Rückenschmerzen – Kann Wasser helfen und wenn ja, wie?

Viele Menschen kennen Rückenschmerzen und wissen, wie sehr sie den Alltag einschränken können. Oftmals sind zu wenig Bewegung oder eine sitzende Beschäftigung der Auslöser für Rückenschmerzen, aber es gibt noch weitere Ursachen. Eine stark unterschätzte Ursache von Rückenschmerzen ist zum Beispiel auch Wassermangel. Sowohl die Bandscheiben als auch die Rückenmuskulatur müssen genug Wasser bekommen, um vernünftig funktionieren zu können.

Die Bandscheibe braucht Wasser

Der Körper verliert durch natürliche Prozesse wie Atmen, Schwitzen oder den Toilettengang ständig Wasser. Daher ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unerlässlich, damit alle Körperfunktionen ausgeführt werden können. Allerdings trinken die meisten Menschen viel zu wenig, wodurch der Körper austrocknet, was auch Dehydratation genannt wird. Er versucht dann, das Wasser im Körper besser zu verteilen. Lebenswichtige Organe  — vor allem das Gehirn — müssen nämlich ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden. Um dies zu gewährleisten, wird anderen, weniger wichtigen Organen Wasser entzogen. Dazu gehören unter anderem auch die Bandscheiben.

Die Bandscheiben liegen zwischen den Wirbelkörpern unsere Wirbelsäule. Sie dämpfen Stöße ab und sorgen ebenfalls für die Beweglichkeit des Körpers. Dabei bestehen sie aus einem derben Gewebsring und einem gallertartigen Kern. Dieser besteht zu 80-85 % aus Wasser und ist verformbar, weshalb die Bandscheiben als Stoßdämpfer der Wirbelsäule fungieren. Außerdem sorgen die Bandscheiben dafür, dass zwei benachbarte Wirbel einen ausreichenden Puffer zueinander haben. Das ist wichtig, damit die empfindlichen Nerven, die zwischen ihnen austreten, nicht eingeengt werden.

Wie Rückenschmerzen durch Wassermangel entstehen können

Im Laufe des Tages verlieren die Bandscheiben immer mehr Wasser, weil unser Körpergewicht es aus ihnen herauspresst. Bei einer Dehydratation sinkt der Wassergehalt der Bandscheibe zusätzlich. Zwei Prozesse können dadurch Rückenschmerz auslösen: Erstens kann die Bandscheibe Stöße nicht mehr so gut dämpfen, was zu Verschleißerscheinungen führen kann, die letztlich Rückenschmerz auslösen können. Zweitens verlieren die Bandscheiben durch Wassermangel an Höhe. Die Wirbel rücken dadurch näher zusammen und es kann zur Reizung der Nervenfasern kommen, was zu einem einschießenden Rückenschmerz führen kann.

In der Nacht regenerieren sich die Bandscheiben: Liegt der Körper waagerecht, lastet weniger Gewicht auf ihnen und Wasser aus dem umgebenden Gewebe kann wieder in sie hineinströmen. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Körper genug Wasser zur Verfügung hat, um den Verlust auszugleichen. Es ist also besonders wichtig, immer ausreichend Wasser zu trinken, damit die Bandscheiben ihre Funktionen ausüben können. So kann man Symptome lindern oder sogar vorbeugen.

Dehydrierte Muskeln verhärten sich und lösen Rückenschmerz aus

Nicht nur den Bandscheiben wird bei einer Dehydratation des Körpers Wasser entzogen, sondern auch den Muskeln. Im Rücken gibt es jede Menge Muskeln, die die Wirbelsäule stabilisieren und sehr wichtig für eine gesunde Körperhaltung sind. Wenn die Muskeln nicht genügend Wasser bekommen, können sie nicht richtig funktionieren und verhärten sich. Diese Verhärtung entlang des Rückens kann wiederum Rückenschmerzen auslösen. Wasser zu trinken gegen Rückenschmerzen, kann daher auch bei muskulären Ursachen Linderung verschaffen.

Wozu ist ein Wasserwirbler oder Wasservitalisierer gut?

