Sicheres Wasser beim Zahnarzt: Was sind eigentlich „RKI Richtlinien?“

RKI Richtlinien für Zahnarztpraxen

RKI Richtlinien: Schutz der Patienten und Hygiene im Allgemeinen sind für Zahnarztpraxen wichtige Themen. Das Robert Koch-Institut (RKI) als Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten mit Sitz in Berlin untersteht dem Bundesministerium für Gesundheit und fasst in der Empfehlung zur Infektionsprävention in der Zahnheilkunde dazu klare Empfehlungen zusammen. Alle wichtigen Informationen zum Thema und warum der Dental-Wassertest in den Hygieneplan einer Zahnarztpraxis einen festen Platz haben sollte:

Was sind RKI-Richtlinien für Zahnarztpraxen?

Dabei befassen sich die RKI Richtlinien unter anderem mit der Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis. Zahnärzte sind gemäß Sozialgesetzbuch dazu verpflichtet ein Qualitätsmanagement durchzuführen und Hygienestandards einzuhalten. Damit die überaus umfangreichen Vorgaben, nach denen sich Zahnarztpraxen richten müssen, leichter eingehalten werden, bietet ein Qualitätsmanagement die ideale Basis, um zu jeder Zeit die Sicherheit der Patienten und Angestellten zu gewährleisten.

Die Hygiene in der Zahnarztpraxis ist einer der wesentlichen Faktoren, welche die RKI Richtlinien beinhalten. Ein sehr komplexer Bestandteil der RKI Richtlinien für Zahnarztpraxen ist daher die Unbedenklichkeit des Wassers. Gemäß der Empfehlung des Robert Koch- Instituts sollte das Wasser in einer Zahnarztpraxis mindestens Trinkwasserqualität gemäß Trinkwasserverordnung entsprechen.

 

RKI Richtlinie für Zahnarztpraxen – Wasserhygiene beim Zahnarzt

Das Robert Koch Institut, kurz RKI, empfiehlt die regelmäßige Kontrolle des Wassers in der Zahnarztpraxis. Wasser wird hier in unterschiedlichster Weise genutzt. Es kommt zum Kühlen der Instrumente, aber auch zum Spülen des Mundraums oder beim Händewaschen zum Einsatz. Zahnärzte müssen hier, um den Hygieneanforderungen gerecht zu werden, ein besonderes Augenmerk auf die Unbedenklichkeit des verwendeten Wassers, sprich die Wasserhygiene, legen.

 

Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis: Deshalb ist sie so wichtig!

RKI Richtlinien für Zahnarztpraxis

Vor allem in Geräten und Schläuchen sammeln sich Keime und Bakterien

Das Wasser kann innerhalb der zahnärztlichen Geräte verunreinigt werden, wenn es retrograd kontaminiert wird. Auch in den Schläuchen der Dentaleinheiten haben Keime unter Umständen leichtes Spiel: Biofilme, die in diesen Schläuchen entstehen, bieten ideale Nährböden für die gefährlichen Erreger. Durch den vergleichsweise niedrigen Wasserdurchfluss in diesen Schläuchen sind Biofilme kaum zu vermeiden.

Dieses Wasser kommt während der zahnärztlichen Behandlung mit offenen Wunden in Berührung, wodurch Entzündungen entstehen können. Zudem ist es für den Patienten kaum zu vermeiden, Wasser während oder nach der Behandlung zu verschlucken, wodurch beispielsweise Darmerreger in den Organismus gelangen. Legionellen geraten außerdem über die Atemwege in den Körper.

 

Bakterien: Legionellen und andere Erreger in der Zahnarztpraxis

Ein Hauptproblem in Sachen Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis sind die oftmals sehr langen Schläuche, die zu den Dentaleinheiten führen. Hier sollte die regelmäßige Reinigung und Wartung sehr weit oben auf dem Hygieneplan stehen. Doch auch dann, wenn sowohl Zahnarzt als auch Mitarbeiter nach bestem Wissen und Gewissen handeln und höchstmögliche Hygienestandards zu halten, ist eine Verkeimung innerhalb von Schläuchen und Geräten nicht ausgeschlossen.

Im Wasser können sich verschiedenste, zum Teil sehr gefährliche Keime verbergen. Dazu zählen vor allem, Legionellen. Diese können, wenn sie über das Einatmen in die Atemwege geraten, zu schweren Erkrankungen führen. Gerade bei Zahnarzt ist diese Gefahr enorm hoch, weshalb ein Fokus der RKI-Richtlinien ganz klar darauf liegt, Legionellen im Wasser einer Zahnarztpraxis zügig zu erkennen. Weitere Erreger, die laut RKI-Richtlinien nicht im Wasser einer zahnärztlichen Praxis heimisch sein sollte, sind Keime der Gattung Pseudomonas aeruginosa. Dementsprechend empfiehlt das Robert-Koch-Institut die mindestens jährlich aufgefrischte Wasseranalyse des Trinkwassers, das aus sämtlichen Dentaleinheiten entnommen wird.

Wasseranalysen gemäß der RKI Richtlinien

Die Gefahrenquellen sind also vielseitig, so dass die RKI Richtlinien für Zahnarztpraxen entsprechende Wasseranalysen empfehlen. Diese Wassertests nach Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) sollten in regelmäßigen Abständen, idealer Weise einmal jährlich, durchgeführt und fest in den Hygieneplan einer zahnärztlichen Praxis aufgenommen werden. So lassen sich mögliche Verunreinigungen frühzeitig feststellen.

