nun erneut die Genehmigung des im Fokus stehenden Pestizids Glyphosat bis Ende 2022 erwirkt – bis auf weiteres, denn die Untersuchungen zu den tatsächlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sowie die Umwelt laufen auf Hochtouren.

Tipp: Neben Schwermetallen und Bakterien im Wasser beschäftigt daher auch das Thema Pestizide im Wasser die Menschen. Ob sich Glyphosat in Ihrem Leitungswasser befindet, erfahrt Ihr durch einen einfach durchzuführenden Wassertest.

Glyphosat im Trinkwasser – wie kommt das Gift in unser Wasser?

Die Wasseraufbereitung der Trinkwasserversorger gewährleistet die Einhaltung sämtlicher in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte. Darunter findet sich auch ein solcher Maximalwert für Pestizide und Herbizide, der in aller Regel kompromisslos eingehalten wird. Die Aufbereitung des Wassers ist dazu nicht selten überaus umfangreich, denn nicht alle Aufbereitungsmethoden sind gleichermaßen effektiv. Dennoch können sich Verbraucher normalerweise auf die Einhaltung der geltenden Grenzwerte verlassen. Trotzdem steht Glyphosat im Wasser, sowohl im Brunnen- als auch im von den öffentlichen Versorgern gelieferten Trinkwasser, sowie in verschiedenen Nahrungsmitteln, nun im Fokus der Behörden. Denn aktuell gibt es teils heiße Diskussionen darüber, welche die bisherigen Einschätzungen über die toxische Wirkung auf Mensch und Umwelt in Frage stellen.

Das Pestizid Glyphosat zählt zu den am häufigsten zum Einsatz kommenden Mitteln zum Schutz vor Unkraut in der Landwirtschaft. Auf diesem Wege gelangt es nicht nur an die angebauten Lebensmittel, sondern auch ins Grund- und Flächenwasser. Wird dieses zu Trinkwasser aufbereitet, findet sich darin unter Umständen Glyphosat.

Was ist Glyphosat und wie wird es eingesetzt?

Glyphosat ist ein Herbizid und lässt sämtliche Pflanzen absterben. Man bringt es mit Vorliebe schon vor der Aussaat auf den Äckern aus, um vor allem Unkraut zu vernichten und eine vollkommen freie Ackerfläche zu erhalten. Mehr als 6.000 Tonnen Glyphosat kommen Jahr für Jahr auf die Feldern. Schätzungen zufolge werden dabei mehr als 40 Prozent der deutschen Agrarflächen mit dem Unkrautvernichter behandelt. Erhebliche Mengen des Mittels gelangen so auch ins Grundwasser, wodurch in vielen Fällen sehr wahrscheinlich hohe Konzentrationen Glyphosat im Wasser. Da normalerweise auch sämtliches Getreide bei der Behandlung der Agrarflächen mit dem Pestizid abstirbt, ist auf dem Markt seit einiger Zeit auch Getreide erhältlich, das gentechnisch verändert wurde, um den Einsatz von Glyphosat zu überstehen. In Ländern, in denen der Anbau gentechnisch veränderter Getreidesorten erlaubt ist, wird das Herbizid daher auch verwendet, nachdem das Getreide bereits gesät wurde. So gelangen enorme Mengen des umstrittenen Stoffs in die Böden und folglich auch ins Grundwasser. So konnte vor allem im durch Grundwasser gewonnenen Brunnenwasser von Privathaushalten, Glyphosat nachgewiesen werden können. Betreiber eigener Brunnen sind verunsichert.

Welche Auswirkungen hat Glyphosat im Trinkwasser auf die Gesundheit?

Glyphosat im Wasser wird von Medizinern stark diskutiert. Klare Nachweise gibt es bisher nicht, jedoch wird Glyphosat im Trinkwasser mit starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Zusammenhang gebracht. Auch wenn bisher keine hieb- und stichfesten Nachweise erbracht werden konnten, deuten verschiedene großangelegte Studien renommierter Labore darauf hin, dass etwa Fehlbildungen bei Babys und Fehlgeburten mit der Aufnahme von Glyphosat im Trinkwasser oder durch Lebensmittel in Verbindung stehen. Zwar herrscht noch eine gewisse Uneinigkeit in Expertenkreisen, jedoch deutet Vieles auf die toxische Wirkung des Pestizids auf den menschlichen Organismus hin. Auch steht im Raum, dass Glyphosat im Wasser oder der Nahrung krebserregend wirken kann.