Wasser ist der Hauptbestandteil des menschlichen Körpers und übernimmt eine zentrale Rolle im gesamten Organismus. Die regelmäßige Aufnahme von Flüssigkeit ist für den Menschen damit unverzichtbar: Nur wer genügend Wasser trinkt, schützt die Funktionsfähigkeit der Organe und kann gesund bleiben. Um eine genügende Flüssigkeitszufuhr zu garantieren, trinken viele Menschen Leitungswasser. In Deutschland gilt Leitungswasser als das am besten kontrollierte Lebensmittel. Um die Wasserqualität noch weiter zu optimieren, nutzen mittlerweile viele Verbraucher einen Wasserwirbler oder einen Vitalisierer.

Der Wasserwirbler – Nachahmung des natürlichen Wasserflusses

Nicht nur die chemische Zusammensetzung von Wasser ist ausschlaggebend für eine hohe Wasserqualität. Auch die physikalischen Gegebenheiten spielen eine große Rolle: Natürliche Gewässer fließen spiralförmig und bewirken durch die Verwirbelungen eine Weiterentwicklung sowie einen selbstreinigenden Effekt. Der Wasserwirbler ist eine physikalische Aufbereitungsmethode, die sich am Wasserhahn oder in der Leitung montieren lässt und diesen natürlichen Prozess nachahmt. Normalerweise ist Trinkwasser abgestanden, da es in den Leitungen unbewegt steht und unter hohem Druck herauskommt. Mittels des Wirblers ist das Leitungswasser wieder in Bewegung und aufbereitet – es entsteht weiches und geschmackvolles Wasser.

Ein Wasserwirbler besteht aus Edelstahl und besitzt im Inneren eine kleine, kegelförmige Wirbelkammer, in die das Wasser fließt und in schnelle Drehungen versetzt wird. Diese Wirbel und Gegenwirbel bewirken eine Auflockerung der Wasserstruktur, da Moleküle aufbrechen und sich verkleinern. Die Oberfläche im Inneren vergrößert sich daraufhin erheblich, wodurch das Wasser an Lösungsfähigkeit und natürlicher Vitalität gewinnt. Am Ende der Wirbelkammer fließt das belebte Wasser durch winzige Bohrungen aus dem Hahn ganz ohne Druck wieder heraus.

Der Wasservitalisierer – Wasser durch Schwingungen aufbereiten

Auch der Wasservitalisierer lässt sich zur Belebung und Veredelung von Leitungswasser einsetzen. Die Erfindung basiert auf einem historischen Vorläufer, der russischen Frequenzmaschine. Diese tötete mittels einer bestimmten Frequenzeinstellung Bakterien und Viren ab, ohne gesunde Zellen dabei zu beschädigen. Die bestimmte Frequenz schafft es, Informationen so zu modellieren, dass sie sich von der Zelle ideal aufnehmen lassen.

Auf ähnliche Weise funktioniert der Wasservitalisierer: Mittels Hochfrequenztechnologie wird gefiltertes Trinkwasser in harmonische Schwingungen versetzt und in eine sogenannte hexagonale Struktur modelliert. Hexagonales Wasser gelangt besser in die Zellen und erhöht so die Menge der elektrischen Energie im menschlichen Körper. Es bewegt sich dadurch mit größerer Leichtigkeit, aktiviert den Körper und verbessert so die Nährstoffaufnahme sowie die Stoffwechselentschlackung. Durch diese Wirkungen im Körper steigert das aufbereitete Wasser effektiv die Vitalität, die Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden. Das Gerät lässt sich von außen an den Wasserhahn anbringen und wirkt unmittelbar nach der Montage. Es besitzt eine Handsonde, auch Antenne genannt, die für die Strukturierung und Energetisierung des Wassers zuständig ist.

Prüfen Sie mit einem Wassertest, ob Ihr Leitungswasser unbelastet ist.

Die Trinkwasserverordnung in Deutschland und in anderen deutschsprachigen Ländern

Die Trinkwasserverordnung ist ein wichtiges Mittel, um die gute Wasserqualität in den deutschen und europäischen Haushalten zu gewährleisten und dieses regelmäßig auf bestimmte Parameter prüfen zu lassen. Verantwortlich für die Umsetzung der in der Trinkwasserverordnung (TVO) verankerten Richtlinien sind die Betreiber der Trinkwasseranlagen – diese müssen laut Gesetz der jeweiligen Länder für gesundheitlich unbedenkliches Trinkwasser für die Verbraucher sorgen. Jedes (deutschsprachige) Land hat seine eigenen Verordnungen, die aber nur in geringem Maße voneinander abweichen.

