Warmes Leitungswasser trinken – gesund oder ungesund?

Ist warmes Leitungswasser trinken gesund?

Warmes Leitungswasser trinken soll gesund sein. Das sagen Gesundheitsexperten und gerade in asiatischen Regionen ist warmes Leitungswasser sehr beliebt. Andererseits wird jedoch auch davor gewarnt, warmes Leitungswasser zu konsumieren.

Beide Aussagen entsprechen der Wahrheit, doch warum ist das so und was bedeutet das nun für den leidenschaftlichen Wassertrinker? Ist warmes Leitungswasser gefährlich oder doch gesund? Warum ist ein Wassertest so wichtig? Wir klären auf und haben Pro und Contra zum Thema „Warmes Leitungswasser trinken“ gegenüber gestellt sowie einen idealen Mittelweg gefunden.

Warum kann warmes Leitungswasser trinken gefährlich sein?

Expertenstimmen zum grundsätzlichen Genuss des Leitungswassers:
Das Umweltbundesamt sagt dazu, dass das Trinkwasser aus der Leitung bedenkenlos getrunken werden kann, sofern es „frisch und kühl“ aus dem Hahn fließt. Erscheint es trotz kalter Temperatureinstellung warm, sollte es solange ablaufen, bis kühles Wasser nachfließt. Vermieden werden soll so vor allem eine Verminderungen der Qualität durch lange Standzeiten im Leitungswassersystem. Da Belastungen im eigenen Trinkwassersystem jedoch nie ausgeschlossen sind, empfehlen Experten das regelmäßige Testen des Wassers, vor allem wenn Babys oder Kleinkinder im Haushalt leben.

Warmes Wasser ist nur bedingt zu empfehlen:

Das Umweltbundesamt empfiehlt nur bedingt, warmes Leitungswasser zu trinken. Der Hintergrund:

  • Um eine entsprechende Temperatur zu erreichen, wird das Wasser erhitzt. Damit einher geht die Vermeidung von Legionellenbildung, da die Bakterien bei entsprechend großer Wärme des Wassers absterben. Diese Erhitzung des Wassers schützt uns also vor einer Legionelleninfektion. Voraussetzung hierfür ist, dass das Wasser entsprechend hohe Temperaturen erreicht.

Zugleich hat diese Sicherheitsvorkehrung jedoch auch einen Haken:

  • Die Warnung des Amtes vor dem Genuss von warmem Leitungswasser beruht auf der möglichen Belastung durch Schwermetalle.
    Warmes Wasser legt längere Zirkulationszeiten und -strecken im Warmwassersystem zurück. Diese Zirkulationszeit ist wichtig, um zu garantieren, dass das Wasser in angemessener Temperatur aus dem Hahn fließt. Durch die lange Verweildauer des Wassers in den Rohren und die hohen Temperaturen können sich giftige Stoffe aus dem Leitungsmaterial lösen – darunter Blei oder Kupfer.

Diese können vor allem über einen längeren Zeitraum enorme gesundheitliche Beschwerden hervorrufen.

Zusammengefasst: Ist heißes Wasser trinken gesund?
Warmes Leitungswasser trinken und und auch im Haushalt zu verwenden kann vor einer Legionelleninfektion schützen, da dank hoher Temperaturen zumindest die Legionellenbildung im Rohrsystem eingedämmt wird. Jedoch können zugleich andere Stoffe zur Gefahr werden, die sich aus den Leitungen lösen.

 

Doch warum sind andere Experten davon überzeugt, dass warmes Leitungswasser trinken gesund ist?

Weil sie im Grunde Recht haben. Warmes Wasser zu trinken entspricht im Prinzip am ehesten dem menschlichen Naturell. Es enthält alle wichtigen Nährstoffe und versorgt den Körper mit dem essenziellen Element: Wasser. Leitungswasser bietet daher alles, was ein gesunder Organismus benötigt.

Doch warum warmes Leitungswasser trinken? Die Temperatur spielt dabei ebenso eine Rolle: Trinken wir zu heißes oder kaltes Wasser, bringen wir unseren Organismus mehr oder weniger in Turbulenzen: Magen, Darm und Kreislauf müssen Energie aufbringen, um die getrunkene Flüssigkeit der Körpertemperatur anzupassen. Unter Umständen wird hier mehr Energie verbraucht, als aufgenommen wird. Folgerichtig ist warmes Leitungswasser das aus gesundheitlicher Sicht ideale Getränk.

 

Pro und contra „Warmes Leitungswasser trinken“ – was überwiegt denn nun?

Sämtliche Argumente für oder gegen das Trinken von warmem Leitungswasser besitzen stichhaltige Hintergründe. Hier zu entscheiden, welche Argumente nun effektiv greifen, ist demnach nicht einfach. Ein Kompromiss bringt jedoch die ideale Lösung:

Um die Contra-Argumente auszuräumen und weiterhin warmes Leitungswasser trinken zu können, ist kein großer Aufwand notwendig: Ein einfacher Wassertest gibt schnell Aufschluss darüber, ob das eigene Leitungswasser in irgendeiner Form belastet ist. Die Möglichkeiten sind hier umfassend, so dass sämtliche Bedenken ausgeräumt werden können.

Ein Legionellentest für Privathaushalte zeigt beispielsweise schnell auf, ob die gefährlichen Bakterien im eigenen Leitungswassersystem vorkommen. Regelmäßig durchgeführt ist diese Gefahr demnach schnell gebannt oder ein Legionellen-Vorkommen zügig zu beheben.

