Wasser für Babys – Teil 2 des Ratgebers Leitungswasser für Babys

Wasser für Babys - Brunnenwasser muss hochwertig sien

Wasser für Babys muss höchsten Ansprüchen genügen. Das Trinkwasser über die öffentlichen Wasserversorger zu beziehen ist nur eine Möglichkeit, hochwertiges Wasser zu erhalten. Etwa jeder zehnte Haushalt in Deutschland gewinnt jedoch durch einen Hausbrunnen sein eigenes Wasser.

Wasser für Babys aus dem eigenen Brunnen – das müssen Sie beachten

Genau wie zu die meisten Brunnenanlagen der öffentlichen Trinkwasserversorgung bezieht auch der eigene Hausbrunnen Grundwasser. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied: Dieses Brunnenwasser unterliegt nicht automatisch engmaschigen Kontrollen, durch die sichergestellt wird, dass die Wasserqualität des eigenen Brunnenwassers den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht. Wasserhygiene ist daher ein enorm wichtiger Bestandteil der Pflege und Überwachung des eigenen Brunnens – insbesondere dann, wenn das Wasser für Babys geeignet sein soll. Achten Brunnenbetreiber auf die Unbedenklichkeit ihres Wassers, bietet der eigene Brunnen eine gute Alternative zum Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz, die besonders in ländlichen Gegenden gerne genutzt wird.

wasser für babys

Wasser für Babys und Kleinkinder muss höchsten Ansprüchen genügen

 

Wasser für Babys – besondere Vorsicht zum Schutz der Kindergesundheit

Nutzen wir von öffentlichen Versorgungsbetrieben geliefertes und kontrolliertes Wasser, entspricht dieses in allen Belangen der Trinkwasserqualität, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Dazu ist Aufbereitung und Kontrolle durch die Wasserwerke nötig. Verunreinigungen entstehen so in aller Regel frühestens in den eigenen Leitungen. Brunnenwasser entspricht jedoch nicht automatisch den mikrobiologischen und chemischen Voraussetzungen, die eingehalten werden müssen, damit das Wasser bedenkenlos konsumiert werden kann. Hier lauern große Gefahren, die vor allem die Gesundheit von Kindern beeinflussen können, wenn das Wasser für Babys, etwa zur Zubereitung von Säuglingsnahrung, genutzt wird.

Hausbrunnen verfügen in aller Regel nicht über Schutzmaßnahmen wie die großen Brunnenanlagen öffentlicher Versorger. Hier schützen sogenannte Wasserschutzzonen das Grundwasser rund um den Brunnen vor Verunreinigungen, was die Belastung und somit auch die notwendige Aufbereitung so gering wie möglich halten soll. Schadstoffe geraten durch den Boden ins Grund- und Brunnenwasser, das schlussendlich getrunken und zum Waschen und Putzen genutzt wird. Bevor das Wasser für Babys und auch erwachsene Personen genutzt wird, ist demnach die Kontrolle der Qualität unumgänglich.

lesetip - ivarioEinen interessanten Bericht des WDR zum Thema Brunnenwasser und Nitrat haben wir hier für Sie zusammengefasst.
 

Verunreinigungen des Brunnenwassers – Wassertester geben Sicherheit

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Brunnenwasser sollte engmaschig kontrolliert werden

Leben Babys oder Kleinkinder im Haushalt, sollte das Wasser bestmöglichster Qualität entsprechen. Wasser für Babys, Schwangere oder Kinder darf die Gesundheit in keiner Weise gefährden. Daher ist hier besondere Vorsicht angebracht.

Die möglichen Verunreinigungen des eigenen Brunnenwassers, das unter Umständen auch Babys und Kleinkinder konsumieren, können sehr vielschichtig sein. Eine der häufigsten Problemquellen ist dabei Nitrat, das durch landwirtschaftliche Einflüsse wie etwa Abwässer ins Grundwasser gelangt. Hohe Nitratdosen können für die Gesundheit des Menschen eine große Gefahr darstellen. Babys und Kleinkinder sowie immungeschwächte Personen laufen hier besonders Gefahr, langfristige Erkrankungen und Beschwerden davon zu tragen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das belastete Leitungswasser über einen längeren Zeitraum konsumiert wird.