Warum die Trinkwasserverordnung so wichtig ist

Die Qualität des Trinkwassers in den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Schweiz und Österreich belegt europaweit Spitzenpositionen und wird als unbedenklich eingestuft. Dass das Trinkwasser von hoher Qualität ist und regelmäßig geprüft wird, ist der TVO zu verdanken, die seit vielen Jahren in Kraft tritt und Regeln für Grenzwerte vorgibt. Die Wasserversorger müssen aufgrund der TVO dafür sorgen, dass das Trinkwasser stets frei von Keimen, Schadstoffen und jedweder Belastungen ist bzw. die Grenzwerte nicht übersteigt. Vor allem nach der Novellierung der Verordnung 2011 werden diese Verantwortlichkeiten präzise festgesetzt.

Wenn wir glauben, dass unser Trinkwasser heutzutage völlig unbedenklich genießbar ist und wir es sorgenfrei trinken können, entspricht das nicht ganz der Wahrheit – denn Erkrankungen durch Keime und Legionellen (im Wasser lebende Bakterien, die beim Menschen Symptome wie Durchfall, Schüttelfrost oder Kopfschmerzen hervorrufen können) sind nach wie vor ein Problem. Nur durch die akkurate Umsetzung der TVO des jeweiligen Landes ist es möglich, diese Verunreinigungen zu vermeiden. Die Trinkwasserverordnung ist damit ein essenzielles Werkzeug, um Regeln lückenlos durchzusetzen und die Verbraucher umfassend zu schützen. Darum drohen mittlerweile auch hohe Strafen für die Wasserversorger, wenn Menschen Schaden durch verunreinigtes Trinkwasser nehmen – der Umfang der Strafen ist je Land jedoch unterschiedlich geregelt. Ab dem hauseigenen Wasseranschluss ist dann jeder Verbraucher selbst verantwortlich. Ob Verunreinigungen über alte Rohre oder schadhafte Armaturen ins Leitungswasser geraten sind, prüfen Sie am besten mit einem Wassertest.

TVO Deutschland

Das Trinkwasser in Deutschland wird in regelmäßigen Abständen gründlich kontrolliert – das gilt ebenso für Österreich und die Schweiz. Die TVO legt die bestimmten Parameter für diese Kontrollen fest, wobei jedes Land seinem eigens festgelegten Regelwerk folgt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen müssen die entsprechenden Stellen alle drei Jahre der Weltgesundheitsorganisation vorgelegen. Die deutsche TVO besteht bereits seit 2001, die Geschichte dahinter ist aber noch sehr viel älter. Als Grundlage gilt eine Dreiteilung in verschiedene Verschmutzungskategorien, dazu gehört erstens die chemische und zweitens die biologische Verschmutzung. Drittens gibt es noch verschiedene Indikatorparameter, die es einzuhalten gilt. Am Ende muss für den Verbraucher genusstaugliches und unbelastetes Wasser in Trinkqualität zur Verfügung stehen.

TVO Schweiz

Die TVO der Schweiz findet sich in der eidgenössischen Lebensmittelgesetzgebung wieder, laut der Trinkwasser stets unter ganz bestimmten und festgeschriebenen Grenzwerten liegen muss, sowohl hygienischen wie auch mikrobiologischen. Daneben werden aber auch chemische sowie physikalische Parameter definiert, wie die maximal abweichende Toleranz der Grenzwerte von Inhalts- und Fremdstoffen.

TVO Österreich

Auch in Österreich sind bestimmte Rechtsnormen verbindlich festgeschrieben, welche nicht nur die Qualität des Trinkwassers sichern, sondern auch die flächendeckende Versorgung in allen Haushalten des Landes. Die Gesetze der TVO werden auf Landesebene geregelt und gelten demnach für alle Bundesländer gleichermaßen. Die österreichische Trinkwasserverordnung besteht ebenfalls seit 2001 und umfasst die Punkte Beschaffenheit, Aufbereitung und Überwachung des Trinkwassers sowie die Pflichten der Wasserversorger.

Belastung des Grundwassers durch Kampfmittel – eine Gefahr für den Menschen?