Debatten weltweit: Folgen von Pestiziden im Wasser für Menschen, Tiere und Umwelt

Über die genauen Auswirkungen von Glyphosat im Wasser und der Nahrung sind sich Behörden und Wissenschaftler derzeit uneinig. So wertete das Bundesamt für Risikobewertung eine Vielzahl bestehender Studien aus. Auch die Weltgesundheitsorganisation befasst sich mit den Auswirkungen des umstrittenen Unkrautvernichters. Auf europäischer Ebene ermittelt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit weitere Fakten zum Thema.
Die Behörden weisen auf eine Gefahr in der Verwendung von Glyphosat in Verbindung mit anderen Stoffen hin. Jedoch herrscht nicht nur hierzulande, sondern auch auf europäischer Ebene Unstimmigkeit. In Deutschland zeigt sich die Uneinigkeit zwischen dem Umweltministerium und dem Agrarministerium. In beispielsweise Frankreich ist man jedoch gewillt, künftig gegen die Zulassung von Glyphosat zu stimmen. Dem schließen sich unter anderem die Niederlande, Schweden und Italien an. Ob in Zukunft also weiter Glyphosat Anwendung finden wird, steht derzeit noch in den Sternen. Mitunter hängt dies von weiteren Ergebnissen in der Forschung ab. Dennoch haben einige Länder und Parteien das Risiko erkannt und wollen daher im Zweifel gegen eine weitere Zulassung stimmen.

Im US-Bundesstaat Kalifornien sorgt der Stoff ebenfalls für Unruhen, denn vor allem die beiden größten Hersteller von Pestiziden protestieren derzeit gegen aktuelle Bemühungen der EPA, der amerikanischen Umweltbehörde, ein Glyphosatverbot durchzusetzen. Grund für diese Bemühungen der Behörde ist neben der Angst davor, was Pestizide im Wasser unter Umständen für Folgen für den Menschen haben könnten, auch die Erkenntnis, dass auch wirbellose Tiere gefährdet sind – beispielsweise Fische. Der größte Hersteller von Pestiziden Bayer verkauft seit 2008 das umstrittene Produkt „Belt“, das unter anderem eingesetzt wird, um Sojabohnen-, Orangen- und Mandelfelder vor Motten oder Würmern zu schützen. Das Pestizid soll jedoch laut EPA weit umfangreichere Folgen für Tiere und Natur haben, als bisher angenommen, und daher verboten werden. Auch andere Hersteller von Pestiziden stehen seit vielen Monaten im Kreuzfeuer, da die Angst vor Pestiziden im Wasser und den möglicherweise enormen Folgen für die Natur und nicht zuletzt den Menschen anhand neuer Studien und Expertenmeinungen geschürt wird.

Verhindern wirtschaftliche Motive ein Verbot des Pestizids?

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Pestizid. Auch in Deutschland zählt das Mittel zu den am häufigsten angewandten Unkrautvernichtern. Würde es in Kalifornien tatsächlich verboten, ist dies zugleich ein herber Rückschlag für die Produzenten. Ein Verbot von Glyphosat bedeutet einen tiefen Einschnitt in einen der profitabelsten Produktionszweige der Unternehmen. Aus diesem Grunde sieht sich die EPA international den Protesten unzähliger Unternehmen gegenüber, die auf die nicht krebserregende oder anderweitig gefährliche Wirkung der Pestizide im Wasser bestehen.

Pestizide im Wasser: WHO und EFSA uneinig

Neben den großen Pestizidherstellern sind auch einige Organisationen und Behörden der Ansicht, Glyphosat bedeute keine Gefahr. Darunter die EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Während die WHO Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ deklariert, sieht die EFSA dies anders. Demnach soll es sehr unwahrscheinlich sein, dass Glyphosat eine krebserregende Wirkung hat – dies gehe auch aus der Datenlage hervor. Doch die Glyphosat-Gegner lassen sich hiervon bislang nicht beirren und halten an der schädlichen Wirkung der Pestizide im Wasser fest. Annähernd einhundert Wissenschaftler aus mehr als zwei Dutzend Ländern üben starke Kritik an der Einschätzung der EFSA und den bisherigen Studien. In Deutschland herrsche das sogenannte „Vorsorge-Prinzip“, demzufolge Pestizide und ähnliche Mittel erst dann eingesetzt werden dürfen, wenn die nichttoxische Wirkung nachgewiesen wurde. Die vorerst gültige Wiederzulassung von Glyphosat in der EU ist daher fragwürdig, da die gesundheitsschädliche Wirkung der Pestizide im Wasser nicht zu einhundert Prozent ausgeschlossen werden kann. Zwar soll es in den kommenden Monaten weitere Untersuchungen geben, doch das bis dahin geltende Risiko durch die möglicherweise giftige Wirkung der Stoffe sei nicht auszuschließen. Mehr zu dem bis auf Weiteres aufgeschobenen Verbot von Glyphosat erfahret Ihr weiter unten im Artikel. Um Euer Leitungswasser auf die Belastung durch Pestizide zu prüfen, bestellen Ihr einen Pestizid Wassertest.

