Die Gartensaison beginnt – jetzt Brunnenwasser kontrollieren lassen!

Brunnenwasser kontrollieren lassen

Brunnenwasser kontrollieren lassen – ist eine Wasseranalyse notwendig oder nicht? Diese Frage stellen sich viele Menschen gerade jetzt, wo der Frühling naht und damit die Gartensaison wieder eröffnet wird. Mit diesem Saisonstart werden auch die Wasseranschlüsse in den Gärten wieder aus dem Winterschlaf geholt, damit Arbeit und Spaß im heimischen Garten wieder beginnen können. Auch wenn vielen Menschen die Wasserqualität ihres Gartenwassers nicht so wichtig erscheint, ist es doch gerade bei Eigenversorgern deutlich wichtiger, das Brunnenwasser kontrollieren zu lassen, als sie denken. Das gilt auch dann, wenn das Wasser nicht im Haushalt sondern lediglich als Gebrauchswasser zum Gießen oder Füllen des Pools genutzt wird.

 

Brunnenwasser kontrollieren – nicht nur bei der Verwendung als Trinkwasser wichtig

Wird das Wasser als Trinkwasser verwendet, muss der Betreiber auch das Brunnenwasser kontrollieren lassen. Die Analyse auf bakterielle Verunreinigungen ist hier jährlich, der Test auf physikalische und chemische Parameter alle drei Jahre vorgesehen. Das Wasser muss dann, wenn es offiziell als Trinkwasser verwendet wird, also beispielsweise wenn es Mietern zur Verfügung gestellt wird, den Vorschriften der Trinkwasserverordnung entsprechen. Dazu zählt im Übrigen auch eine umfangreiche Erstuntersuchung vor der ersten Inbetriebnahme.

Um möglichen Verunreinigungen rechtzeitig vor der offiziellen Prüfung beheben zu können, ist es jedoch auch abseits dieser Untersuchungsintervalle sinnvoll, das Brunnenwasser kontrollieren zu lassen.

Auch wenn das selbstgewonnene Wasser nicht zum Trinken, sondern lediglich als Nutzwasser verwendet wird, sollten Gartenfreunde ihr Brunnenwasser kontrollieren lassen. Da das Wasser hier zwar, wie auch zu großen Teilen das Wasser von den öffentlichen Versorgern, aus Grundwasser gewonnen wird, sind Verunreinigungen unterschiedlicher Art möglich. Das Brunnenwasser kontrollieren zu lassen ist daher auch dann wichtig, wenn die Analysen nicht gesetzlich vorgeschrieben sind. Hauptproblem beim Brunnenwasser ist dabei oftmals Nitrat, das durch Überdüngung ins Grundwasser gelangt und somit ins Brunnenwasser gelangt. Brunnenstilllegungen aufgrund langanhaltend zu hoher Nitratwerte sind keine Seltenheit mehr. Neben Nitrat können sich jedoch noch einige weitere schädliche Stoffe im Brunnenwasser finden. Eine weitere große Gefahr sind zudem mikrobakterielle Verunreinigungen.

 

Brunnenwasser kontrollieren lassen – Bakterien können den Gartenspaß verderben

Brunnenwasser kontrollieren Gemüseanbau

Auch beim Gemüseanbau ist das Brunnenwasser kontrollieren angeraten

Ob zum Gießen von selbstgezogenem Gemüse oder um den Kinderpool zu füllen – Bakterien im Brunnenwasser sind ein enormes Problem. Selbstverständlich ist nicht jede Bakterien- oder Keimart gleichermaßen gefährlich. Doch verschiedene Erreger im Brunnenwasser können durchaus auch dann ein Risiko sein, wenn lediglich das Planschbecken gefüllt oder das Obst und Gemüse gewässert wird.

Ganz abgesehen von den gesetzlichen Pflichten, die das Brunnenwasser kontrollieren vor allem dann unausweichlich machen, wenn es als Trinkwasser verwendet wird, sollten Betreiber oder Nutzer ihr Wasser testen lassen. Hier empfiehlt sich vor allem die Wasseranalyse auf Keime und Bakterien. Gerade beim Planschen im Pool kommen wir mit dem Wasser in Berührung. Insbesondere wenn Kinder den Pool nutzen, ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass Brunnenwasser geschluckt wird. Keime im Brunnenwasser können hier zur Gefahr werden. Doch auch beim Gießen von selbstgezüchtetem Obst und Gemüse ist Vorsicht angebracht, damit die Pflanzen nicht mit Bakterien in Kontakt kommen und diese möglicherweise so in den Körper gelangen.

Vorsicht beim Brunnenwasser: Auch Nitrat ist ein großes Thema

Wie unterschiedlich die Belastungen des Brunnenwassers sein können, zeigt aktuell (Juli 2016) beispielsweise eine Untersuchung des VSR-Gewässerschutz in den Regionen Röbel und Waren. Hier wurde das Wasser aus 25 privaten Brunnen analysiert, woraufhin deutlich wurde, dass einige der Wasserproben stark mit Nitrat belastet sind. Mitunter wurde der laut Trinkwasserverordnung geltende Grenzwert für Nitrat, der bei 50 mg je Liter liegt, dramatisch überschritten: Bis zu 160 mg je Liter wurden in vereinzelten Proben nachgewiesen. Jede fünfte der untersuchten Brunnenwasserproben wie einen Nitratwert auf, der deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert liegt. Zum Trinken ist dieses Wasser somit nicht geeignet.

Brunnenwasser kontrollieren lassen, bevor es genutzt wird

Neben Bakterien und Nitrat können weitere Faktoren dazu beitragen, dass das Brunnenwasser nicht bedenkenlos getrunken werden kann. So können Schwermetalle, die sich beispielsweise bei älteren Bleirohren lösen können, immensen Schaden anrichten, wenn das Wasser konsumiert wird. Die Wartung und Sanierung der Brunnenanlage und sämtlicher wasserführender Rohrleitungen ist daher unumgänglich.

Sehr aktuell und heiß diskutiert ist außerdem die Belastung des Grunwassers durch Glyphosat. Das Herbizid steht im Verdacht, krebserregend auf den menschlichen Körper zu wirken. Mehr dazu erfahren Sie hier:

Bakterien und andere Belastungen des Wassers sind vor allem für Babys, Kleinkinder oder immungeschwächte Menschen eine Gefahr, die nicht unterschätzt werden sollte. Daher empfiehlt es sich, das Brunnenwasser kontrollieren zu lassen. Hierzu sind nur wenige Handgriffe nötig.

Erfahren Sie mehr zum Thema Brunnenwasser testen lassen, den Pflichten von Brunnenbetreibern und warum es so wichtig ist, das Brunnenwasser kontrollieren zu lassen.

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