Die RKI Richtlinien beinhalten in der Empfehlung zur Infektionsprävention in der Zahnheilkunde die Parameter

  • Legionellen,
  • Pseudomonaden und die
  • Gesamtkeimzahl bei 36 °C.

 

Wie häufig muss das Wasser in einer Zahnarztpraxis kontrolliert werden?

Die Wassertests für Zahnarztpraxen sollten an jedem Behandlungsapparat durchgeführt werden. Empfohlen wird durch das RKI die jährliche Wiederholung der Wasseranalyse.

Der Wassertest für Zahnarztpraxen von IVARIO erfüllt die RKI Richtlinien in vollem Umfang und bietet so eine günstige und effektive Möglichkeit, auch engmaschige Kontrollen durchzuführen. Diese schützen nicht nur die Patienten, für deren Unversehrtheit der Praxisinhaber die Verantwortung trägt, sondern zudem das Wohlergehen des gesamten Zahnarztteams.

Die Proben für den Dental Wassertest können selbst entnommen und ins akkreditierte Fachlabor geschickt werden. Dort werden diese untersucht, so dass bei Auffälligkeiten direkt gehandelt werden kann. Mehr dazu erfahren Sie im IVARIO-Shop.

lesetip - ivarioLesetipp zum Thema: Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis

 

Was kostet ein Wassertest für Zahnarztpraxen und wie wird er durchgeführt?

Die Proben für den Dental Wassertest können selbst entnommen und ins akkreditierte Fachlabor geschickt werden. Dort werden diese untersucht, so dass bei Auffälligkeiten direkt gehandelt werden kann. Mehr dazu erfahren Sie im IVARIO-Shop.

Lesetipp zum Thema: Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis

 

Wassertest: Auch für andere Arztpraxen ein Thema!

Abgesehen von den Richtlinien, die das RKI speziell für Zahnarztpraxen empfiehlt, raten Experten dazu, das Leitungswasser in Arztpraxen allgemein auf seine Qualität zu kontrollieren. Dies gilt selbstverständlich vor allem für zahnärztliche Praxen, da hier am ehesten Wasser aus der Leitung getrunken wird und der direkte Kontakt des Patienten und der Angestellten am wahrscheinlichsten ist. Dennoch sollten Arztpraxen im allgemeinen sicher stellen, dass ihre Patienten und Mitarbeiter das Wasser bedenkenlos konsumieren können. Denn auch hier lauern die typischen Gefahren, die in jeder Trinkwasserinstallation möglich sind: Bleirohre, Kupferleitungen, veraltete Armaturen und vieles mehr kann zu Problemen mit der Wasserqualität führen. Empfohlen wird daher, in regelmäßigen Abständen einen Wassertest auf Schwermetalle und Bakterien im Allgemeinen durchzuführen. Dieser Kombi-Wassertest stellt sicher, dass vor allem in Altbauten und größeren Gebäuden keine Defizite in der Wasserqualität auftreten.

Mehr zu den Gefahren, die durch Schwermetalle und Bakterien im Wasser lauern können, erfahren Sie selbstverständlich hier im Magazin

 

Übrigens: Auch für Privathaushalte wird die regelmäßige Wasseranalyse empfohlen!

Nicht nur in Zahnarztpraxen, wo die Hygiene prinzipiell einen hohen Stellenwert einnimmt, ist die Wasserqualität ein wichtiges Thema. Auch und gerade zuhause, wo das eigene Leitungswasser häufig getrunken, zum Kochen, Putzen der der Körperhygiene verwendet wird, sollten keine Gefahren im Wasser lauern. Besonders gefährdet sind hier Babys und Kleinkinder sowie immungeschwächte Menschen. Hier können Schwermetalle und Keime im Wasser ein ernstzunehmendes Problem werden, das zügig erkannt und beseitigt werden muss. Langfristige Erkrankungen und Beschwerden sind keine Seltenheit, wenn das eigene Leitungswasser mit giftigen Schwermetallen belastet ist oder Bakterien mit dem Leitungswasser aufgenommen werden. Dass die Ursache im Leitungswasser zu finden sein könnte, ist den meisten Menschen kaum bewusst. Dies führt dazu, dass der Grund für gesundheitliche Beschwerden lange Zeit an der falschen Stelle gesucht wird und die Aufnahme der gefährlichen Stoffe über einen längeren Zeitraum noch gefährlicher wird.

Aus diesem Grund empfehlen Experten auch Privathaushalten, allen voran Familien mit Kindern, die regelmäßige Kontrolle ihres Wassers. Ganz besonders gilt dies, wenn es sich um ältere Gebäude handelt. Auch Bewohner von Einfamilienhäusern sollten über eine Wasseranalyse nachdenken, denn eine Kontrollpflicht besteht erst dann, wenn das Wasser an Dritte weitergegeben wird, etwa an Mieter in Mehrfamilienhäusern.

Mehr dazu erfahren Sie im Artikel „Warum eine Wasseranalyse durchgeführt werden sollte“ und in weiteren Artikeln hier im Magazin.

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