Neben Legionellen können sich auch andere Bakterienarten im Wasser finden. Diese sind ebenso anhand eines einfachen Wassertests zu ermitteln oder auszuschließen.

Wasseranalysen auf Blei, Kupfer oder andere Schwermetalle geben zusätzlich die Sicherheit, dass sich im Wasser keine giftigen Stoffe befinden oder geben Hinweise darauf, ob die Leitungen einer Wartung oder Sanierung bedürfen.

Sind diese möglichen Gefahrenquellen ausgeschlossen, bietet das Wasser aus der Leitung eine überaus gesunde, naturnahe und günstige Möglichkeit, sich gesund zu ernähren. Gerade dann, wenn Babys, Kleinkinder oder immungeschwächte Personen das Wasser konsumieren, sollte auf diese Wasseranalysen nicht verzichtet werden, damit das Wasser als ältestes Nahrungsmittel dem Organismus gut tun kann.

lesetip - ivarioLesen Sie mehr zu den angesprochenen Gefahren im Wasser in unserem Magazin, beispielsweise in folgenden Lesetipps:

 

Was tun, wenn heißes Leitungswasser komisch riecht?

Unter Umständen ist es durchaus möglich, dass warmes Leitungswasser einen merkwürdigen Geruch aufweist. Hier sind Verbraucher verunsichert: Woher kommt der komische Geruch beim Leitungswasser? Und warum ist vielleicht sogar nur das warme Leitungswasser betroffen? Kann man warmes Leitungswasser trinken, wenn es komisch riecht?

Wenn Leitungswasser komisch riecht, ist dies meist auf die Materialien der verbauten Wasserleitungen zurück zu führen. Möglich ist auch, dass das Wasser nach Chlor riecht und den typischen „Schwimmbadgeruch“ aufweist. Ist dies der Fall, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Wasserversorger die Desinfektion des Wassers beabsichtigen, indem sie dem Trinkwasser Chlor in ungefährlichen Konzentrationen zusetzen. Selbstverständlich werden auch hier die Grenzwerte, die für Chlor in der Trinkwasserverordnung festgelegt sind, eingehalten. Diese Desinfektion dient dazu, bakterielle Belastungen des Wassers zu tilgen und schadet dem Verbraucher nicht. Denn die Chlorbelastung hält nur kurzfristig an. Allerdings nehmen nicht nur „feine Nasen“ den typischen Chlorgeruch wahr. In manchen Fällen kann der Geruch durchaus unangenehm sein. Hier lohnt sich ein Anruf beim heimischen Wasserversorger, um abzuklären, wie lange dieser Geruch noch anhalten wird.

lesetip - ivarioLesen Sie mehr zum Thema Chlor im Wasser hier im Magazin!

 

Wenn warmes Wasser komisch riecht: Rohrmaterialen können der Grund sein

Die verbauten Materialien bei Wasserleitungen können unter Umständen ebenfalls zu einem auffälligen Geruch oder merkwürdigen Geschmack führen. Dies fällt insbesondere beim Warmwasser auf, da sich durch die Erhitzung des Wassers eher Materialien ablösen, als beim Durchspülen der Leitungen mit kaltem Wasser. Tritt ein solcher unangenehmer Geruch auf, sollte neben einer Prüfung der Wasserqualität auch der Rat eines Fachmannes eingeholt werden, um die Ursache zügig feststellen und gegebenenfalls beseitigen zu können. Durchaus möglich ist auch, dass sich Mikrofilme und Ablagerungen in den Leitungen finden. Hier können auch neuere Materialien und Leitungen betroffen sein. Dies bedeutet eine besondere Gefahr für die Gesundheit, da sich hier Keime und Bakterien besonders wohlfühlen und zügig vermehren können. Vor allem die Warmwasserleitungen sind hier betroffen, da sich hier die perfekten Temperaturen zur Vermehrung von Bakterien finden.

 

Leitungswasser kann mehr, als nur ein „geschmackloser Durstlöscher“ zu sein!

Limonaden und Säfte sind eine gern genommene Alternative zum Trinkwasser, um durch die verschiedenen Geschmacksrichtungen eine gewisse Abwechslung zu schaffen. Nicht selten geben Verbraucher an, häufiger zur Limo zu greifen, weil ihnen Leitungswasser an sich schlichtweg zu „langweilig schmeckt“. Das muss allerdings nicht sein! Denn auch wenn Limo und Säfte nicht automatisch der Gesundheit großen Schaden zufügen, ist Wasser nach wie vor das gesündeste Nahrungsmittel, wenn die Qualität stimmt. Langeweile ist hier kein Muss, denn auch wer Leitungswasser bevorzugt, kann für Abwechslung sorgen.

Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Vom Zitronenwasser bis hin zur selbstgemachten Limonade ist für jeden das ideale Rezept dabei und dem Einfallsreichtum sind hier kaum Grenzen gesetzt. Tee, ob warm oder kalt, sowie verschiedene Zusätze machen aus dem sehr anpassungsfähigen Leitungswasser ein Geschmackserlebnis. Vor allem frische Früchte wie Zitronen, Limetten oder Erdbeeren sowie Minze oder auch Honig machen aus Wasser ein erfrischendes und zugleich gesundes Getränk.

Wassersprudler SodaStreamTipp: Auf Kohlensäure müssen Sie nicht verzichten! Wassersprudler, beispielsweise der von uns empfohlene SodaStream Crystal, sorgen mit wenig Aufwand für das erfrischende Sprudeln Ihres Leitungswassers!

 

lesetip - ivarioLesen Sie mehr zum SodaStream Crystal hier im Magazin!

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar