Wasserfilter: Was bringen Sie wirklich?

Wasserfilter im Test - Was bringen sie wirklich? Stiftung Warentest 2015

Die Angst vor Trinkwasserverunreinigung oder auch die Hoffnung auf weicheres Wasser bringen uns zu aller erst auf die Idee, unser Wasser einfach selbst zu filtern. Unzählige Hersteller haben daher ihre Wasserfilter für Leitungswasser auf den Markt gebracht. Doch kann man sich nach dem Filtern tatsächlich darauf verlassen, dass sämtliche Gefahren ausgeschaltet sind? Die Stiftung Warentest hat gängige Modelle unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: ernüchternd. Besser als „Befriedigend“ konnte keines der getesteten Geräte abschließen.

Wasserfilter gegen Kupfer, Nickel und Blei im Leitungswasser?

Wasserfilter können effektiv Kupfer und Blei im Trinkwasser senken. Insbesondere Aktivkohlefilter wie der IVARIO Wasserfilter sind hier gut geeignet, da sie hinter der Armatur installiert werden, so dass auch Belastungen gefiltert werden, die durch den Wasserhahn oder die Mischbatterie entstehen.

Tischfilter können helfen, jedoch schwanken diese stark in der Effektivität, so dass ein Aktivkohlefilter die zuverlässigere Lösung für das Problem ist.

Weicheres Wasser dank Wasserfilter: Es kommt auf den Filter an

Die Preise für Tischfilterfilter versprechen Leistung. Halten können Sie diese jedoch selten bis gar nicht. Anders als bei Aktivkohle Filtern wie dem IVARIO Wasserfilter müssen Tischfilter in der Regel einmal im Monat gewartet werden, da Wärme und Sonnenlicht für ein schnelleres Bakterienwachstum sorgen.

Die Stiftung Warentest hat in diesem Rahmen festgestellt: Die Kosten für einen Tischfilter lohnen sich kaum, wenn man sein Wasser enthärten möchte. Die erhoffte Wasserenthärtung funktioniert höchstens kurzzeitig. Und nicht nur das: Statt ihrer Hauptaufgabe, dem Wasserenthärten, nachzukommen, verkeimen die Kartuschen teilweise bedenklich. Der Hoffnung auf weniger stark verkalkte Kaffeemaschinen und schmackhafteren Tee konnte keines der Geräte langfristig gerecht werden.

Falls man effizient das Wasser enthärten möchte, muss man meist eine Enthärtungsanlage installieren lassen, die allerdings mit hohen Kosten verbunden ist und als Beiprodukt das Trinkwasser mit Natrium anreichert, welches gerade für Kleinkinder gefährlich sein kann.

Klares Problem: Verkeimung im Wasserfilter

Trinkwasser ist im allgemeinen nicht steril. Falls günstige Konditionen herrschen können sich darin befindliche Keime zu Kolonien bilden und daher vermehren – insbesondere dann, wenn entsprechende Temperaturen herrschen. Viele Tischfilter verfügen über mit Silberionen versetzte Kartuschen, die das Verkeimen verhindern. Auch wenn das gut ist, stellt das Silber, das so wiederum ins gefilterte Wasser gelangt, unter Umständen wieder ein Problem dar. Ob tatsächlich gesundheitliche Beschwerden die Folge dieser relativ klein dosierten Daueraufnahme von Silber sein können, ist noch unklar.

Gefahr im Filtrat

Die Stiftung Warentest stellte allerdings im Filtrat eines der getesteten Geräte deutlich zu hohe Mengen des möglicherweise krebserregenden Stoffs Dichlormethan fest. Zudem sammelten sich aufgrund der Konstruktion mancher Geräte eine deutlich zu hohe Zahl Bakterien an.

Fazit: Vor dem Kauf sollten Tischfilter gründlich verglichen werden. Tests der Stiftung Warentest  geben Aufschluss darüber, welche Geräte wirklich sinnvoll sind. Klar ist aber auch: Unter normalen Umständen ist in Deutschland der Einsatz eines Wasserfilters unnötig, da die Trinkwasserqualität beispielhaft hoch ist.

Aktivkohle-Blockfilter – die bessere Art zu filtern

Für alle, die ihr Wasser einfach, unkompliziert, schnell und ohne großen Aufwand filtern wollen, sind Aktivkohle-Blockfilter eine ausgezeichnete Option und Alternative zu Tischfiltern. Anders als Tischfilter werden Aktivkohle-Blockfilter vor oder hinter der Armatur installiert. Dabei macht auch dieser Punkt einen erheblichen Unterschied. So wird beispielsweise der IVARIO Wasserfilter direkt am Endstück der Armatur installiert. Das bring gleich mehrere Vorteile mit sich: Zum einen kann der Wasserfilter auf diese Art und Weise auch die Belastungen entfernen, die von der Armatur abgegeben werden, zum anderen vereinfacht es das 4-6 monatige Wartungsintervall der Filterkartusche, die mit 3 einfachen Handgriffen ausgetauscht werden kann.

