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Zinn im Trinkwasser

Was ist Zinn?

Zinn ist als silberweißes, weiches Schwermetall Bestandteil von Mineralien. Das häufigste Zinnerz ist neben Stannit (Zinnkies) das Kassiterit (Zinnstein). In den Zinnlagerstätten finden sich oft auch noch andere Bodenschätze wie Arsen, Wolfram, Bismut, Silber, Zink, Kupfer und Lithium. Die weltweit größte, gegenwärtig unerschlossene Lagerstätte erstreckt sich im sächsischen Erzgebirge. 
Bemerkenswert ist das charakteristische Geräusch, das reines Zinn beim Verbiegen macht. Das sogenannte Zinngeschrei entsteht durch die Reibung der Kristallite. 
Die schützende Oxidschicht, die Zinn überzieht, ist ähnlich der von Titan.
Wird Zinn bei der metallurgische Herstellung von Bronze (Legierung mit 60% Kupfer) verarbeitet, spricht man von Zinnbronze. Für den Glockenguss wird beispielsweise Glockenbronze mit einem Zinn-Gehalt von rund 20% benötigt. Von der Antike bis zum Mittelalter verbreitete sich der Werkstoff durch den globalen Handel stark. Nach einem Niedergang blühte die Produktion im Mittelalter wieder auf. Von den Zinngießern der Handwerkszünfte wurden zahlreich Gebrauchs- und Ziergegenstände (z. Bsp. Becher, Krüge, Geschirr, Zinnfiguren) hergestellt. Neben dem Zinngießer gab es traditionell auch das Wandergewerbe des Zinnputzers. Dessen Aufgabe war die Reinigung der angelaufenen (oxidierten) Haushaltsgegenstände mittels Zinnkraut, dem Ackerschachtelhalm. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts – mit der industriellen Fertigung des Weißblechs - wurden u.a. Lebensmittel in den verzinnten Eisenblechen, den Konservendosen oder Tuben, gehandelt. Argentin und Stanniol sind ältere Bezeichnungen für die dünn ausgewalzten und zu „Silberpapier“ oder Lametta verarbeiteten Zinnfolien.
Auch heute ist Zinn gefragter Legierungsbestandteil – das „Nordische Gold“ ist die Legierung der Fünfzig-, Zwanzig- und Zehn-Cent Euromünzen. Sie besteht aus 89% Kupfer, 5% Aluminium, 5% Zink und 1% Zinn und gehört damit zu den Messinglegierungen. Weitere Einsatzgebiete von Legierungen mit Zinnanteil sind elektronische Baugruppen für die Medizin- und Sicherheitstechnik, Messgeräte und die  Luft- u. Raumfahrt. Zinn(II)fluorid wird Zahnpasta beigemengt. Zinndioxid findet sich im Amalgam der Zahnfüllungen. Die organischen Zinnverbindungen in Fungiziden, Holzschutz- und Desinfektionsmitteln sind giftig. Etwa dreiviertel des Aufkommens an Organozinnverbindungen (OZV) wird als PVC-Stabilisatoren weiterverarbeitet.

Wie gelangt Zinn ins Trinkwasser?

Die Auslösung des Metalls aus Mineralien ist sehr gering. Zinn und seine Verbindungen gelangen hauptsächlich durch den Menschen in den Wasserkreislauf, zum Beispiel durch Abwässer der Elektroindustrie oder ungesicherte Müllverbrennungsanlagen.

Wie wirkt Zinn auf den menschlichen Körper?

Elementares, metallisches Zinn ist ungiftig. Es ist eventuell ein essentielles Spurenelement. Die tägliche Aufnahme liegt bei circa 0,2 mg aus der Nahrung, zusätzlich können noch minimale Anteile aus den  Konservenbüchsen der verzehrten Nahrung dazukommen. Zinnkonzentrationen bis zu 300 ppm werden vom Organismus gut toleriert, teilweise absorbiert bzw. ausgeschieden. 
Vergiftungserscheinungen durch Überschuss sind Erbrechen und Durchfall, Zinnmangel zeigt sich – nach literarische Quellen - durch Appetitlosigkeit, Haarausfall und Akne.
Die meisten Verbindungen sind wenig, einige aber stark toxisch. Dazu zählen die Zinnorganyle Trialkyl und Triphenylzinn, die in maritimen Anstrichfarben (Anti-Fouling-Farben)  eingesetzt wurden. Das Biozid TBT hielt Schiffsrümpfe frei von Mikroorganismen, aber sorgte zugleich für bedenkliche Giftkonzentrationen im Meerwasser. Es wurde aufgrund der Umweltverschmutzung in der EU 2003 verboten. Der Einsatz der Fungizide in der europäischen Agrarwirtschaft ist schon seit 1998 nicht mehr erlaubt. Andere dieser schädlichen Zinnverbindungen erhielten 2010 und 2012 ein Verbot. 
Im allgemeinen Hausstaub und Werft-Sedimenten sind Einträge nachweisbar. Die gesundheitsschädigenden Auswirkungen sind in verschiedenen Organen (Niere, Leber, Milz, Blase) und dem Zentralen Nervensystem zu belegen. Die maximale Arbeitsplatzkonzentration der Atemluft (MAK-Wert) für anorganische Verbindungen beträgt 2 mg/m3, bei organischen bei 0,1 mg/m3.  

Trinkwasser durch Zinn belastet: Was tun?

Weder in der alten Trinkwasserverordnung von 1990  noch in der aktuellen Verordnung 2001 ist der Parameter Zinn vertreten. Somit ist auch kein relevanter Grenzwert festgelegt. 
Auftretende unerwünschte Zinneinträge im Rohwasser können bei der Wasseraufbereitung der Stadtwerke mit Hilfe von Ionenaustauschern partikulär beseitigt werden. 
Seit des Inkrafttretens der TrinkwV im Jahre 2003 sind nicht mehr allein die Wasserversorgungsunternehmen, sondern ebenfalls Fachplaner, das Installationshandwerk und die Hauseigentümer in der Pflicht.
Bei der Materialwahl für Leitungsanlagen greift man – unter Beachtung der DIN 50930 Teil 6 (Beeinflussung metallischer Werkstoffe auf die Trinkwasserparameter) - oft auf Kupferrohr zurück. Zur Verbesserung der Eigenschaften und zum Schutz vor pH-Werten des Wassers unter 7,4 werden die Kupferrohre im Innern verzinnt. Dadurch wird die Korrosion in den Kupferrohren verringert und die Auslösung des Kupfers in das Trinkwasser unterdrückt.

Zinngehalt testen lassen

Die Wasserwerke garantieren erstklassige Wasserqualität gemäß der TrinkwV bis zum Hausanschluss. Das hygienisch einwandfreie und unbelastete Trinkwasser passiert danach die Trinkwasserinstallationen des Hauses bis zum Wasserhahn. Zinn spielt im Trinkwasser kaum eine Rolle. Aber verschiedene andere Metalle (Blei, Zink, Kupfer, Nickel, Chrom, Eisen), große Wasserhärte, Legionellen und andere Keime können dabei die Wasserleitungen schädigen, das Leitungswasser belasten und sogar die Gesundheit gefährden. 
Mit einem Wassertest lassen sich mögliche Schadstoffbelastungen aufdecken. Brunnenbesitzer sollten regelmäßig die Nitrat- und Phosphatwerte ihres Brunnenwassers testen lassen. 
Ob das eigene Wasser tatsächlich Lebensmittelqualität besitzt, ist durch eine Wasseranalyse sicher festzustellen. Das anerkannte Testlabor übermittelt Ihnen anschaulich die Daten Ihres Wassers.

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