 

 

pfeilHier haben wir weitere Informationen zum Thema Nitrat im Trinkwasser für Sie zusammengestellt.

pfeilWeiterführende Informationenzur Nitratbelastung des Grundwassers finden Sie außerdem hier.

 

Neben Nitrat können jedoch einige weitere Parameter die Gesundheit der Trinkwassernutzer gefährden.

Auch die mögliche mikrobiologische Belastung des Brunnenwassers sollte nicht unterschätzt werden. Hier kommen beispielsweise Verunreinigungen durch coliforme Keime, die unter anderem zu Infektionen der Harnwege sowie Durchfall und Erbrechen führen können, in Frage. Auch hier sollte demnach die Unbedenklichkeit des Wassers regelmäßig geprüft werden.

Die wichtigsten Parameter sollten dabei immer wieder kontrolliert werden. Hierzu bietet es sich an, gewissenhaft Wasseranalysen durchzuführen. Diese sind mit wenigen Handgriffen erledigt und geben Sicherheit beim Genuss des eigenen Brunnenwassers.

Erfahren Sie mehr zum Brunnenwasser-Test.

 

lesetip - ivarioIm Magazin haben wir weitere Artikel zum Thema Brunnenwasser testen lassen, über die Gefahren, die Rechte von Brunnenwassernutzern sowie die Pflichten von Brunnenbetreibern für Sie zusammengefasst:

 

Macht das Wasser abkochen für Babys Sinn?

Häufig wird angenommen, dass alle Gefahren aus dem Leitungswasser gebannt werden, in dem das

Wasser für Babys abkochen oder lieber nicht?

Wasser für Babys abkochen oder lieber nicht?

Wasser abgekocht wird. Daher sind Eltern nicht selten der Ansicht, das Wasser für ihr Baby oder im Haushalt lebende Kleinkinder einfach nur stark erhitzen zu müssen, um absolute Unbedenklichkeit zu gewährleisten. Dem ist jedoch nicht so!

 

„Gute“ Bakterien und „schlechte“ Keime

Wird das Wasser so stark erhitzt, dass es zu kochen beginnt, sterben tatsächlich Bakterien, Keime und Erreger ab. Was zunächst gut klingt, hat jedoch einen „Haken“:

Während gefährliche Erreger abgetötet werden, gilt dies auch für die restlichen mikrobiologischen „Bewohner“, die im Wasser enthalten sind. Neben gefährlichen Keimen finden sich in unserem Wasser Unmengen wichtiger Bakterien, die für den mikrobiologischen Haushalt des Menschen ebenso wichtig sind, wie für das biologische Gleichgewicht des Wassers selbst. Das Wasser abkochen schützt also gerade bei akutem Befall oder wenn der Verdacht einer mikrobiologischen Verunreinigung des Wassers besteht, durchaus, da gefährliche Keime abgetötet werden. Doch eine ideale Dauerlösung stellt das abgekochte Wasser für Babys nicht dar.

 

Wasser für Babys abkochen schützt nicht vor Belastungen durch Schwermetallen

Während das Abkochen des Leitungswassers, das beispielsweise zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet wird, aus mikrobiologischer Sicht zumindest dann Sinn macht, wenn akut Erreger im Wasser vermutet werden, macht es im Hinblick auf nicht-biologische Belastungen keinerlei Sinn. Schwermetalle wie Blei, das sich beispielsweise innerhalb der hausinternen Wasserleitungen ablöst und so ins Leitungswasser gelangt, werden durch das Abkochen des Wassers nicht entfernt!

 

Sollten Eltern das Wasser für Babys filtern?

Wasserfilter sind eine sinnvolle Alternative zum Kistenschleppen, wenn Verunreinigungen des Leitungswassers vermutet oder nachgewiesen werden. Gerade dann, wenn das Wasser für Babys verwendet wird, sind Wasserfilter für den Privatgebrauch für viele Haushalte selbstverständlich. Auch bei einem hohen Wasserhärte-Grad ist ein Wasserfilter eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken. Doch ist auf das Filtern gerade im Bezug auf gefährliche Belastungen des Trinkwassers wirklich Verlass?

icon - wassertestTipp: In unserem Bericht haben wir die Ergebnisse eines umfassenden Tests der Stiftung Warentest (2015) für Sie zusammengefasst.

