Kaffeewasser: Das sollten Sie über das Wasser für die Kaffeezubereitung wissen

Eine frisch aufgebrühte Tasse Kaffee ist für viele der perfekte Start in den Tag, um am Morgen in die Gänge zu kommen. Doch die Zubereitung des koffeinhaltigen Heißgetränks ist gar nicht so einfach. Es muss so einiges beachtet werden, um unverfälschten Kaffeegeschmack in vollen Zügen genießen zu können. Besonders das Wasser, die Hauptzutat für Kaffee, darf auf keinen Fall vernachlässigt werden. Unsere Freunde von Rauwolf Coffee verraten Ihnen hier alles Wissenswerte über das Kaffeewasser.

Warum ist die Wasserqualität für den Kaffee so wichtig?

Eine Tasse Kaffee kann nur mit ausgezeichnetem Geschmack aufwarten, wenn die einzelnen Zutaten von hoher Qualität sind. Hier denken die meisten wahrscheinlich zuerst an die Kaffeebohnen selbst – die Sorte, der Mahlgrad und die Röstung müssen natürlich stimmen. Doch eine genauso entscheidende Rolle spielt Wasser für die Kaffeezubereitung.

Schließlich besteht das beliebte Genussgetränk zu über 90 % aus Wasser, das die wertvollen Aromen aus dem Kaffeemehl in die Tasse bringt. Da ist es alles andere als überraschend, dass die Qualität des koffeinhaltigen Heißgetränks zu einem großen Teil davon abhängt, welches Wasser für die Zubereitung verwendet wird. Einen bedeutenden Einfluss auf die Wasserqualität haben:

  • die Wasserhärte
  • der pH-Wert
  • die Frische

Welche Wasserhärte ist für die Kaffeezubereitung ideal?

Das Wasser aus der Leitung kann – je nach Region – entweder hart oder weich sein. Woran liegt das? Ganz einfach: Die Trinkwasserhärte wird durch den Anteil der enthaltenen Calcium- und Magnesiumionen bestimmt. Je höher dieser Kalkgehalt also ist, desto härter ist das Wasser. Die jeweilige Konzentration dieser Erdalkalimetalle im Wasser wird dabei in der Maßeinheit Grad deutscher Härte (° dH) angegeben.

In Deutschland gilt das Wasser bis zu einem Messwert von 8,4° dH als weich, von 8,4 ° dH bis 14° dH als mittel und ab 15° dH als hart. Die ideale Wasserhärte für die Kaffeezubereitung liegt zwischen 8 und 10° dH, während sich der pH-Wert möglichst zwischen 6,5 und 8 befinden sollte.

Weiches Wasser ist also ideal für das Aufbrühen einer wohlverdienten Tasse des Wachmachers. Zu weich oder gar zu hart sollte das Kaffeewasser hingegen auf keinen Fall sein.

Zu hartes Wasser

Wenn der Kaffee aus dem Vollautomat bitter schmeckt, kann sehr hartes Wasser der Grund dafür sein. Denn Wasser mit einem hohen Kalkgehalt wirkt sich nicht nur negativ auf den letztendlichen Geschmack des Kultgetränks aus, sondern auch auf das Kaffeezubehör. Wenn nämlich hartes Wasser erhitzt wird, dann setzt sich früher oder später ein gräulicher Belag in der Kaffeemaschine ab. Dieser bildet einen idealen Nährboden für Bakterien, die Siebträgermaschine, Vollautomat und Co. angreifen.

Außerdem neutralisiert ein zu hoher Härtegrad die geschmacksbildenden Kaffeesäuren, sodass das unverkennbare Aroma des koffeinhaltigen Heißgetränks verloren geht. Hartes Wasser löst also zu wenige Inhaltsstoffe aus dem Kaffeemehl, sodass sich ein unerwünschter eintöniger Geschmack in der Tasse breitmacht.

Zu weiches Wasser

Weiches Wasser ist zwar optimal für die Kaffeezubereitung geeignet, aber zu weich sollte es dann auch wieder nicht sein. Denn Wasser, das sich nur durch einen geringen Kalkgehalt auszeichnet, verhindert ebenfalls eine optimale Geschmacksentfaltung. Das weiche und gleichzeitig saure Wasser sorgt für eine verstärkte Auslösung der Kaffeeinhaltsstoffe.

Das Ergebnis: Die leicht säuerlichen Geschmackskomponenten des Kaffees treten zu sehr in den Vordergrund – das Heißgetränk schmeckt deshalb sauer und bitter. Somit ist zu weiches Wasser ebenfalls ungeeignet, um den Gaumen von Kaffeeliebhabern zu umschmeicheln.

Optimaler pH-Wert für den perfekten Kaffeegenuss

Neben der idealen Wasserhärte spielt auch der optimale pH-Wert eine entscheidende Rolle in Sachen unverfälschter Kaffeegeschmack. Beim pH-Wert handelt es sich um ein Maß, das die Konzentration der freien Wasserstoffionen (H) im Wasser angibt. Diese Ionen bestimmen, wie sauer oder basisch das Trinkwasser ist:

  • sauer: pH-Wert von 0-7
  • neutral: pH-Wert von 7
  • basisch: pH-Wert zwischen 7 und 14

Für die Kaffeezubereitung ist neutrales bis leicht basisches Wasser besonders gut geeignet. Zu basisches Wasser neutralisiert die im Kaffee enthaltenen Fruchtsäuren und unterdrückt somit die wertvollen Säurenuancen im Koffeingetränk. Zu saures Wasser hingegen verstärkt die natürliche, säuerliche Kaffeenote noch zusätzlich, sodass sich das Ergebnis in einem sauren Kaffeegeschmack zeigt.

Warum ist frisches Kaffeewasser entscheidend?

Für die Zubereitung einer Tasse voll bestem Kaffeegeschmack ist frisches Wasser ebenfalls eine wichtige Grundvoraussetzung. Wasser, das direkt aus der Leitung kommt, besitzt nämlich eine hervorragende Sauerstoffsättigung, die sich positiv auf den letztendlichen Kaffeegeschmack auswirkt. Abgestandenes Wasser hingegen entwickelt früher oder später einen abstoßenden Geschmack, der sich negativ im Kaffeearoma abzeichnet.

Tipp: Wasser im Fachlabor testen lassen

Selbst wenn sich das Trinkwasser in unseren Landen durch eine hervorragende Qualität auszeichnet, kann es dennoch vorkommen, dass verunreinigtes Wasser ins Glas bzw. den Kaffee gelangt. Die in Wasserleitungen sowie Armaturen häufig enthaltenen Schwermetalle lassen sich nicht abkochen und beeinträchtigen die Wasserqualität – Blei, Kupfer und Nickel trüben allzu häufig den unbeschwerten Trinkgenuss. IVARIO ® stellt bei etwa bei jeder vierten der jährlich mehr als 40.000 eingesandten Wasserproben von Privatkunden entsprechende Grenzwertüberschreitungen fest.

Wenn Sie die Wasserqualität in Ihrem Zuhause ermitteln möchten, können Sie bei IVARIO ® schnell und unkompliziert einen Wassertest in einem Fachlabor durchführen lassen. Dort werden Wasserproben mittels modernster Methoden untersucht, sodass Sie bei mangelnder Trinkwasserqualität entsprechende Gegenmaßnahmen setzen können, um in den Genuss von vollmundigem, unverfälschtem Kaffeegeschmack zu kommen.

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