Sind Böden mit Schadstoffen kontaminiert, besteht immer die Gefahr, dass Verschmutzungen bis in das Grundwasser durchsickern. Kampfmittel stellen eine besondere Gefahrenquelle für Grundwasserverunreinigungen dar. Der negative Einfluss von Rüstungsaltlasten auf die Grundwasserqualität ist je nach Ort und Art der Kampfmittel mitunter gravierend.

Kampfmittel und Rüstungsaltlasten als Ursache für Grundwasserverschmutzung

Als Kampfmittel werden Überreste oder Altlasten von Munition und Explosivstoffen aus militärischer Herkunft bezeichnet. Historische Kampfmittel sind beispielsweise Sprengkörper, Munition oder Munitionsteile aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Diese sind auch mehr als sieben Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs immer noch zahlreich in europäischen Böden zu finden. Neben der naheliegenden Gefahr, die von Blindgängern und anderen nach wie vor funktionstüchtigen Sprengsätzen ausgeht, bergen Rüstungsaltlasten ein weiteres Gefährdungspotenzial für Mensch und Umwelt: Durch die Korrosion der im Boden befindlichen Kampfmittel werden Schadstoffe freigesetzt. Diese Schadstoffe kontaminieren den Boden und sickern bis in das Grundwasser durch. Rückstände der Schadstoffe aus Kampfmitteln werden dann vom Menschen mit dem Trinkwasser aufgenommen.

Kampfmittel verunreinigen das Grundwasser

Die Bodenbelastung durch Schadstoffe aus Kampfmitteln ist besonders im Umfeld von Rüstungsindustriestandorten, Truppenübungsplätzen oder ehemaligen Bombenzielen und Kampfplätzen des Ersten und Zweiten Weltkriegs nachweisbar. Hier besteht die erhöhte Gefahr der Verunreinigung des Grundwassers durch eben diese Schadstoffe aus Rüstungsaltlasten. Besonders Explosionsstoffe wie TNT, Knallquecksilber oder Phosphor, welches hauptsächlich in Brand- und Nebelbomben zum Einsatz kam, kann Böden verunreinigen und zu Grenzwertüberschreitungen zulässiger Mengen an Schadstoffen im Grundwasser führen. Auch Schwermetalle und Halbmetalle können durch Korrosion in das Grundwasser gelangen. Munition und Munitionsteile stellen vor diesem Hintergrund eine wesentliche Belastungsquelle dar. Häufig enthält Munition Blei oder Antimon. Letzteres wird als Legierung zur Munitionsherstellung benutzt und ist als Verbindung gesundheitsschädlich und umweltgefährlich. Antimonfluoride und -chloride sind zudem als giftig und ätzend eingestuft. Verunreinigungen des Grundwassers mit Schwermetallen wie Blei sind besonders gesundheitsgefährdend für den Menschen.

Was tun, wenn das Grundwasser mit Kampfmittelschadstoffen belastet ist?

Besteht der Verdacht auf eine Schadstoffbelastung des Grundwassers, müssen Experten zunächst feststellen, um welche Schadstoffe es sich dabei handelt, wie hoch die Schadstoffkonzentration im Grundwasser ist und auch welche Ursache die Schadstoffverunreinigung hat. Sind all diese Parameter festgestellt worden, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Grundwassersanierung. Mit klassischen ex-situ-Verfahren wie Pump-and-Treat wird verunreinigtes Grundwasser an die Oberfläche gepumpt und dort mithilfe technischer Verfahren behandelt und aufbereitet. Die Oberflächenbehandlung kann dabei je nach Schadstoffkontamination und -konzentration durch UV/Ozonierung, chemische Oxidation, Destillation, Flotation, Filtration oder Ionenaustausch durchgeführt werden. Alternativ kann das Grundwasser aber auch in-situ saniert werden. Bei diesen Methoden verbleibt das Grundwasser zur Behandlung im Boden. Solche modernen Verfahren können mit mikrobiologischen, chemisch-physischen oder thermischen Behandlungsmethoden umgesetzt werden. Bevor das sanierte Grundwasser dann in das Trinkwassernetz eingespeist wird, muss es weitere Filtrierungsschritte durchlaufen. Sandfilter und Aktivkohlefilter entziehen dem Grundwasser die letzten verbliebenen Verunreinigungen.
Wenn Sie selbst auf Nummer sicher gehen und etwaige Verunreinigungen Ihres Leitungswassers ausschließen wollen, empfiehlt sich ein Wassertest.

