LEITUNGSWASSER FÜRS BABY? INFOS FÜR ELTERN

Leitungswasser fürs Baby? Das Wasser abkochen? Oder doch lieber das kostspielige Babywasser aus dem Laden verwenden? Einige der häufigsten Fragen, mit denen Sie sich an uns wenden, drehen sich um das Thema Leitungswasser fürs Baby und warum ein Wassertest für Verbraucher von Experten empfohlen wird.
Eltern sind hier zurecht unsicher, denn vor allem in den ersten Wochen und Monaten sowie in der Schwangerschaft müssen Babys besonders geschützt werden. Die Verwirrung ist groß: Abkochen trotz hoher Trinkwasserqualität in Deutschland? Oder Mineralwasser aus der Flasche verwenden? Unter welchen Umständen ist das Leitungswasser fürs Baby wirklich gefährlich? Wir schaffen etwas Klarheit und haben einige der dringendsten Fragen unserer Kunden und Leser aufgegriffen.

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Ganz generell: Ist Leitungswasser für Babys geeignet?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Generell ist das Leitungswasser, das in Deutschland an die Haushalte verteilt wird, nicht schädlich. Es wird entsprechend der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) aufbereitet. Doch es gibt ein „aber“: Die Trinkwasserversorger sind nur bis zum Hausanschluss für die Qualität des Wassers verantwortlich! Das bedeutet, dass das Wasser durch die hausinterne Wasserinstallation durchaus mit verschiedensten schädlichen Stoffen und Bakterien belastet werden kann. Datenerhebungen bestätigen: Die meisten Verunreinigungen finden erst im Leitungswassersystem des eigenen Wohnhauses statt. Sicherheit gibt es hier nur dann, wenn eine Wasseranalyse durchgeführt wird, die im IVARIO-Shop erhältlich ist. Ein spezieller Wassertest für Familien analysiert das Wasser, das schlussendlich aus dem Hahn läuft. Erst mit den Ergebnissen dieses Tests, der regelmäßig erfolgen sollte, kann Leitungswasser fürs Baby wirklich als nachgewiesen ungefährlich gelten. Gleiches gilt im Übrigen, wenn Leitungswasser für Schwangere entsprechende Qualität haben soll – denn auch hier liegen die Themen Wasserqualität und Gesundheit nah beieinander.

Zum Einstieg befassen wir uns mit den Gefahren, die speziell für Ihr Baby im Leitungswasser lauern können. Wir stellen uns den Fragen, wie diese aussehen und welche Beschwerden möglicherweise auf diese Verunreinigungen zurückzuführen sind.
Die Gefahr aus dem Wasserhahn: Diese Faktoren gefährden die Gesundheit Ihres Kindes
– Schwermetalle
– Bakterien

Schwermetalle

Generell eignet sich Leitungswasser für Babys – ob zur Nahrungszubereitung oder zur Hygiene. Die Trinkwasserverordnung regelt, dass ausnahmslos unbedenkliches Wasser an die Haushalte ausgeliefert wird. Jedoch ist dies keine Garantie dafür, dass wir unser Wasser unbeschadet trinken können. Im Inneren unserer Rohrleitungen kann das Wasser stark verunreinigt werden. Vor allem das empfindliche Immunsystem und der noch im Wachstum befindliche Organismus von Babys und Kleinkindern läuft Gefahr, im schlimmsten Fall sogar langfristig einen Schaden zu nehmen. Besonders häufig ist die Belastung des Wassers durch Schwermetalle wie Blei oder Kupfer. Veraltete Leitungen sowie Armaturen können diese für das menschliche Auge unsichtbare Gefahr auslösen.

Die sogenannte Blut-Hirnschranke ist bei ungeborenen Kindern sowie bei Babys und Kleinkindern noch nicht gänzlich ausgebildet. Auch das Immunsystem entwickelt sich in dieser Zeit erst noch. Es ist die Aufgabe der Blut-Hirnschranke dafür zu sorgen, dass keine Giftstoffe über den Blutkreislauf ins Gehirn gelangen. Das Immunsystem erfüllt wiederum den Zweck, schädliche Faktoren, wie etwa mikrobiologische Gefahren, zu bekämpfen und den Organismus so zu schützen. Bei Babys funktionieren diese beiden Vorsichtsmaßnahmen jedoch noch nicht. Daher nehmen Babys Schwermetalle etwa fünf Mal schneller auf als ein erwachsener Mensch.

Leitungswasser für Babys – mögliche Gefahr durch Schwermetalle

Das Problem: Verunreinigungen werden nicht oder zu spät erkannt und Erkrankungen oder Beschwerden werden anschließend nicht mit der Qualität des Trinkwassers in Verbindung gebracht. Diese Tatsache beruht zum großen Teil auf eingangs beschriebene Missverständnisse, was die Verantwortung für die Unbedenklichkeit des Leitungswassers angeht. Bestimmte Schwermetalle, wie etwa Blei, können die Entwicklung des Kindes immens beeinträchtigen. Nicht heilbare Folgeschäden sind keine Seltenheit. Die Idee, dass der Auslöser im Leitungswasser zu finden sein könnte, kommt Betroffenen in aller Regel spät bis nie, so dass Eltern ihren Schützlingen unwissentlich über einen langen Zeitraum das belastete Wasser zum Trinken geben oder ihr Essen damit zubereiten. Die häufigsten Verunreinigungen, die besonders in Bezug auf Leitungswasser für Babys interessant sind, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Blei im Trinkwasser

Blei gelangt hauptsächlich ins Leitungswasser, wenn im Haus alte Bleirohre verbaut sind. Ist dies der Fall, ist es mehr als unwahrscheinlich, dass der geltende Grenzwert für Blei im Trinkwasser, der laut Trinkwasserverordnung bei 0,01 mg Blei je Liter liegt, eingehalten wird. Die Folgen einer Bleiaufnahme durch das Leitungswasser über einen längeren Zeitraum bleiben zunächst häufig unbemerkt. Gerade für Babys stellt Blei im Wasser jedoch eine besondere Gefahr dar. Nachweislich auf den Bleikonsum zurückzuführende Langzeitfolgen sind etwa eine verminderte Intelligenzbildung bei Kindern. Auch die Skelettentwicklung sowie die Funktion der Organe können betroffen sein. Schwangere und Babys sollten daher mit Blei belastetes Wasser auf keinen Fall trinken.