Welche Grenzwerte für Glyphosat im Trinkwasser sieht die Trinkwasserverordnung vor?

Die Trinkwasserverordnung sieht für verschiedene gefährliche Stoffe Grenzwerte vor, die nicht überschritten werden dürfen. Dazu zählen neben Grenzwerten für Schwermetalle und Bakterien auch Pflanzenschutzmittel. Dementsprechend darf die Konzentration von Herbiziden maximal 0,0001 Milligramm je Liter Trinkwasser betragen. Für Glyphosat im Trinkwasser gilt ein vorgeschriebener Grenzwert von 0,5 µg/l. Diesen dürfen die Wasserversorger nicht überschreiten und auch Brunnenbesitzer sind im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften (siehe dazu unser Artikel „Brunnenwasser testen lassen – kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit!“) für die Einhaltung der Werte verantwortlich.

Weder Mineralwasserquellen noch das Grundwasser, aus dem das Leitungswasser zu großen Teilen gewonnen wird, sind sicher vor Glyphosat und anderen Pflanzenschutzmitteln. Diese gelangen über die Felder ins Grund-, Flächen- und Quellwasser, was besonders in jüngster Zeit auch in den Medien ein großes Gesprächsthema war. Die Stiftung Warentest überprüfte daher 2016 im Zuge eines großangelegten Wassertests, wie es um die Einhaltung der Grenzwerte zu Glyphosat und anderen Pestiziden in deutschen Leitungswässern und in Mineralwässern bestellt ist. Das Ergebnis: Weder in Leitungswasser, noch in Mineralwasser wurde Glyphosat gefunden. Tatsächlich fanden sich jedoch in drei Mineralwässern Rückstände eines Hauptabbauprodukts von Glyphosat namens Ampa. Tests auf weitere gesundheitsgefährdende Metabolite und Pestizide zeigten Belastungen auf, wobei in keinem Wasser eine beunruhigend hohe Konzentration weiterer derartiger Stoffe zu finden war. Leset mehr zum Wassertest der Stiftung Warentest in unserem Artikel „Wassertest der Stiftung Warentest 2016: So gut ist unser Wasser wirklich!“.

Die Behörden gehen aktuell davon aus, dass dem Organismus bei einer maximalen Tagesdosis von bis zu 0,3 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht nicht geschadet wird. Beim zugelassenen Grenzwert für Glyphosat im Wasser, das von öffentlichen Versorgern zur Verfügung gestellt wird und der Trinkwasserverordnung entspricht, handelt es sich demnach um die Menge Glyphosat, die der menschliche Organismus ein Leben lang aufnehmen kann, ohne Schaden davon zu tragen – theoretisch. Aktuell sind diese Werte jedoch umstritten, da die genauen Auswirkungen von Glyphosat im Wasser sowie in Lebensmitteln auf den Körper noch nicht zur Gänze geklärt sind.

Gesetzliche Regelung für Glyphosat in Deutschland und der EU

Zunächst wurde die Entscheidung zu einem Glyphosat-Verbot in Deutschland bis 2017 aufgeschoben. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erklärt hierzu: „Der Wirkstoff Glyphosat wurde im Jahr 2001 mit qualifizierter mehrheitlicher Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten genehmigt. Diese Genehmigung wurde 2017 für fünf Jahre bis zum Dezember 2022 erneuert.“*

Die gesetzliche Regelung für Glyphosat in Deutschland ist eng an die Entscheidungen der EU gekoppelt. Diese EU-Kommission prüft derzeit den Wirkstoff erneut, um über eine Erneuerung der Genehmigung oder ein Verbot urteilen zu können. Noch bis mindestens Dezember 2022 ist der Gebrauch von Glyphosat in Deutschland somit erlaubt – jedoch nur unter bestimmten Bedingungen: „Seit dem Inkrafttreten der Fünften Verordnung zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung ist die Anwendung Glyphosat-haltiger Pflanzenschutzmittel nur zulässig, wenn nach den Umständen des Einzelfalles vorbeugende Maßnahmen, wie die Wahl einer geeigneten Fruchtfolge, eines geeigneten Aussaatzeitpunktes, mechanischer Maßnahmen im Bestand oder das Anlegen einer Pflugfurche, nicht durchgeführt werden können und andere technische Maßnahmen nicht geeignet oder zumutbar sind. Die Aufwandmenge, die Häufigkeit der Anwendung und die zu behandelnden Flächen sind auf das notwendige Maß zu beschränken.“*