Warnsystem Geschmacksknospen – Welche Ursachen kann ein erhöhter Chlor-, Eisen- oder Schwefelgehalt im Trinkwasser haben?

Im menschlichen Mund finden sich nahezu 10.000 Geschmacksknospen, wobei jede noch einmal jeweils 50 bis 100 Geschmackssinneszellen aufweist. Diese können nicht nur die bekannten Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, bitter und umami erkennen, sondern dienen sogar als Warnsystem des Körpers.

Woran erkennt man Chlor, Eisen oder Schwefel im Trinkwasser?

Chlor ist am einfachsten an seinem typischen Geruch zu erkennen. Jeder, der schon einmal im Schwimmbad gewesen ist, kennt diesen unverwechselbaren Chlorgeruch. Zu schmecken ist Chlor im Trinkwasser allerdings nicht, daher erkennt man einen erhöhten Chlorgehalt im Trinkwasser nur mittels eines Geruchstests. Dahingegen lässt sich Eisen im Wasser über die Geschmacksknospen feststellen, wenn das Trinkwasser metallisch schmeckt. Dieser metallische Geschmack ist vergleichbar mit dem von Blut. Am auffälligsten von allen drei Stoffen im Trinkwasser ist wohl Schwefel, da das Wasser bei einer erhöhten Schwefelkonzentration sehr markant nach faulen Eiern riecht. Da es im Trinkwasser ebenso wie Chlor geschmackslos ist, lässt sich eine erhöhte Konzentration ebenfalls nur durch den Geruchstest feststellen.

Warum kommen diese Stoffe im Leitungswasser vor?

Einige Wasserversorger in Deutschland benutzen Chlor, um Bakterien, Viren und Mikroorganismen abzutöten. Besonders häufig entsteht der Chlorgeruch bei Einschwemmungen von Schmutz in das Grund- und Flächenwasser, beispielsweise bei Erdrutschen oder Unwettern. Denn dann müssen die Versorger das Wasser mit Chlor desinfizieren, was zu einer erhöhten Konzentration führt. Ein zu hoher Eisenwert liegt vor, wenn die Leitungsrohre zu einem Großteil aus Eisen bestehen. Dadurch gelangen Eisen-Ionen in das Trinkwasser und verursachen den typischen Geschmack. Auch wenn die Eisenrohre verzinkt wurden, kann der charakteristisch metallische Geschmack festgestellt werden, da sich die Zinkschicht mit der Zeit langsam auflöst. Die Schwefelverbindung Sulfat kommt natürlicherweise im Wasser vor und ist, geruchlos und ohne Grenzwertüberschreitung nicht gefährlich. Ein unangenehmer Schwefelgeruch des Wassers kann hingegen mehrere Ursachen haben: So können sich entweder Schwefelbakterien und Schwefelwasserstoff in der Wasserversorgung befinden oder die Ursache liegt in einer chemischen Reaktion im Heißwasserboiler. So kann das Sulfat in Verbindung mit Eisen (zum Beispiel auch durch alte Armaturen) zum stinkenden Schwefelwasserstoff umgewandelt werden.

Wie gefährlich sind diese Stoffe im Trinkwasser?

Grundsätzlich ist Chlor im Trinkwasser für den menschlichen Körper unbedenklich, soweit der Grenzwert nicht überschritten wird und die erhöhte Konzentration nur vorübergehend ist. Bei Überschreitung der Grenzwerte sind die Wasserversorger verpflichtet, die Konsumenten darüber zu informieren. In diesem Fall sollte das Wasser nicht mehr getrunken werden. Darüber hinaus kann eine eventuelle Gesundheitsgefährdung für Schwangere und stillende Mütter nicht ausgeschlossen werden, auch wenn der Chlorgehalt noch knapp unter dem Grenzwert liegt. Auch bei Eisen ist erst eine Überdosis gesundheitsschädlich. Übersteigt die Eisenzufuhr 15 mg am Tag, kann es zu Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen kommen. Der menschliche Körper benötigt Schwefel für den Eiweißstoffwechsel, weshalb es nicht gefährlich ist. Anders verhält es sich mit den zahlreichen Schwefelverbindungen. Sulfat sollte im Trinkwasser einen Wert von 250 mg/l nicht überschreiten, da es sonst auf den Körper abführend wirken kann und eine Geschmacksveränderung begünstigt. Zudem fördert ein erhöhter Sulfat-Gehalt noch ein weiteres Problem: Die Leitungsrohre korrodieren. Dies erhöht die Gefahr von Wasserrohrbrüchen und beeinträchtigt die Wasserqualität. Auch Schwefelwasserstoff im Wasser wirkt übrigens abführend und ist in hoher Konzentration giftig. Ob Ihr Leitungswasser unbedenklich ist, können Sie ganz leicht mit einem Wassertest überprüfen lassen.