Kupfer im Trinkwasser

Kupfervergiftungen sind auch für erwachsene Menschen gefährlich. Babys und Kleinkinder reagieren jedoch deutlich stärker. Kupfer (Grenzwert 2 mg je Liter Wasser) gelangt häufig durch Kupferleitungen oder Armaturen ins Wasser. Die Auswirkungen können unterschiedlich ausfallen, darunter Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Durchfall.

Eisen im Trinkwasser

Eisen (Grenzwert 0,02 mg je Liter Trinkwasser) ist ein Spurenelement, auf das der menschliche Körper angewiesen ist – allerdings nur in gewissen Mengen. Wird es beispielsweise in Form von Nahrung aufgenommen, kann der Körper Eisen gut verwerten oder gegebenenfalls ausscheiden. Wird Eisen jedoch in anorganischer Form aufgenommen, ist dies nicht der Fall. Eisenrohre können so zur Gefahr werden, wenn durch Ablagerungen das Leitungswasser belastet wird. Wird zu viel Eisen aufgenommen, ist es möglich, dass dieses in Organen wie der Leber abgelagert wird und so zu erheblichen gesundheitlichen Beschwerden führt.

Nickel im Trinkwasser

Verchromte Wasserhahnarmaturen können beispielsweise Nickel (Grenzwert 0,02 mg je Liter Wasser) abgeben, der so ins Trinkwasser gelangt. Nickel stellt vor allem für Allergiker ein Problem dar. Babys und Kleinkinder reagieren dazu deutlich stärker auf hohe Konzentrationen Nickel im Trinkwasser als Erwachsene. Hautausschläge können erste Anzeichen für eine Nickelallergie sein.

Bei diesen Schwermetallen handelt es sich um die häufigsten Belastungen im Trinkwasser, die sowohl für Babys und Kleinkinder als auch für Erwachsene eine besondere Gefahr darstellen. Diese Liste ließe sich großzügig erweitern, worauf wir hier der Übersichtlichkeit wegen jedoch verzichten.

Mehr Informationen zu Schwermetallen im Trinkwasser finden Sie hier im Magazin. Sie haben Fragen oder möchten mehr über die gesundheitlichen Auswirkungen eines bestimmten Schwermetalls, das sich im Trinkwasser befinden kann, erfahren? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht!

Bakterien

Bakterien im Leitungswasser – Mikrobiologische Gefahren für Ihr Kind
Neben Schwermetallen sind vor allem mikrobiologische Verunreinigungen des Leitungswassers ein Problem, das Eltern und Trinkwasserkonsumenten verunsichert.
Besonders gefährlich bei Bakterien und Keimen im Trinkwasser: Sie sind für das Auge unsichtbar, richten jedoch häufig enormen gesundheitlichen Schaden an. Auch Erwachsene sind hiervon betroffen. Wesentlich stärker gefährdet ist jedoch das noch sehr sensible Immunsystem und der sich noch in der Entwicklung befindliche Organismus von Babys und Kleinkindern.

Nicht nur öffentliche Einrichtungen sind betroffen

Mit Keimen und Bakterien kämpfen nicht nur öffentliche Einrichtungen. Man hört nicht selten, dass beispielsweise öffentliche Bäder betroffen sind und Erreger, wie etwa Legionellen, nachgewiesen wurden. Das Problem beschränkt sich jedoch nicht auf diese – auch zuhause können Bakterien und Keime die Wasserleitungen verunreinigen.

Seit 2011 sind Vermieter und Hauseigentümer laut der Trinkwasserverordnung (Trinkwv) in der Pflicht, in einem gesetzlich festgelegten Rhythmus Bakterien-Wasseranalysen durchführen zu lassen. Dies gilt sowohl, wenn das jeweilige Gebäude eine bestimmte Größe erreicht, als auch dann, wenn das Wasser Dritten (beispielsweise Mietern) zur Verfügung gestellt wird. Denn die größte Gefahr lauert auch hier in den hausinternen Leitungen. Die Wasserversorger garantieren auch im Hinblick auf Verunreinigungen durch Bakterien und Keime absolute Unbedenklichkeit des Trinkwassers. Tatsächlich belastet wird das Wasser demnach erst in den eigenen Leitungen, wo Missstände aufgrund von Unwissenheit häufig nicht erkannt werden.

Bakterien und Keime im Trinkwasser – die häufigsten Erreger zusammengefasst

In einem Tropfen Wasser leben unzählige Keime und Bakterien. Das ist an sich nicht annähernd so erschreckend, wie es sich im ersten Moment anhört. Eine Vielzahl dieser mikrobiologischen Wasserbewohner ist wichtig für den menschlichen Organismus und die natürliche Balance der Wasserbiologie. Leider finden sich im Wasser, auch im Trinkwasser, zudem mikrobiologische Belastungen, die gefährlich werden können – gerade für das zarte Immunsystem von Babys und Kleinkindern. Zu den häufigsten Erregern zählen neben Pseudomonaden und E.Coli-Bakterien auch Enterokokken und Legionellen. Letztere sind gerade deshalb eine besondere Gefahr, weil sie nicht durchs Trinken, sondern auf ganz andere Weise ein Risiko für Ihr Baby darstellen, über das die wenigsten informiert sind.

