Stiftung Warentest meldet: Zwei von drei Wasserhahn-Armaturen geben Schadstoffe ins Leitungswasser!

Häufige Gafahren beim Leitungswasser

Im Juli 2021 wurden 15 Küchenarmaturen von der Stiftung Warentest getestet. Das besorgniserregende Ergebnis: 10 davon gaben zu viele Schadstoffe ans Leitungswasser ab.

Getestet wurde auf verschiedene Metalle und Halbmetalle, wie Blei, Nickel und Arsen. Keine der getesteten Produkte wurden mit der Note „sehr gut“ bewertet. Zwei Armaturen fielen mit der Note „mangelhaft“ sogar durch den Test. Alle Übrigen wurden von „gut“ bis „befriedigend“ bewertet. Dass durch veraltete Leitungen die Qualität des Leitungswassers stark beeinträchtigt werden kann, ist bereits bei vielen bekannt. Doch auch gerade neu angebrachte Armaturen können viele Schadstoffe enthalten, auch nach Wochen der Nutzung. Was ist nun also bei Gebrauch Ihres Trinkwassers zu beachten? „Eine endgültige Klärung der Trink­wasser­qualität kann oft nur eine Analyse bringen.“, so Stiftung Warentest.

Welchen Einfluss hat eine Armatur auf die Qualität des Leitungswassers?

Grundsätzlich stellen die örtlichen Wasserversorgungswerke die Qualität unseres Leitungswassers sicher. Sie gewährleisten, dass die Grenzwerte für unser Trinkwasser eingehalten werden. Dies gilt allerdings nur bis zum jeweiligen Hausanschluss. Egal ob Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus, Mietwohnung oder Studentenheim – die Gefahren, die durch Schadstoffe in der hauseigenen Rohrinstallation und in den Armaturen entstehen, können gravierend sein. Die meisten Risikofaktoren innerhalb des Hausanschlusses sind auf fehlerhaft verbaute Materialien, Verunreinigungen oder nicht zertifizierte und verchromte Armaturen zurückzuführen. Die Schadstoffe, die also in den Leitungen und Armaturen festsitzen, gehen folglich direkt ins Leitungswasser und somit in unseren Organismus über, wenn wir das Wasser zum Trinken nutzen.

Was drin sein kann – Ab wann sind Schadstoffe besorgniserregend?

Die Stiftung Warentest prüfte in Ihrem Test weit verbreitete verchromte Armaturen. Es wurde das Stagnationswasser der Küchenarmaturen zu verschiedenen Zeitpunkten analysiert und auf die Metalle Blei, Kupfer und Nickel sowie auf die Halbmetalle Arsen, Antimon und Bismut getestet. Gerade wenn Schwangere, Babys, Kleinkinder oder Menschen mit Vorerkrankungen im Haushalt sind, ist Vorsicht geboten. Denn deren Organismus reagiert deutlich anfälliger auf etwaige Schadstoffe. Kupfer kann in höheren Mengen für Magen-Darm-Beschwerden sorgen, Nickel kann bei allergischen Menschen Hautreaktionen auslösen. Besonders gefährlich ist es aber, wenn Blei im Trinkwasser zu finden ist. Blei kann unter anderem die Entwicklung des Nervensystems hemmen und sollte daher so wenig wie möglich aufgenommen werden. Für alle Metalle gilt, dass strengstens der vorgegebene Grenzwert der Trinkwasserverordnung eingehalten werden sollte, um eine gesundheitliche Gefährdung ausschließen zu können. In den Analyseergebnissen kamen die Halbmetalle Antimon, Arsen und Bismut so gut wie gar nicht vor – diese können in der Regel Durchfall und Erbrechen auslösen. Auch konnte Kupfer weitestgehend ausgeschlossen werden. Anders sah es beim Blei- und Nickelgehalt aus. Dort lagen die Werte teilweise über den Grenzwerten. Erst bei der 12- und 16-Wochenprobe waren die Werte bei Blei und Nickel unbedenklich. Soweit die „Stichprobe“. Eine Wasseranalyse verrät Ihnen, ob Ihr Leitungswasser die Grenzwerte einhält.

Die richtige Armatur macht den Unterschied – worauf kommt es an?

Nickel kommt häufig aus der Chrom-Nickel-Schicht der Armatur. Wird bei verchromten Armaturen nicht sauber genug gearbeitet, ist Nickel nicht nur auf der Außenseite der Armatur wiederzufinden, sondern auch im Inneren und wird somit dann direkt ans Leitungswasser abgegeben. Blei kommt in der Regel durch das zugesetzte Messing an der Armatur vor. Durch Stiftung Warentest geht jedoch hervor, dass es keinen Zusammenhang zum Preis und zu den vorhandenen Schadstoffen gibt. Tatsächlich war die teuerste Armatur der Testsieger, jedoch wurde ein weiteres teures Markenprodukt auf den letzten Platz verbannt. Beim Neukauf einer Armatur sollten Sie daher darauf achten, dass das Produkt als Blei-und Nickelfrei ausgewiesen ist.

Auf Nummer sicher gehen: Was können Sie tun?

Stiftung Warenteste empfiehlt das Wasser ablaufen zu lassen, bevor man es trinkt. Wer jedoch im eigenen Zuhause noch sicherer sein möchte, dem empfehlen wir eine Trinkwasseranalyse durchzuführen. Mit unserem Kombi-Trinkwassertest (19 Prüfwerte) sind Sie auf der sicheren Seite. Dieser testet auf die gängigsten Schwermetalle, wie Blei, Kupfer und Nickel sowie auf Mineralstoffe und Härtebildner, stickstoffhaltige Verbindungen, die Leitfähigkeit und auf den pH-Wert. Unser Plus-Trinkwassertest testet mit 32 Prüfwerten auf weitere Schwermetalle und stickstoffhaltige Verbindungen. Für eine Komplettuntersuchung raten wir Ihnen zu unserer Wasseranalyse Premium. Diese testet zusätzlich auf Legionellen, Krankheitserreger und mikrobiologische Belastungen.

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2 Kommentare

  1. Petar

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