Infused Water – Wasser mit Geschmack

Der menschliche Körper benötigt täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit, um alle Funktionen korrekt ausführen zu können. Vielen fällt es jedoch schwer, diese Tagesdosis einzuhalten. Dies liegt nicht selten daran, dass ihnen Wasser zu eintönig schmeckt. Wer jedoch nicht auf Alternativen wie Fruchtsäfte und Softdrinks mit ihrem hohen Zuckergehalt setzen will, dem steht der Trend Infused Water zur Verfügung.

Was ist Infused Water?

Infused Water ist nichts anderes als gesundes Wasser mit Geschmack. Denn die geschmackliche Note wird im Gegensatz zu Softdrinks nicht etwa durch Zucker, Sirup oder synthetische Zusatzstoffe erreicht, sondern durch natürliche Produkte wie Obst, Gemüse und Kräuter, die in das Wasser gegeben werden. Daher stammt auch der Name Infused Water, der übersetzt ‚übergossenes Wasser‘ heißt – denn die Zutaten werden schlichtweg mit Wasser übergossen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Ob Zitrusfrüchte, Gurke, Erdbeeren oder Minze – jede Zutat verleiht dem Wasser einen einzigartigen Geschmack. So ist Infused Water besonders erfrischend und der ideale, gesunde Durstlöscher.

Was Infused Water so gesund macht

Infused Water wird oft als Detox-Getränk oder Fettkiller bezeichnet. Zweifelsohne weist das natürlich aromatisierte Wasser im Gegensatz zu Fruchtsäften fast keine Kalorien auf und überzeugt dennoch mit seinem frischen Geschmack. Die verwendeten Obst- und Gemüsesorten sowie Kräuter geben zudem einen Teil ihrer Mineralstoffe und Vitamine an das Wasser ab und tragen so zum gesundheitsfördernden Effekt bei. Zitrusfrüchte sowie Obst- und Beerensorten sind so ein Vitaminlieferant, auch exotische Beeren wie Acerola oder Sanddorn haben einen besonders hohen Vitamin-C-Gehalt. Gurken bestehen fast nur aus Wasser, sorgen vor allem in Kombination mit anderen Zutaten aber für Geschmack und Energie. Kräuter wie Rosmarin und Minze sind besonders aromatisch durch ihre ätherischen Öle. Sie können Haut und Muskeln positiv unterstützen. Selbst wenn längst nicht alle Inhaltsstoffe in das Wasser abgegeben werden, hat Infused Water noch einen weiteren Effekt: Durch die vielseitigen Aromen schmeckt es vielen besser als reines Wasser. So kann es dazu beitragen, mehr zu trinken. Das wiederum hilft dem Körper, sich zu regenerieren, Schadstoffe auszuspülen und beugt einem vorzeitigen Hungergefühl vor.

Das ist bei der Zubereitung von Infused Water wichtig

Trotz der einfachen Zubereitung von Infused Water gibt es einiges zu beachten. Grundsätzlich gilt, dass vor allem Bio-Produkte verwendet werden sollten, damit keine Pestizide in das Wasser gelangen können. Dennoch müssen dann vor der Zubereitung alle Zutaten gründlich gewaschen werden. Infused Water hält sich gekühlt gut einen Tag, bevor die Zutaten verderben können.

Übrigens: Das natürliche Wasser mit Geschmack schneidet im Test mit Wasser mit Aroma, welches es zu kaufen gibt, bedeutend besser ab. Mineralwasser mit Geschmack fielen im Test der Stiftung Warentest vor allem durch ihre fehlenden Fruchtaromen und irreführenden Inhaltsstoffe auf. Sie können außerdem sogar mit Schadstoffen belastet sein. Daher empfehlen auch die Experten der Stiftung Warentest, lieber selbst Wasser mit natürlichen Inhaltsstoffen herzustellen. Um sicher zu gehen, dass das für Infused Water verwendete Leitungswasser schadstofffrei ist, empfiehlt sich ein Wassertest.