Legionellen im Leitungswasser
Auch beim Baden eine Gefahr: Erreger wie etwa Legionellen
Legionellen sind Feuchtkeime. Die Stäbchenbakterien vermehren sich im lauwarmen Wasser besonders gut. Daher finden sich immer wieder Legionellen in Warmwasser-Systemen. Bei Temperaturen zwischen 20 und 50 Grad fühlen sich die gefährlichen Wasserbewohner besonders wohl und vermehren sich enorm. Daher sind sie häufiger in hausinternen Leitungen zu finden, als die meisten Menschen vermuten. Legionellen unterscheiden sich durch einen wesentlichen Faktor von anderen im Trinkwasser vorhandenen Erregern: Sie gelangen nicht etwa durch das Trinken in den Körper, sondern über die Atemwege. Legionellen sind also nicht direkt dann ein Problem, wenn das Wasser zur Zubereitung von Babynahrung verwendet wird, sondern vor allem dann, wenn es beispielsweise als Badewasser dient und so Dampf eingeatmet wird. Die Erreger setzen sich dann in der Lunge ab und können immensen Schaden anrichten. Im schlimmsten Fall tritt die sogenannte Legionärskrankheit auf. Mitunter kann die mit der Legionärskrankheit einhergehende Lungenentzündung zum Tod führen. Mehr über Legionellen und die Legionärskrankheit erfahren Sie hier im Magazin.

Pseudomonaden im Leitungswasser
Pseudomonaden sind Kalkwasserkeime und fühlen sich in stehendem Wasser, also auch in Stagnationswasser im Trinkwassersystem, besonders wohl. Sie lösen mitunter Lungen- oder Harnwegsinfektionen aus. Babys, Kinder und immungeschwächte Personen sind hier besonders gefährdet.

Coli-Bakterien und Enterokokken können das Leitungswasser belasten
E.Coli-Bakterien kommen im tierischen und menschlichen Darm vor. Ist Leitungs- oder Brunnenwasser durch E.Coli-Bakterien verunreinigt, kann dies auf eine starke Verunreinigung des Grundwassers durch Fäkalien hinweisen. In ländlichen Gegenden und allgemein bei Brunnenwassernutzung ist die Gefahr demnach besonders groß. Hier sind Magen- und Darmbeschwerden typisch, auch Blindarm- und Bauchfellentzündungen sind keine Seltenheit.
Enterokokken sind, genau wie E.Coli-Bakterien, häufig auftretende Darmerreger und gerade für Babys und Kleinkinder eine Gefahr.

Wasser abkochen

Reicht es nicht aus, das Wasser einfach abzukochen?

Leider nur bedingt. Experten empfehlen grundsätzlich das Abkochen von Leitungswasser für Babys und vor allem insbesondere für Kinder, die Flaschenmilch bekommen. Auf diesem Milchpulver vermehren sich Keime relativ schnell. Geht es um die Keimbelastung, ist es durchaus sinnvoll das Leitungswasser für Babys abzukochen – vor allem dann, wenn ein Bakterien-Wassertest Keime nachweisen konnte. Durchfall und Erbrechen können durch Bakterien verursacht werden, wenn beispielsweise Leitungswasser fürs Baby genutzt wird, was das Abkochen durchaus sinnvoll macht. Abgekocht kann das Wasser, wenn es in einem sauberen Behälter aufbewahrt wurde, noch 24 Stunden verwendet werden. Danach müsste es erneut abgekocht werden.

Wie lange sollte das Wasser abgekocht werden?

Je nach Kalkgehalt des Wassers (bei härterem Wasser länger) wird empfohlen, das Leitungswasser fürs Baby zwischen zwei und fünf Minuten abzukochen, damit Keime abgetötet werden.

Übrigens: Experten empfehlen nicht nur bei Leitungswasser fürs Baby das Abkochen – auch herkömmliches Mineralwasser aus der Flasche sollte abgekocht werden. Einzige Alternative bietet hier das meist kostspielige spezielle Babywasser, das im Handel erhältlich ist und vom Hersteller keimfrei gemacht wurde. Dieses kann bis zu 24 Stunden nach dem Öffnen ohne Abkochen verwendet werden.

Bis zu welchem Alter sollte das Leitungswasser fürs Baby abgekocht werden?

Experten des Forschungsinstituts für Kinderernährung sagen dazu, dass das Leitungswasser fürs Baby generell bis zu einem Alter von etwa 6 Monaten abgekocht werden sollte. Da der Kontakt zu Keimen für die Entwicklung des Immunsystems des Kindes wichtig ist, wird außerdem empfohlen, das Abkochen bei Kindern ab dem Alter von etwa einem Jahr einzustellen.

Abgekochtes Wasser – der Haken

Häufig wird angenommen, dass alle Gefahren aus dem Leitungswasser gebannt werden können, in dem das Wasser abgekocht wird. Daher sind Eltern nicht selten der Ansicht, das Wasser für ihr Baby oder im Haushalt lebende Kleinkinder einfach nur stark erhitzen zu müssen, um absolute Unbedenklichkeit zu gewährleisten. Dem ist jedoch nicht so!

