Mineralstoffe im Leitungswasser – Wird der Körper durch Wasser aus dem Hahn ausreichend versorgt?

Mineralstoffe sind ein essenzieller Bestandteil für den menschlichen Körper, zumal diese nicht selbst von ihm hergestellt werden können. Falls diese fehlen oder über einen längeren Zeitraum nicht in ausreichender Menge über Nahrungsmittel aufgenommen werden, können sich Mangelerscheinungen einstellen. Mineralstoffe kommen dabei aber nicht nur in der Nahrung, sondern auch im Leitungswasser vor.

Wie viele Mineralstoffe braucht der Körper und welche sind im Trinkwasser enthalten?

Mineralstoffe sind lebenswichtige anorganische Verbindungen und werden in Mengen- und Spurenelemente unterteilt. Stoffe, die in unserem Körper in großer Menge vorhanden sind und die dieser ebenfalls in hoher Konzentration benötigt, nennt man Mengenelemente. Spurenelemente sind im Körper mit nur rund 50 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht vertreten. Nichtsdestotrotz sind auch diese essenziell für uns. Im Gegensatz zu Vitaminen sind Mineralstoffe zudem relativ unempfindlich. Während Vitamine beispielsweise schnell durch Hitze zerstört werden, ist dies bei Mineralstoffen nicht der Fall.

Mineralstoffe können auch durch Leitungswasser aufgenommen werden. Leitungswasser wird in Deutschland vor allem aus Grundwasser gewonnen. Wenn es regnet, versickert der größte Teil des Regenwassers im Boden. Es fließt dabei durch mehrere Erd- und Gesteinsschichten. In diesen Schichten reichert sich das Wasser mit Mineralstoffen an, bevor es in das Grundwasser gelangt. Wie hoch der Anteil der Spurenelemente ist, hängt dabei von der geologischen Zusammensetzung des Bodens ab. Deshalb gibt es beim Leitungswasser auch große regionale Unterschiede bezüglich des Mineralstoffgehalts.

Mineralstoffe im Leitungswasser

Magnesium: Magnesium wird für eine Vielzahl an Körperfunktionen benötigt. Dazu gehören beispielsweise die Aktivierung der Muskeln, Bildung von Proteinen und Übertragung von Nervensignalen. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zwischen 300 und 400 Milligramm.
Calcium: Calcium ist der Hauptbestandteil des menschlichen Skeletts. Er sorgt für dessen Stabilität. Ein normaler Erwachsener braucht zwischen 1000 und 1200 Milligramm Calcium am Tag.
Natrium: Natrium reguliert den Wasserhaushalt des Körpers. Es ist zudem ein Hauptbestandteil des menschlichen Schweißes, weshalb es gerade nach dem Sport oder bei schwerer körperlicher Arbeit wichtig ist. Die empfohlene Tagesdosis für einen Erwachsenen liegt bei 1500 Milligramm.
Kalium: Kalium brauchen hauptsächlich die Muskeln – vor allem der Herzmuskel. Zudem reguliert es ebenfalls den Wasserhaushalt. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Tagesdosis für Kalium liegt bei 4000 Milligramm.
Sulfat: Sulfat ist eine Schwefelverbindung, die ebenfalls natürlich im Erdreich vorkommt. Sie ist für die Verdauung sowie die Nägel und Haare von Bedeutung.
Eisen: Eisen zählt zu den Spurenelementen und ist für den Sauerstofftransport im Blut sowie die Blutbildung unerlässlich.

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Kann Trinkwasser den Tagesbedarf an Mineralstoffen abdecken?

Tatsächlich kann mann den Tagesbedarf an Mineralstoffen nicht allein durch Trinkwasser abdeckt. Eine Ausnahme stellen hier lediglich mit Mineralien angereicherte „Heilwasser“ dar, die es in Apotheken gibt. Das Leipziger Leitungswasser enthält beispielsweise pro Liter nur 72,2 Milligramm Calcium, 27,2 Milligramm Natrium, 14,5 Milligramm Magnesium und 5,3 Milligramm Kalium. Um seinen Tagesbedarf an Mineralstoffen abzudecken, muss sich ein Mensch daher ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Leitungswasser ist dennoch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und laut Stiftung Warentest erwiesenermaßen nährstoffreicher als Mineralwasser.

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