Woher kommt unser Trinkwasser? Statistisches Bundesamt klärt auf

Woher kommt unser Trinkwasser? Das Statistische Bundesamt klärt auf

Woher kommt unser Trinkwasser in Deutschland? Annähernd niemand macht sich wirklich Gedanken darüber, wie viel Wasser wir verbrauchen und wo es herkommt. Für die meisten Menschen kommt es schlussendlich schlicht und ergreifend aus dem Wasserhahn gesprudelt. Tatsächlich verbrauchen Haushalte und Kleingewerbe zusammen allein weit mehr als 3,5 Milliarden Kubikmeter Wasser im Jahr.

Demnach lag der Wasserbedarf je Einwohner in Deutschland in den vergangenen Jahren relativ konstant bei 121 Litern pro Tag. Diese 121 Liter werden zur Zubereitung von Essen, dem Waschen und Putzen sowie der Körperpflege verwendet. Doch woher kommt unser Trinkwasser?

 

Woher kommt unser Wasser?

Das Statistische Bundesamt führte eine dementsprechende Erhebung durch, die zeigte:

  • Mehr als die Hälfte unseres Trinkwassers (61 Prozent) wird durch Grundwasser gewonnen.
  • Aus Talsperren und Seen stammen etwa zwölf Prozent unseres Wassers.
  • Etwa acht bis neun Prozent unseres Trinkwassers stammt aus Quellwasser, angereichertem Grundwasser oder Uferfiltrat.
  • Aus Flüssen stammt nur etwa ein Prozent unseres Trinkwassers.

Grundwasser nimmt daher eine tragende Rolle bei der Beantwortung der Frage „Woher kommt unser Trinkwasser?“ ein.

 

Woher kommt unser Trinkwasser – doch vor allem: Wie bleibt es sauber?

Grundwasserverunreinigungen können uns demnach teuer zu stehen bekommen. In so fern warnt der Bundesverband Behälterschutz e. V. insbesondere Besitzer von Heizöltanks in jeglicher Form: Hier können bei unsachgemäßer Nutzung enorme Schäden entstehen. Schon eine kleine Menge Öl kann das Grundwasser auf lange Sicht verunreinigen. Daher gelten für alle Fachbetriebe, die mit der Arbeit an diesen Tanksystemen betraut werden, besonders hohe Qualitätsansprüche, die strikt einzuhalten sind. Damit das Grundwasser nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, werden vorbildliche Betriebe daher mit dem RAL-Gütezeichen Tankschutz und Tanktechnik ausgezeichnet.
 

Schadstoffbelastung des Grundwassers aufgrund mangelnder Fachkompetenz

Dass diese Auszeichnungen wichtig sind, zeigen weitere Zahlen, die das Statistische Bundesamt zusammengetragen hat: Unfälle während des Transports sowie der Handhabung der wassergefährdenden Stoffe sind ursächlich für die Freisetzung von jährlich etwa 9,3 Millionen Liter der wasserschädigenden Schadstoffe.

Zwar ist es generell möglich, diese Stoffe, allen voran Öl, aus dem Wasser zu entfernen, so dass die Qualitätsmerkmale des deutschen Trinkwassers wieder eingehalten werden. Doch dies ist mit enormem Aufwand verbunden – nicht zuletzt finanziell.

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