„Gute“ Bakterien und „schlechte“ Keime
Wird das Wasser so stark erhitzt, dass es zu kochen beginnt, sterben tatsächlich Bakterien, Keime und Erreger ab. Was zunächst gut klingt, hat jedoch einen „Haken“:
Während gefährliche Erreger abgetötet werden, gilt dies auch für die restlichen mikrobiologischen „Bewohner“, die im Wasser enthalten sind. Neben gefährlichen Keimen finden sich in unserem Wasser Unmengen wichtiger Bakterien, die für den mikrobiologischen Haushalt des Menschen ebenso wichtig sind, wie für das biologische Gleichgewicht des Wassers selbst. Das Wasser abkochen schützt also gerade bei akutem Befall oder wenn der Verdacht einer mikrobiologischen Verunreinigung des Wassers besteht durchaus, da gefährliche Keime abgetötet werden. Doch eine Dauerlösung stellt das abgekochte Wasser für Babys nicht dar.

Leitungswasser fürs Baby abkochen gibt nur teilweise Sicherheit

Im Hinblick auf nicht-biologische Belastungen ergibt Abkochen außerdem keinerlei Sinn. Schwermetalle wie Blei, das sich beispielsweise innerhalb der hausinternen Wasserleitungen ablöst und so ins Leitungswasser gelangt, werden durch das Abkochen des Wassers nicht entfernt!
Besteht hier Grund zu der Annahme, dass das Wasser mit diesen Stoffen belastet ist oder wurde noch nicht durch einen Wassertest nachgewiesen, dass keine Grenzwerte überschritten werden, ist das Leitungswasser fürs Baby nicht zu empfehlen.

Wenn Sie also sicher gehen wollen, dass das Wasser für Säuglinge bekömmlich ist, verwenden Sie ausschließlich getestetes Leitungswasser, denn das Risiko schwerer gesundheitlicher Folgen für Ihren Nachwuchs ist zu groß.

Wasserfilter

Sollten Eltern das Wasser für Babys filtern?

Wasserfilter sind eine sinnvolle Alternative zum Kistenschleppen, wenn Verunreinigungen des Leitungswassers vermutet oder nachgewiesen werden. Gerade dann, wenn das Wasser für Babys verwendet wird, sind Wasserfilter für den Privatgebrauch für viele selbstverständlich. Auch bei einem hohen Wasserhärte-Grad ist ein Wasserfilter eine Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen. Doch ist auf das Filtern gerade in Bezug auf gefährliche Belastungen des Trinkwassers wirklich Verlass?

Wasserfilter versprechen sauberes, unbedenkliches und weiches Wasser. Tatsächlich jedoch halten sie diese Versprechen in vielen Fällen nur kurzzeitig. Dazu kommt eine häufig unterschätzte Gefahr, die Wasserfilter oft mit sich bringen: das Verkeimen der Kartuschen. In diesem Fall lauert die Gefahr also nicht allein im Leitungswasser, sondern wird durch das Filtern noch vergrößert. Werden die Kartuschen jedoch regelmäßig gewechselt und die Hygieneanweisungen befolgt, filtern die meisten Modelle das Leitungswasser recht zuverlässig. Bedenkliche Stoffe wie Blei oder Kupfer werden deutlich reduziert. Hier ist jedoch der verantwortungsvolle Umgang mit dem Filter enorm wichtig. Zudem sollten die unterschiedlichen Modelle vor dem Kauf verglichen und gegebenenfalls auf die Geräte zurückgegriffen werden, die von der Stiftung Warentest oder ähnlich seriösen Institutionen empfohlen werden.

Bakterien und Keime sollen bei vielen Modellen durch in die Kartuschen integrierte Silberionen herausgefiltert werden. Dieser Weg der Wasserfilterung ist jedoch umstritten, da nicht auszuschließen ist, dass während des Filterns Silberpartikel ins Wasser gelangen, die dann vom Konsumenten aufgenommen werden. Die Auswirkungen dieses langfristigen und kontinuierlichen Konsums von Silber, wenn auch in geringen Mengen, sind noch nicht hinlänglich erforscht, so dass eine Gefahr für die menschliche Gesundheit nicht ausgeschlossen werden kann.
Der wesentlich einfachere und von Experten empfohlene Weg um Babys, Kleinkinder und auch andere Personen zu schützen, die das Wasser konsumieren, ist das Wassertesten und die Beseitigung möglicher Gefahrenquellen.

Leitung oder Flasche

Alternativen zum Leitungswasser für Babys – sinnvoll oder unnötig?

Verunreinigungen des Leitungswassers sind ein Problem, das immer mehr Menschen bewusst wird. Das tatsächliche Wissen über die möglichen Auslöser, die zur schädlichen Belastung des Leitungswassers führen können, ist beschränkt. Schnell entsteht eine generelle Angst vor belastetem Leitungswasser, wenn die Fakten nicht oder nur zum Teil bekannt sind.
Klar betont werden muss, dass das Trinkwasser in Deutschland in höchster Qualität an die Haushalte verteilt wird. Dazu wird das Wasser in den Wasserwerken aufbereitet und gemäß der in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte in guter Qualität ausgeliefert. Verunreinigungen haben in 99 Prozent der Fälle nichts mit dem Trinkwasser zu tun, das durch die Wasserwerke geliefert wird – ausgenommen kurzzeitiger Belastungen, die jedoch nur selten eine Gefahr darstellen und prinzipiell in kürzester Zeit von den Wasserversorgern behoben werden.

Das wahre Gefahrenpotenzial obliegt der Verantwortung der Hauseigentümer. Diese stehen dafür ein, dass Verunreinigungen und Belastungen des Trinkwassers in den hausinternen Leitungen vermieden werden.