 

Wasserfilter versprechen sauberes, unbedenkliches und weiches Wasser. Tatsächlich jedoch halten sie diese Versprechen in vielen Fällen nur kurzzeitig. Dazu kommt eine häufig unterschätzte Gefahr, die Wasserfilter oft mitbringen: Das Verkeimen der Kartuschen. In diesem Fall lauert die Gefahr also nicht allein im Leitungswasser selbst, sondern wird durch das Filtern noch vergrößert.

Werden diese Kartuschen jedoch regelmäßig gewechselt und die Hygieneanweisungen befolgt, filtern die meisten Modelle das Leitungswasser recht zuverlässig. Bedenkliche Stoffe wie Blei oder Kupfer werden deutlich reduziert. Hier ist jedoch der verantwortungsvolle Umgang mit dem Filter enorm wichtig. Zudem sollten die unterschiedlichen Modelle vor dem Kauf verglichen und gegebenenfalls auf die Geräte zurückgegriffen werden, die von der Stiftung Warentest oder ähnlich seriösen Institutionen empfohlen werden.

Bakterien und Keime sollen bei vielen Modellen durch in die Kartuschen integrierte Silberionen herausgefiltert werden. Dieser Weg der Wasserfilterung ist jedoch umstritten, da nicht auszuschließen ist, dass während des Filterns Silberpartikel ins Wasser gelangen, die dann vom Konsumenten aufgenommen werden. Die Auswirkungen dieses langfristigen und kontinuierlichen Konsums von Silber, wenn auch in geringen Mengen, sind noch nicht einwandfrei nachgewiesen, so dass jedoch auch eine Gefahr für die menschliche Gesundheit nicht ausgeschlossen werden kann.

 

Der wesentlich einfachere und von Experten empfohlene Weg um Babys, Kleinkinder und auch andere Personen zu schützen, die das Wasser konsumieren, ist jedoch das Wassertesten und die Beseitigung möglicher Gefahrenquellen.

 

Alternativen zum Leitungswasser für Babys – sinnvoll oder unnötig?

Verunreinigungen des Leitungswassers sind ein Problem, das immer mehr Menschen bewusst wird. Das tatsächliche Wissen um die möglichen Auslöser, die zur schädlichen Belastung des Leitungswassers führen können, ist jedoch häufig sehr beschränkt. Schnell entsteht eine generelle Angst vor belastetem Leitungswasser, wenn die Fakten nicht oder nur zum Teil bekannt sind.

 

achtung_klein Klar betont werden muss, dass das Trinkwasser in Deutschland in höchster Qualität an die Haushalte verteilt wird. Dazu wird das Wasser in den Wasserwerken aufbereitet und gemäß der in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte in guter Qualität ausgeliefert. Verunreinigungen haben in 99 Prozent der Fälle nichts mit dem Trinkwasser zu tun, das durch die Wasserwerke geliefert wird – ausgenommen kurzzeitiger Belastungen, die jedoch nur selten wirklich eine Gefahr darstellen und prinzipiell in kürzester Zeit von den Wasserversorgern behoben werden.

 

achtung_kleinDas wahre Gefahrenpotenzial obliegt der Verantwortung der Hauseigentümer. Diese stehen dafür ein, dass Verunreinigungen und Belastungen des Trinkwassers in den hausinternen Leitungen vermieden werden.

 

Kurzum: Eine generelle Angst vor belastetem Wasser ist im Prinzip nicht realistisch – sofern im eigenen Leitungswassersystem keine Gefahrenquellen lauern. Um diese festzustellen und gegebenenfalls zu beseitigen, sollten regelmäßige Trinkwasseranalysen zur Routine zählen.

Nichtsdestotrotz herrscht häufig ein generelles Misstrauen, wenn es um das Thema Leitungswasser geht. Selbstverständlich ist hier immer Vorsicht besser als Nachsicht: Sind sich Verbraucher nicht absolut sicher, dass ihr Leitungswasser unbedenklich ist, ist die eigene Trinkwasseranalyse eine hervorragende Möglichkeit, Probleme effektiv zu erkennen oder auszuschließen. Wassertester gibt es beispielsweise hier im IVARIO-Shop. Sind Verunreinigen ausgeschlossen und wird dies regelmäßig kontrolliert, kann das Wasser aus der Leitung absolut bedenkenlos konsumiert werden – auch von Babys und Kleinkindern.

