Wasser im Kühlschrank – Hygienefallen Kondenswasser und Eiswürfelspender

Kühlschranke gelten oft als wahres Paradies für Keime und Bakterien. Laut der University of California finden sich in Kühlschränken durchschnittlich mehr Keime als beispielsweise auf Toiletten. Nicht ohne Grund: Wird der Kühlschrank nur selten oder unzureichend gereinigt, schaffen Verbraucher ideale Bedingungen für Keime. Diese verbreiten sich zum Beispiel sehr schnell, wenn mann schimmelige Lebensmittel nicht zeitnah entsorgt. Doch auch Kondenswasser im Kühlschrank oder der integrierte Eiswürfelspender bieten Bakterien und Keimen beste Bedingungen, sich rasch zu vermehren. Allergien und Magen-Darm-Erkrankungen können die Folge der dauerhaften Keimbelastung sein.

Woher kommt Kondenswasser im Kühlschrank?

Als Hauptursache für Kondenswasser im Kühlschrank gelten neben einer unzureichenden Hygiene ein verunreinigter Abfluss sowie eine undichte Kühlschranktür. Bei einem ordnungsgemäß funktionierenden Kühlschrank läuft das Kondenswasser in einen dafür vorgesehenen Behälter ab. Ist die dahinführende Ablaufrinne mit Schmutz verstopft, läuft das Kondenswasser nicht mehr richtig ab und setzt sich im Kühlschrank ab. Die Ablaufrinne sollte deswegen regelmäßig mit einer kleinen Bürste gereinigt werden. Schafft die Reinigung dieser keine Besserung, ist die Kühlschranktür möglicherweise undicht. Bereits kleine, undichte Stellen lassen feuchte, warme Luft in das Innere des Kühlschranks eindringen und Kondenswasser entstehen. Nebst mangelnder Hygiene und Defekten am Kühlschrank sorgt auch eine zu hohe Betriebstemperatur für gute Lebensbedingungen für Bakterien und Co. Die Kühlschranktemperatur sollte bei etwa 7 °C liegen.

Der Eiswürfelspender als Hygienefalle

Mittlerweile besitzen viele Leute einen Kühlschrank mit integriertem Eiswürfelspender. Auch wenn auf Knopfdruck erhältliche Eiswürfel sehr verlockend sind, gilt es in Hinblick auf die Hygiene einiges zu beachten. Ist ein Eiswürfelspender in den Kühlschrank integriert, liegen zusätzliche Leitungen beziehungsweise Wasserbehälter vor. Eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion sind unabdingbar, da abgestandenes Wasser auch hier den idealen Nährboden für Bakterien bietet. Schlimmstenfalls breiten sich die Keime ungehindert aus. Sofern die Keimzahl dann schon besonders hoch ist, macht sich dies am muffigen Geschmack der Eiswürfel bemerkbar. Die Eiswürfel sollten mann dann entsorgen, um den Körper nicht mit Keimen zu belasten.

Kühlschrankkeimen vorbeugen: So gelingt es

Mit einigen Tipps bleibt der Kühlschrank von vornherein sauber und das Risiko einer erhöhten Bakterien- und Keimbelastung verringert sich bedeutend. So sollte man den Kühlschrank mindestens alle vier bis sechs Wochen ausräumen und reinigen. Besonders umweltschonend und günstig ist dabei der Einsatz von Essigwasser. Den Kühlschrank abzutauen, empfiehlt sich ein- bis zweimal jährlich. Des Weiteren sollten keine warmen oder gar heißen Lebensmittel in den Kühlschrank gestellt werden. Denn diese erhöhen nicht nur den Stromverbrauch, sondern begünstigen auch die Bildung von Kondenswasser. Verdorbene oder schimmelige Lebensmittel im Kühlschrank müssen sofort entsorgt werden und der Kühlschrank muss aufgrund der Schimmelsporen gereinigt werden. Generell ist es aus hygienischen Gründen wichtig, Flecken und Spritzer umgehend zu entfernen.

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