Leitungswasser trinken ist gesund, nachhaltig und wirtschaftlich

Kurzum: Eine generelle Angst vor belastetem Wasser ist nicht notwendig – sofern im eigenen Leitungswassersystem keine Gefahrenquellen lauern. Um diese festzustellen und gegebenenfalls zu beseitigen, sollten regelmäßige Trinkwasseranalysen die Regel sein. Wassertests gibt es hier im IVARIO-Shop.

Sind Verunreinigen ausgeschlossen und wird dies regelmäßig kontrolliert, kann das Wasser aus der Leitung bedenkenlos konsumiert werden – auch von Babys und Kleinkindern.

Flaschenwasser

Statt sich durch wenige Handgriffe selbst durch eine Wasseranalyse abzusichern, greifen jedoch gerade Familien häufig auf Alternativen zurück: Mineralwasser aus der Flasche. Es wird davon ausgegangen, dass dieses wesentlich reiner und gesünder sei, als das Wasser aus der eigenen Leitung. Gerade wenn es um Leitungswasser für Babys und Kleinkinder geht, scheint es daher die perfekte Alternative. Tatsächlich ist diese Option jedoch gar nicht so ideal.

Fakt ist: Das in aller Regel deutlich kostspieligere Wasser aus der Flasche überzeugt bei genauerer Betrachtung nicht so deutlich, wie vermutet wird. Für einen empfindlich höheren Preis erhalten wir hier Wasser, das vor allem durch seine Reinheit und wertvolle Mineralien, die dem Wasser zugesetzt werden, punkten soll. Schauen wir jedoch genauer hin, wird klar, dass Mineralwasser aus der Flasche (je nach Hersteller und Aufbereitungsprozessen) keineswegs automatisch reiner ist als Leitungswasser. Letzteres wird, damit es als Trinkwasser deklariert werden kann, gemäß der Trinkwasserverordnung auf über 50 chemische, mikrobiologische und physikalische Parameter untersucht. Quell- und Mineralwasser aus der Flasche unterliegt deutlich geringeren gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen.
Dazu kommt: Laut Stiftung Warentest sind die zusätzlichen Mineralstoffe im Flaschenwasser kaum nennenswert. Zudem sind diese für den menschlichen Organismus keineswegs wichtig, da wir unseren Bedarf im Normalfall komplett über die Nahrung decken.

Alternative zum Kistenschleppen: Wassersprudler

Wer Kohlensäure liebt, muss nicht zwingend auf Mineralwasser aus der Flasche zurückgreifen

Auf „Nummer sicher“ zu gehen ist gerade dann wichtig, wenn es um Wasser für Babys und Kleinkinder geht. Das eigene Leitungswasser zu kontrollieren, wird daher von Experten empfohlen. Bestätigt eine Trinkwasseranalyse, dass vom heimischen Leitungswasser keine Gefahr für den Konsumenten ausgeht, kann dieses auch für Babys und kleine Kinder bedenkenlos verwendet werden. Häufig steht jedoch das Argument der fehlenden Kohlensäure im Raum, wenn es um die Wahl zwischen Leitungs- oder Mineralwasser geht. Hier kann für jene, die auf Kohlensäure im Wasser bestehen, ein Wassersprudler Abhilfe schaffen. Durch ihn wird dem Wasser Kohlensäure zugesetzt.

Lesetipp zum Thema: Wassersprudler als Alternative zum Flaschenwasser

Babywasser

Spezielles Baby-Trinkwasser aus dem Supermarkt ist keine Alternative
Auch in dem „speziellen Baby-Trinkwasser“ aus dem Supermarkt können viele gesundheits-beeinträchtigende Stoffe, wie z. B. Weichmacher, enthalten sein. Sparen Sie sich die hohen Kosten, denn unser Trinkwasser ist grundsätzlich bestens geeignet.

Schützen Sie die Gesundheit Ihrer Familie
Durch einen speziellen Baby-Trinkwassertest können Sie Ihr Trinkwasser entsprechend überprüfen lassen. Heutzutage sind solche Wassertests kinderleicht ohne Fachwissen selber durchzuführen. Ein Test, der speziell Wasser für Säuglinge untersucht, bietet hier der Anbieter Wassertest-Online.de an. Den speziellen Baby-Trinkwassertest finden Sie hier.

Brunnen

Wasser für Babys muss höchsten Ansprüchen genügen. Das Trinkwasser über die öffentlichen Wasserversorger zu beziehen ist nur eine Möglichkeit, hochwertiges Wasser zu erhalten. Etwa jeder zehnte Haushalt in Deutschland gewinnt jedoch durch einen Hausbrunnen sein eigenes Wasser.

Wasser für Babys aus dem eigenen Brunnen – das müssen Sie beachten

Genau wie die meisten Brunnenanlagen der öffentlichen Trinkwasserversorgung bezieht auch der eigene Hausbrunnen Grundwasser. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied: Dieses Brunnenwasser unterliegt nicht automatisch engmaschigen Kontrollen, durch die sichergestellt wird, dass die Wasserqualität des eigenen Brunnenwassers den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht. Wasserhygiene ist daher ein enorm wichtiger Bestandteil der Pflege und Überwachung des eigenen Brunnens – insbesondere dann, wenn das Wasser für Babys geeignet sein soll. Achten Brunnenbetreiber auf die Unbedenklichkeit ihres Wassers, bietet der eigene Brunnen eine gute Alternative zum Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz, die besonders in ländlichen Gegenden gerne genutzt wird.

Vor allem für Familien empfiehlt sich: Wasser testen lassen und ggf. den Kauf eines Trinkwasserfilters in Betracht ziehen.