Auf diese Art und Weise kann man sein Wasser sofort aus dem Wasserhahn gefiltert genießen, ohne es erst umfüllen zu müssen. Gefiltert werden können Schwermetalle, Pestizide und Arzneimittelrückstände, so dass der Filter äußerst vielseitig und effizient ist. Da die Kartusche selbst aus Kokosnussteilen hergestellt und sticht durch seine nachhaltigen Eigenschaften hervor.

Ein weiterer Vorteil dieser Filtermethode besteht darin, dass Mineralien im Wasser erhalten bleiben. Zwar beeinflusst der Wasserfilter auf diese Art und Weise nicht die Wasserhärte, es gehen aber auch keine wichtigen Spurenelemente für den menschlichen Körper verloren, die durch andere Filter beeinträchtigt werden können.

Wann ist die Nutzung eines Wasserfilters wirklich angeraten?

Ein Wasserfilter kann durchaus sinnvoll sein. Das gilt jedoch nur dann, wenn das Wasser tatsächlich belastet ist und ein hochwertiges Modell gewählt wird. Herauszufinden, ob das eigene Trinkwasser Gefahren birgt und ob der Einsatz eines Wasserfilters überhaupt relevant ist, ist daher der erste Schritt zum guten Gefühl beim Wassertrinken.

Zwar liefern die Wasserversorger in Deutschland ausnahmslos hochwertiges Wasser an die Haushalte, das den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht. Dennoch sind Verunreinigungen keineswegs ausgeschlossen:

Ab der Wasseruhr haften Haus- und Immobilienbesitzer selbst für die Qualität des Wassers. Mängel im Leitungswassersystem, etwa alte Rohre oder mangelnde Wartung, können starke Belastungen des Wassers die Folge sein, die häufig über einen langen Zeitraum nicht bemerkt oder nicht mit dem Leitungswasser in Verbindung gebracht werden.

Verunreinigungen und Belastungen des Wassers – eine reale Gefahr

Die Gefahrenquellen sind hier vielfältig: Veraltete Rohre, beispielsweise aus Blei oder Kupfer, können zu Belastungen des Leitungswassers führen. Geraten diese Schwermetalle ins Wasser, kann dies gesundheitliche Probleme zur Folge haben. Gefährdet sind hier besonders Säuglinge und Kleinkinder. Langfristige Folgen sind hier sehr wahrscheinlich, wenn das Wasser über einen längeren Zeitraum, auch in kleineren Mengen, aufgenommen wird. Auch Schwangere oder immungeschwächte Personen zählen zu den Risikogruppen, die besonders stark auf den Konsum von belastetem Wasser reagieren. Doch auch gesunde Menschen können, mitunter auch erst nach längerer Zeit, unter den Spätfolgen der Schwermetallaufnahme leiden.

Auch die bakterielle Belastung des Trinkwassers ist ein Thema. Hier können sich unter Umständen, etwa in Totleitungen oder in der Warmwasseraufbereitung, Bakterien und Keime vermehren. Legionellen, Kolibakterien und einige andere gefährliche Keime können so ins Wasser gelangen und dem Organismus schaden, wenn sie über das Trinkwasser oder beim Duschen (etwa bei Legionellenbefall) aufgenommen werden.

Wasseruntersuchung durchführen lassen

Wasseruntersuchung im Labor – schnelle Sicherheit

Experten raten daher zur regelmäßigen Wasserkontrolle. Auch Privathaushalte können Ihr Leitungswasser analysieren lassen und so eine mögliche Belastung nachweisen oder ausschließen. Besonders gilt dies für Betreiber eigener Trinkwasserbrunnen, die nicht das bereits kontrollierte Wasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz beziehen.

Ist eine Belastung des Leitungswassers nachgewiesen, kann ein hochwertiger Wasserfilter zumindest bis zur Behebung des Problems genutzt werden. Hier sollte jedoch genau darauf geachtet werden, dass das gewählte Modell den Anforderungen gewachsen ist und entsprechende Bewertungen vorweisen kann.

Wasseranalysen sind im IVARIO-Shop erhältlich und geben mit nur wenigen Handgriffen Aufschluss über die Qualität des eigenen Leitungswassers.

2 Kommentare

  1. Mark

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