Kohlensäure im Wasser – abträglich für die Gesundheit?

Bis zu zwei Liter Flüssigkeit sollen Erwachsene am Tag zu sich nehmen. Dabei konsumieren viele Wasser mit Kohlensäure, weil es für sie besonders erfrischend schmeckt. Neben dem Geschmacksfaktor spielt jedoch der Aspekt Gesundheit eine große Rolle, denn noch immer steht im Raum, ob Wasser mit Kohlensäure ungesund ist.

Was bewirkt Kohlensäure im Wasser?

Deutsche bevorzugen Wasser, welches mit Kohlensäure versetzt wurde. Die aufsteigenden Bläschen im Wasser sind übrigens streng genommen keine Kohlensäure, sondern Kohlenstoffdioxid. Sie übernehmen eine praktische Funktion: Sie reinigen die Geschmackspapillen auf der Zunge. So ist das Prickeln auf der Zunge nicht nur erfrischend, es verbessert zudem die Wahrnehmung von Geschmacksunterschieden. Kohlensäure ist zudem ein natürliches Konservierungsmittel und war früher tatsächlich im Wasser dafür verantwortlich, dass die Getränke länger haltbar sind. Generell unterscheidet man zwischen Mineralwasser, das bereits natürlicherweise Quellkohlensäure enthält, und bei der Abfüllung mit Kohlensäure versetztem Wasser.

Ist Kohlensäure ungesund?

Viel zu trinken ist lebensnotwendig und Wasser ist ein gesunder Durstlöscher, aber ist Wasser mit Kohlensäure wirklich ungesund? Grundsätzlich ist Kohlensäure im Wasser nicht schädlich. Allerdings sollten Verbraucher nicht zu viel konsumieren und es gibt tatsächlich Situationen, in denen sich Wasser mit Kohlensäure ungesund auf den Körper auswirken kann. Kinder sollten laut Meinung von Zahnärzten beispielsweise nicht zu viel kohlensäurehaltiges Wasser trinken, da dieses den Zahnschmelz schädigen kann.

Zu viel Kohlensäure kann außerdem Blähungen oder ein Aufstoßen fördern, da der Körper das aufgenommene Kohlenstoffdioxid wieder ausscheiden muss. Schafft er dies nicht mehr allein über die Lungen oder den Urin, muss er dies über die Speiseröhre und den Magen-Darm-Trakt tun. Auch wer unter Sodbrennen leidet, sollte auf Kohlensäure verzichten, denn diese kann die Beschwerden noch verstärken. Kohlensäure regt die Produktion der Magensäure an. Muss der Körper, wie oben beschrieben, das Kohlenstoffdioxid über die Speiseröhre ausscheiden, steigt die Magensäure mit in diese auf und verursacht das unangenehme Brennen.

Forscher wollen übrigens herausgefunden haben, dass Wasser mit Kohlensäure den Appetit anregen kann. So soll das Gas die Magenwand stimulieren, sodass der Körper schneller appetitauslösende Hormone produziert. Die Folge: Man hat schneller wieder Hunger. Ob Wasser mit Kohlensäure jedoch wirklich langfristig dick machen kann, muss erst in weiteren Studien belegt werden. In der alternativen Medizin steht Kohlensäure zudem im Verdacht, den Säure-Base-Haushalt zu stören, da der Körper langfristig übersäuert wird. Die Folgen wären Haarausfall, Gelenkschmerzen oder brüchige Nägel. Da kohlensäurehaltiges Wasser jedoch einen pH-Wert von 7 hat und somit neutral ist, müssten sehr große Mengen konsumiert werden, um den Säure-Base-Haushalt langfristig zu schädigen.

Ist Kohlensäure aus dem Wassersprudler gefährlich?