Hausbrunnen verfügen in aller Regel nicht über Schutzmaßnahmen wie die großen Brunnenanlagen öffentlicher Versorger. Hier schützen sogenannte Wasserschutzzonen das Grundwasser rund um den Brunnen vor Verunreinigungen, was die Belastung und somit auch die notwendige Aufbereitung so gering wie möglich halten soll. Schadstoffe geraten durch den Boden ins Grund- und Brunnenwasser, das schlussendlich getrunken und zum Waschen und Putzen genutzt wird. Bevor das Wasser für Babys und auch erwachsene Personen genutzt wird, ist demnach die Kontrolle der Qualität unumgänglich.

Nitrat kann das Brunnenwasser verunreinigen

Die möglichen Verunreinigungen des eigenen Brunnenwassers, das unter Umständen auch Babys und Kleinkinder konsumieren, können sehr vielschichtig sein. Eine der häufigsten Problemquellen ist dabei Nitrat, das durch landwirtschaftliche Auswaschung über den Boden ins Grundwasser gelangt. Hohe Nitratdosen können für die Gesundheit des Menschen eine große Gefahr darstellen. Babys und Kleinkinder sowie immungeschwächte Personen laufen hier besonders Gefahr, langfristige Erkrankungen und Beschwerden davon zu tragen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das belastete Leitungswasser über einen längeren Zeitraum konsumiert wird.

Auch die mögliche mikrobiologische Belastung des Brunnenwassers sollte nicht unterschätzt werden. Hier kommen beispielsweise Verunreinigungen durch coliforme Keime, die unter anderem zu Infektionen der Harnwege sowie Durchfall und Erbrechen führen können, in Frage. Auch hier sollte demnach die Unbedenklichkeit des Wassers regelmäßig geprüft werden.
Die wichtigsten Parameter sollten deshalb immer wieder kontrolliert werden. Hierzu bietet es sich an, gewissenhaft Wasseranalysen durchzuführen. Diese sind mit wenigen Handgriffen erledigt und geben Sicherheit beim Genuss des eigenen Brunnenwassers.
Erfahren Sie mehr zum Brunnenwasser-Test.

Im Magazin haben wir weitere Artikel zum Thema Brunnenwasser testen lassen, über die Gefahren, die Rechte von Brunnenwassernutzern sowie die Pflichten von Brunnenbetreibern für Sie zusammengefasst:
Brunnenwasser testen lassen – kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit
Brunnenwasser trinken einfach so? Bitte nicht!

Babynahrung

Wasser für Säuglinge: Testen Sie Ihr Leitungswasser, bevor Sie es für die Zubereitung von Nahrung verwenden
Eltern stehen oft vor der Frage, welches Wasser für Säuglinge geeignet ist. Leitungswasser ist in Deutschland das am besten kontrollierte Lebensmittel und kann von Ihnen grundsätzlich für die Zubereitung von Babynahrung bedenkenlos verwendet werden. Häufig sind im Haushalt allerdings Wasserleitungen aus Blei- oder Kupfer verbaut. Durch diese Wasserleitungen können giftige Schwermetalle direkt in Ihr Leitungswasser gelangen, die Ihrem Nachwuchs erheblich schaden können (siehe auch Kapitel zu Schwermetallen). Aber auch gefährliche Nitrate, die durch die Landwirtschaft in unser Trinkwasser gespült werden, bedrohen Ihren Nachwuchs und können sogar tödliche Folgen haben.
Daher ist es ratsam, Ihr Wasser zu testen, bevor Sie es für die Zubereitung von Nahrung verwenden.

Für Schwangere

Trägt eine Frau ungeborenes Leben in sich, achtet sie besonders darauf, sich gesund zu ernähren, den eigenen und somit auch den Körper des Babys zu schonen und keine Gefahr einzugehen. Dabei denken Schwangere an viele Faktoren, die dem Nachwuchs schaden könnten – von der Ernährung bis hin zur körperlichen Belastung. Doch einer der wichtigsten Faktoren, das Trinken, kommt bei diesen Überlegungen häufig etwas zu kurz. Denn das mitunter Wichtigste für das noch ungeborene Kind ist ausreichend Flüssigkeit. Werdende Mütter greifen daher gerne zu Leitungswasser – doch ist unser Leitungswasser für Schwangere geeignet?

Warum Leitungswasser für Schwangere und das ungeborene Kind schädlich sein kann

Der Körper einer schwangeren Frau ist besonders empfindlich – genau wie der des Babys, das sie in sich trägt. Auch wenn über die Wasserwerke dank der strengen Vorschriften der Trinkwasserverordnung absolut unbedenkliches Wasser in die Haushalte geliefert wird, lauern in diesem lebenswichtigen Nahrungsmittel Gefahren für Schwangere und ungeborene Kinder. Denn über die hausinternen Wasseranlagen können schädliche Stoffe, allen voran Blei, ins Leitungswasser geraten. Besonders Blei ist für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder gefährlich!
Wird während der Schwangerschaft über einen längeren Zeitraum eine größere Menge Blei aufgenommen, kann dies der Entwicklung Ihres Kindes schaden. Denn Blei wird vom ungeborenen Kind direkt aufgenommen – über die Plazenta. Leitungswasser für Schwangere ist daher nur in absolut unbelasteter Form unbedenklich.