Statt sich durch wenige Handgriffe selbst durch eine Wasseranalyse abzusichern, greifen jedoch gerade

Wasser aus der Flasche oder aus dem Hahn? Kistenschleppen ist meist unnötig

Wasser aus der Flasche oder aus dem Hahn? Kistenschleppen ist meist unnötig

Familien häufig auf Alternativen zurück: Mineralwasser aus der Flasche. Es wird davon ausgegangen, dass dieses wesentlich reiner und gesünder sei, als das Wasser aus der eigenen Leitung. Gerade wenn es um Leitungswasser für Babys und Kleinkinder geht, scheint es daher die perfekte Alternative. Tatsächlich ist diese Option jedoch gar nicht unbedingt so ideal.

 

icon - wassertest Tipp: In diesem Beitrag haben wir bereits die wichtigsten Aspekte zum Thema „Alternative Flaschenwasser?“ zusammengefasst und die Unterschiede zwischen Mineralwasser aus der Flasche und Leitungswasser beleuchtet.

 

Flaschenwasser für Babys – kostspielig und im Grunde unnötig

Fakt ist: Das in aller Regel deutlich kostspieligere Wasser aus der Flasche überzeugt bei genauerer Betrachtung nicht so deutlich, wie vermutet wird. Für einen empfindlich höheren Preis erhalten wir hier Wasser, das vor allem durch seine Reinheit und wertvolle Mineralien, die dem Wasser zugesetzt werden, punkten soll. Schauen wir jedoch genauer hin wird klar, dass Mineralwasser aus der Flasche (je nach Hersteller und Aufbereitungsprozessen) keineswegs automatisch reiner ist als Leitungswasser. Letzteres wird, damit es als Trinkwasser deklariert werden kann, gemäß der Trinkwasserverordnung auf über 50 chemische, mikrobiologische und physikalische Parameter untersucht. Quell- und Mineralwasser aus der Flasche unterliegt tatsächlich deutlich geringeren gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen.

Dazu kommt: Laut Stiftung Warentest sind die zusätzlichen Mineralstoffe im Flaschenwasser kaum nennenswert. Zudem sind diese für den menschlichen Organismus keineswegs wichtig, da wir unseren Bedarf im Normalfall komplett über die Nahrung decken.

 

Alternative zum Kistenschleppen: Wassersprudler

Wer die Kohlensäure liebt muss nicht zwingend auf Mineralwasser aus der Flasche zurückgreifen

Wer die Kohlensäure liebt muss nicht zwingend auf Mineralwasser aus der Flasche zurückgreifen

Auf „Nummer sicher“ zu gehen ist gerade dann wichtig, wenn es um Wasser für Babys und Kleinkinder geht. Das eigene Leitungswasser zu kontrollieren wird daher von Experten empfohlen. Bestätigt eine Trinkwasseranalyse, dass vom heimischen Leitungswasser keine Gefahr für den Konsumenten ausgeht, kann dieses auch für Babys und kleine Kinder bedenkenlos verwendet werden. Häufig steht jedoch das Argument der fehlenden Kohlensäure im Raum, wenn es um die Wahl zwischen Leitungs- oder Mineralwasser geht. Hier kann für jene, die auf Kohlensäure im Wasser bestehen, ein Wassersprudler Abhilfe schaffen. Durch ihn wird dem Wasser Kohlensäure zugesetzt.

 

lesetip - ivario Lesetipp zum Thema: Wassersprudler als Alternative zum Flaschenwasser

 

pfeilMehr zum Thema Leitungswasser für Babys im ersten Teil unseres Ratgebers. Lesen Sie dazu hier die Kapitel:

  • Die Gefahr aus dem Wasserhahn: Diese Faktoren gefährden die Gesundheit Ihres Kindes
  • Schwermetalle im Leitungswasser – hier lauern die Gefahren für Ihr Kind
  • Bakterien im Leitungswasser für Babys – mikrobiologische Gefahren für Ihr Kind

Lesen Sie außerdem in Kürze die Folgekapitel:

  • Leitungswasser für Babys: Das können Sie als Eltern tun, um Ihr Kind zu schützen

 

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