Trinkwasserqualität in den USA

Trinkwasserqualität in den USA news - belastetes Trinkwasser in den USA

 

Trinkwasserqualität in den USA: Nach Affäre um Trinkwasser in Flint weitere Gemeinde betroffen.

Wie es zum Teil um die Trinkwasserqualität in den USA bestellt ist, zeigt nicht nur die Affäre um das Trinkwasser in Flint. Akut kommt ein weiterer Fall ähnlichem Ausmaßes ans Licht, der die Trinkwasserqualität in den USA betrifft. Auch hier handelt es sich um schwere Belastungen des Wassers durch Blei. Der Ort Sebring im mittleren Westen der USA muss sich momentan mit ähnlichen Problemen auseinander setzen wie die Gemeinde Flint. In Sebring blieben auf Anordnung der zuständigen Umweltschutzbehörde des Staats Ohio, kurz OEPA, am Montag alle Schulen des Ortes geschlossen. Der Grund: Wasseranalysen zeigten in einigen Häusern sowie einer Schule eine gefährliche Belastung durch Blei im Trinkwasser.

Diese Gefahr soll, so die Behörde, lange Zeit von der Gemeindeverwaltung verschwiegen worden sein. Selbst der Vorwurf der Fälschung vorangegangener Trinkwasseranalysen steht im Raum. Demnach sollen während Kontrolluntersuchungen bereits auffällige Bleiwerte gemessen worden sein. Der zuständige Kontrolleur jedoch stieß, den bisherigen Informationen zu folge, auf taube Ohren, wenn es um die notwendigen sofortigen Gegenmaßnahmen ging. Diese hätte der Verantwortliche Leiter der hiesigen Kläranlage unverzüglich einleiten müssen. Die OEPA wiederum erließ Anfang Dezember eine Warnung vor der Verunreinigung des Trinkwassers, die jedoch nicht bei den Bewohnern der Stadt ankam.

Während der Leiter der örtlichen Kläranlage mit einem Verfahren sowie einer möglichen Kündigung rechnen muss, wurden Frauen und Kindern des Ortes kostenlose Bluttests angeboten, um das Ausmaß der Belastung feststellen zu können. Zugleich verteilt die Gemeinde aktuell Trinkwasser in Flaschen sowie Wasserfilter an die Haushalte. Die Umweltschutzbehörde ist indes damit betraut, die Bleibelastung, die auch hier auf veraltete Wasserohre aus Blei zurück zu führen ist, zu reduzieren.

Blei im Leitungswasser – vor allem für Babys eine Gefahr

Trinkwasserqualität in den USA - Gefahr für Babys durch Blei

Blei im Trinkwasser ist vor allem für Babys eine Gefahr

Gerade für Babys und Kleinkinder sind derartige Belastungen des Wassers besonders gefährlich. Während der Affäre um das Trinkwasser in Flint zeigten sich hier bereits erste gesundheitliche Auffälligkeiten. In wie weit die Kinder und erwachsenen Einwohner der Stadt Sebring bereits unter Symptomen leiden, ist aktuell nicht bekannt. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass auch hier bereits Beschwerden auftraten, die schlichtweg nicht mit der möglichen Verunreinigung des Wassers in Sebring in Verbindung gebracht wurden.

Blei im Leitungswasser für Babys und Kleinkinder hat vor allem langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit. So sind Folgeerscheinungen wie die eingeschränkte Intelligenzbildung bei Kindern sowie beispielsweise Probleme organischer Art möglich.

Trinkwasserqualität in den USA: Sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit

Im Gegensatz zu den sich zumindest aktuell häufenden Fällen von belastetem Trinkwasser in Amerika verfügt Deutschland über standardmäßig hochwertiges Trinkwasser. Eine Selbstverständlichkeit ist dies nicht. Viele Länder und gar Kontinente verfügen über zu wenig und/oder stark verschmutztes Wasser, das einer deutschen Untersuchung und den hier geltenden Grenzwerten niemals standhalten könnte. Deutsche Bürger schätzen sich daher zurecht glücklich, sich auf die Qualität des von den Wasserwerken gelieferten Trinkwassers verlassen zu können. Denn bis auf wenige und in aller Regel nur kurzfristige Belastungen, geht vom deutschen Trinkwasser normalerweise keinerlei Gefahr aus.

ivario news achtungDoch Achtung: Ausgeschlossen ist die Verunreinigung des Trinkwassers, das wir schlussendlich aus dem Hahn zapfen, trotzdem nicht. Ähnlich wie bei der Trinkwasserqualität in den USA wirkt auch bei uns nicht allein die Aufbereitung durch die Wasserversorger auf die Qualität ein: Die Wasserversorger garantieren die Qualität des Trinkwassers nur bis zum jeweiligen Übergabepunkt, also beispielsweise der Wasseruhr. Verunreinigungen und Belastungen durch Keime, Bakterien oder auch Schwermetalle fallen ab hier nicht mehr in die Zuständigkeit der Wasserversorger, sondern müssen von Hauseigentümern erkannt und behoben werden. Alte Rohre sind dabei nur einer der möglichen Auslöser für die Verunreinigung unseres Leitungswassers.

Mehr dazu lesen Sie hier im Trinkwasser-Magazin.

 

lesetipp trinkwasseranalyseLesetipp: Unsere Zusammenfassung zum Trinkwasser in Flint finden Sie hier.

 

 

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