Folgen von belastetem Trinkwasser für ungeborene Babys am Beispiel Blei

Leitungswasser für Schwangere kann erhebliche Probleme bei der Blutbildung, bei Wachstumsstörungen und auch negative Auswirkungen auf die Entwicklung des zentralen Nervensystems sowie die Intelligenzbildung haben. Diese Folgen sind keine Seltenheit, wenn während der Schwangerschaft zu viel Blei aufgenommen wird. Das Kind wird dem Schadstoff mehr oder weniger direkt ausgesetzt. Die Langzeitfolgen für die Gesundheit des Kindes können enorm sein.
Zudem beobachten Experten, dass bei Frauen, die eine Früh- oder gar Fehlgeburt erlitten, häufig ein erhöhter Bleiwert im Blut nachgewiesen werden konnte. Dieser kann auf nicht unbedenkliches Leitungswasser für Schwangere zurückgeführt werden.
Viren, Pestizide, Nitrat und Rückstände von Arzneimitteln können ebenfalls über das Trinkwasser in den Körper gelangen. Auch Bakterien und Keime im Trinkwasser stellen ein Risiko während der Schwangerschaft dar. Besonders problematisch sind beispielsweise coliforme Keime im Leitungswasser, welche die Funktion des Organismus von Mutter und Kind stark beeinträchtigen können. Hier treten insbesondere Durchfallerkrankungen und Bauchfellentzündungen auf, die den Körper der werdenden Mutter schwer in Mitleidenschaft ziehen. Darunter leidet nicht zuletzt das ungeborene Kind, das auf die Gesundheit des Körpers, in dem es heranwächst, angewiesen ist. Denn jede Beeinträchtigung einer schwangeren Frau gefährdet auch die Gesundheit und Entwicklung des Kindes. Leitungswasser für Schwangere sollte daher gut kontrolliert sein.

Lesetipp: Lesen Sie hier mehr zum Thema Blei im Leitungswasser

Bakterien im Leitungswasser für Schwangere

Nicht nur das Trinken von belastetem Wasser kann gefährlich sein
Das Immunsystem schwangerer Frauen erbringt täglich Höchstleistungen, denn es muss stets zwei Personen schützen. Dementsprechend ist es oftmals geschwächt. Häufig übersehen wird dabei der Faktor Leitungswasser, denn auch hier können unsichtbare Gefahren in Form von mikrobakteriellen Verunreinigungen lauern. So können beispielsweise Legionellen im Trinkwasser, gerade während der Schwangerschaft oder wenn Säuglinge mit dem Wasser in Berührung geraten, eine Gefahr darstellen. Anders als die gefährlichen Schwermetalle werden Legionellen sowohl von Schwangeren als auch vom Neugeborenen beim Duschen oder Baden über die Atemluft aufgenommen. Häufig bleiben sie als Auslöser von Atemwegserkrankungen lange Zeit unerkannt und können die Gesundheit von Mutter und Kind negativ beeinflussen.

Lesetipp: Erfahren Sie hier mehr zum Thema Legionellen oder zu Bakterien im Allgemeinen im Trinkwasser.

Lesetipp: Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über den Unterschied zwischen Mineralwasser und Leitungswasser.

Leitungswasser für stillende Mütter? Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Leitungswasser während der Stillzeit?

Das Stillen ist für Säuglinge sehr wichtig. Denn die Muttermilch enthält unter anderem wichtige Elemente zur Stärkung des Immunsystems des Säuglings. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Mutter gesund ist. Ist das Immunsystem der Mutter gestört, was durch die Folgen des Konsums von belastetem Trinkwasser möglich ist, kann dies auch Auswirkungen auf die Muttermilch haben. Auch in der Stillzeit wird daher von Experten empfohlen, gegebenenfalls durch eine Trinkwasseranalyse sicherzustellen, dass die Gesundheit der Mutter und somit des Kindes nicht beeinträchtigt wird, um keinerlei Risiko einzugehen.

Schutzmaßnahmen

Wie kann ich mein Kind schützen?

Um sicherzugehen sollten Eltern ihr Wasser analysieren lassen. So können außergewöhnliche Belastungen durch Schwermetalle oder auch Bakterien und Keime ausgeschlossen werden und das Leitungswasser fürs Baby ist eine gute Alternative zum teuren Wasser aus dem Laden.

Sie sind selbst Mutter oder Vater und haben eine Frage zum Thema Leitungswasser fürs Baby? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht oder Ihren Anruf.

WIE SCHÜTZEN SCHWANGERE IHR UNGEBORENES?
Wassermangel ist mindestens ebenso schädlich wie verunreinigtes Wasser. Daher sollten Schwangere neben einer gesunden Ernährung vor allem darauf achten, ausreichend Wasser zu sich zu nehmen. Damit hier jedoch kein unnötiges Risiko eingegangen wird, sollte das Leitungswasser für Schwangere vorab analysiert werden, um mögliche Belastungen auszuschließen. Spezielle Wassertests für Schwangere geben Gewissheit für werdende Mütter. Auch während der Planung einer Schwangerschaft wird empfohlen, auf die Unbedenklichkeit des Trinkwassers zu achten. Denn ein gesunder Körper ist die beste Voraussetzung für die gute Entwicklung des Babys im Mutterleib.

Die Trinkwasserqualität wird entsprechend der Trinkwasserverordnung gesichert. Lesen Sie hier einige der wichtigsten Details zur Trinkwasserverordnung.

Biofilme entfernen lassen und Trinkwasseranalyse durchführen bietet Sicherheit
Biofilme sind Ablagerungen, die sich in Rohren und Leitungen bilden. In diesen Ablagerungen finden Erreger ideale Brutstätten. So wird das Wasser dauerhaft kontaminiert und bietet eine langanhaltende Gefahr für die Trinkwassernutzer. Die oben erwähnten Beschwerden, die durch Bakterien und Keime im Trinkwasser auftreten können, werden nur selten direkt mit einer möglichen Belastung des Trinkwassers in Verbindung gebracht. So kommt es dazu, dass Babys und Kleinkinder sowie auch erwachsene Menschen über lange Zeiträume mit den Erregern in Kontakt geraten. Aus diesem Grund raten Experten dazu, die eigenen Leitungen und Rohre fachmännisch reinigen zu lassen, um die Bildung von Ablagerungen zu vermeiden. Ein regelmäßiger Trinkwassertest gibt zusätzliche Sicherheit, sowohl in Hinblick auf Bakterien als auch auf Schwermetalle im Wasser – insbesondere dann, wenn Babys und Kinder im Haushalt leben.