Die EU-Kommission bezieht bei ihrer Prüfung „neue Untersuchungen und Forschungsergebnisse auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik ein. In dem Verfahren wird die EU-Kommission von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und von allen Mitgliedstaaten unterstützt. Im Herbst 2021 wurde auch die Öffentlichkeit im Rahmen einer Konsultation der EFSA mit einbezogen.“*

Alternativen für Glyphosat fehlen

Beim Verbot von Glyphosat ist noch etwas Weiteres zu bedenken: Es handelt sich bei dem Mittel um das international am meisten verwendete Herbizid, das allein in Deutschland auf etwa 40 Prozent aller Ackerflächen zur Anwendung kommt. Sollte sich das Glyphosatverbot durchsetzen, befürchten Experten, dass Landwirte in der Folge auf eine Mixtur verschiedener Herbizide ausweichen könnten, die in diesen Zusammenstellungen deutlich gefährlicher sein könnten als Glyphosat.

So äußert sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zu Glyphosat-Alternativen: „Alternativ können andere herbizide Pflanzenschutzmittel angewendet werden, die ggf. kombiniert werden müssen, um eine ähnliche Wirkung zu erzielen. Wenn keine Herbizide angewendet werden sollen oder dürfen, bleiben nur die mechanische (beispielsweise Mulchen, Pflügen, Eggen) oder die thermische Unkrautbekämpfung (durch Abflammen).
Die mechanischen Verfahren sind in der Wirkung vergleichbar, da sie den Pflanzenbewuchs für begrenzte Zeit vollständig von der Fläche entfernen, aber nicht nachhaltig wirken. Nicht-chemische Verfahren sind der Regel teurer und verbrauchen mehr Treibstoff, da beim Wenden des Bodens Kraft aufgewendet werden muss. Infolge einer Bodenbearbeitung ist die Gefahr des Bodenabtrags durch Wind und Wasser (Erosion) deutlich erhöht. Insbesondere auf erosionsgefährdeten Flächen ist es daher schwierig, Glyphosat zu ersetzen. Aufgrund des höheren Sauerstoffaustausches weisen infolge häufiger Bearbeitung intensiv gelockerte Böden i. d. R. einen geringeren Humusgehalt (verstärkter Abbau von Pflanzenresten) auf.“*

Vor allem Eltern und Brunnenbetreiber sollten ihr Wasser testen lassen!

Aufgrund der noch ungewissen Auswirkungen von Glyphosat im Trinkwasser auf die Entwicklung ungeborener Babys sowie die Gesundheit von Säuglingen und Kleinkindern sollten Eltern sowie Schwangere sichergehen, dass der Grenzwert für Glyphosat im Trinkwasser nicht überschritten wird. Auch für immungeschwächte Menschen ist die Analyse auf Glyphosat im Trinkwasser zu empfehlen. Trotzdem können auch für gesunde Menschen gesundheitliche Folgen nicht ausgeschlossen werden.

Glyphosat wird unter anderem mit Fruchtbarkeitsproblemen, Fehlbildungen von Embryos und einigen weiteren drastischen Auswirkungen auf die Gesundheit in Verbindung gebracht. Vor allem die möglicherweise krebserregende Wirkung steht dabei im Fokus. Um festzustellen, ob sich Glyphosat im Wasser befindet, kann ein einfacher Wassertest auf Pestizide durchgeführt werden, der selbstverständlich auch für Privathaushalte geeignet ist.

Besonders für Betreiber eigener Brunnen empfiehlt sich der Test auf Glyphosat im Wasser. Diese nutzen das unaufbereitete Grundwasser, in dem sich vor allem in ländlicheren Gegenden Pflanzenschutzmittel finden können.

Um Ihr Leitungswasser auf Pestizide testen zu lassen, bestellt einfach den IVARIO Pestizid Wassertest.

* https://www.bmel.de/SharedDocs/FAQs/DE/faq-glyphosat/FAQ-glyphosat_List.html, letzter Zugriff 05.10.2022.

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