5 Tipps für den schnellen Überblick

Es gibt so vieles, was man beachten muss. Der Übersicht halber haben wir 5 Tipps für Eltern zum Thema Trinkwasser für Babys zusammengetragen.

Tipp 1: Übernehmen Sie selbst die Verantwortung – Wasserwerke tun dies nur bis zum Hausanschluss!

Getestetes Leitungswasser ist die beste Alternative

Ab der heimischen Wasseruhr sind Eigentümer in der Verantwortung für das Leitungswasser. Auch wenn das Trinkwasser bis dahin gemäß der Trinkwasserverordnung absolut unbedenklich ist, muss das nicht bedeuten, dass es auch in diesem Zustand aus dem Hahn fließt. Bis dorthin legt das Wasser nämlich noch eine relativ weite Strecke in den hausinternen Leitungen zurück, wo nicht selten starke Verunreinigungen mikrobiologischer Art oder durch Schwermetalle auftreten können

Tipp 2: Trinkwasser für Babys abkochen hilft nur bedingt!

Für viele Eltern ist das Abkochen des Trinkwassers für Babys die Lösung – doch tatsächlich ist dies nicht ganz richtig. Das starke Erhitzen des Leitungswassers tötet zwar Verunreinigungen mikrobiologischer Art ab, jedoch hilft es nicht gegen die Belastung durch Schwermetalle, wie etwa Kupfer oder Blei. Ergibt eine Wasseranalyse also beispielsweise einen zu hohen Bleigehalt des Wassers, ist das Abkochen keine Lösung. Hier hilft, neben der Ursachenbeseitigung, höchstens ein hochwertiger Wasserfilter, um das Trinkwasser für Babys und Erwachsene zu reinigen.

Tipp 3: Es muss nicht unbedingt Flaschenwasser sein!

Tatsächlich ist Leitungswasser, sofern Verunreinigungen durch die eigene Leitungswasserinstallation ausgeschlossen sind, mindestens genauso gesund wie Mineralwasser aus der Flasche. Letzterem werden Mineralien und Kohlensäure zugesetzt – doch mit beidem kann das Baby schlussendlich nicht besonders viel anfangen. Denn den Bedarf an Mineralien nehmen wir bereits über unsere Nahrung auf – Überschuss, etwa durch die zusätzliche Einnahme von Mineralien über das Wasser, wird vom Körper wieder ausgeschieden. Zudem besteht bei Flaschenwasser häufig das Risiko durch Mikroplastik.

Lesetipp: Mehr zur Frage „Leitungs- oder Flaschenwasser?“ lesen Sie hier im Magazin!

Tipp 4: Teures Babywasser aus der Drogerie? Das muss nicht sein!

In Drogerien und Fachgeschäften ist spezielles Babywasser erhältlich. Dieses wird auf die absolute Unbedenklichkeit geprüft und stellt somit eine gute Alternative dar, wenn die Unbedenklichkeit des eigenen Leitungswassers nicht zu einhundert Prozent garantiert werden kann oder Verunreinigungen bekannt sind. Allerdings belastet es die Eltern finanziell und ist daher meist nicht auf Dauer als Alternative geeignet. Das eigene Leitungswasser, das von den öffentlichen Wasserwerken ausgeliefert wird, entspricht allen wichtigen Kriterien, die bei Trinkwasser für Babys wichtig sind – auch was die Reinheit betrifft. Treten bei einer Wasseranalyse Auffälligkeiten auf, liegt die Ursache in der Regel in der eigenen Trinkwasserinstallation und sollte behoben werden. So kann schnell wieder auf das deutlich günstigere Leitungswasser umgestellt werden.

Tipp 5: Auch in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten!

Auch schwangere Frauen sollten auf die Unbedenklichkeit ihres Wassers achten. Denn schon im Mutterleib kann das Baby Schaden nehmen, wenn die Mutter belastetes Wasser zu sich nimmt – vor allem dann, wenn dies über einen längeren Zeitraum der Fall ist. Eine Wasseranalyse ist daher nicht erst dann sinnvoll, wenn das Baby auf der Welt ist.
Denn auch mikrobiologische Verunreinigungen können sowohl für die werdende Mutter als auch das ungeborene Kind problematisch sein. Bakterien, die beispielsweise Durchfallerkrankungen auslösen, können das Immunsystem schwächen und so die Kindergesundheit gefährden. Und auch Legionellen bedeuten dann eine Gefahr für das Wohl des Kindes, wenn sie die Gesundheit der Mutter beeinträchtigen. Hier ist es daher besonders sinnvoll, das eigene Leitungswasser analysieren zu lassen, um mögliche Gefahrenpotenziale auszuschließen oder Verunreinigungen zu erkennen.

Grundsätzlich gilt: Regelmäßige Wassertests sichern die Qualität des Trinkwassers für Babys und Schwangere

Sie haben eine Frage zum Thema Leitungswasser für Babys, die wir hier noch nicht aufgeführt haben? Dann freuen wir uns auf Ihren Hinweis! Oder es ist etwas unklar? Weisen Sie uns gerne darauf hin!

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