Eine beliebte Alternative zum Mineralwasserkauf sind Geräte, die Leitungswasser mit Kohlensäure versetzen. Sofern das Leitungswasser von einwandfreier Qualität ist, kann dies eine Alternative sein. Ein Wassertest kann Klarheit über die Unbedenklichkeit des Leitungswassers bringen. Diese Alternative erspart dem Verbraucher das lästige Tragen, außerdem kann individuell selbst entscheiden werden, mit wie viel Kohlensäure das Wasser versetzt wird. Allerdings stellen Kohlensäure-Sprudler wie Sodastream häufig eine Gefahr dar, da die Keimbelastung der Geräte schnell steigt. Sowohl die Wassersprudler als auch die Flaschen (bestenfalls Glasflaschen) sollten daher immer sauber gehalten werden. Ist dies nicht der Fall, können Bakterien, Viren oder Pilze in das Trinkwasser gelangen. Neuere Sprudler sind meist schon mit Glasflaschen ausgestattet, diese geben außerdem kein Mikroplastik an das Trinkwasser ab und gelten daher als gesünder als Plastikflaschen.

Mineralstoffe im Leitungswasser – Wird der Körper durch Wasser aus dem Hahn ausreichend versorgt?

Mineralstoffe sind ein essenzieller Bestandteil für den menschlichen Körper, zumal diese nicht selbst von ihm hergestellt werden können. Falls diese fehlen oder über einen längeren Zeitraum nicht in ausreichender Menge über Nahrungsmittel aufgenommen werden, können sich Mangelerscheinungen einstellen. Mineralstoffe kommen dabei aber nicht nur in der Nahrung, sondern auch im Leitungswasser vor.

Wie viele Mineralstoffe braucht der Körper und welche sind im Trinkwasser enthalten?

Mineralstoffe sind lebenswichtige anorganische Verbindungen und werden in Mengen- und Spurenelemente unterteilt. Stoffe, die in unserem Körper in großer Menge vorhanden sind und die dieser ebenfalls in hoher Konzentration benötigt, nennt man Mengenelemente. Spurenelemente sind im Körper mit nur rund 50 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht vertreten. Nichtsdestotrotz sind auch diese essenziell für uns. Im Gegensatz zu Vitaminen sind Mineralstoffe zudem relativ unempfindlich. Während Vitamine beispielsweise schnell durch Hitze zerstört werden, ist dies bei Mineralstoffen nicht der Fall.

Mineralstoffe können auch durch Leitungswasser aufgenommen werden. Leitungswasser wird in Deutschland vor allem aus Grundwasser gewonnen. Wenn es regnet, versickert der größte Teil des Regenwassers im Boden. Es fließt dabei durch mehrere Erd- und Gesteinsschichten. In diesen Schichten reichert sich das Wasser mit Mineralstoffen an, bevor es in das Grundwasser gelangt. Wie hoch der Anteil der Spurenelemente ist, hängt dabei von der geologischen Zusammensetzung des Bodens ab. Deshalb gibt es beim Leitungswasser auch große regionale Unterschiede bezüglich des Mineralstoffgehalts.

Mineralstoffe im Leitungswasser

Magnesium: Magnesium wird für eine Vielzahl an Körperfunktionen benötigt. Dazu gehören beispielsweise die Aktivierung der Muskeln, Bildung von Proteinen und Übertragung von Nervensignalen. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zwischen 300 und 400 Milligramm.
Calcium: Calcium ist der Hauptbestandteil des menschlichen Skeletts. Er sorgt für dessen Stabilität. Ein normaler Erwachsener braucht zwischen 1000 und 1200 Milligramm Calcium am Tag.
Natrium: Natrium reguliert den Wasserhaushalt des Körpers. Es ist zudem ein Hauptbestandteil des menschlichen Schweißes, weshalb es gerade nach dem Sport oder bei schwerer körperlicher Arbeit wichtig ist. Die empfohlene Tagesdosis für einen Erwachsenen liegt bei 1500 Milligramm.
Kalium: Kalium brauchen hauptsächlich die Muskeln – vor allem der Herzmuskel. Zudem reguliert es ebenfalls den Wasserhaushalt. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Tagesdosis für Kalium liegt bei 4000 Milligramm.
Sulfat: Sulfat ist eine Schwefelverbindung, die ebenfalls natürlich im Erdreich vorkommt. Sie ist für die Verdauung sowie die Nägel und Haare von Bedeutung.
Eisen: Eisen zählt zu den Spurenelementen und ist für den Sauerstofftransport im Blut sowie die Blutbildung unerlässlich.

Wie viel Calcium enthält Ihr Leitungswasser? – Finden Sie’s heraus mit einem Wassertest!

Kann Trinkwasser den Tagesbedarf an Mineralstoffen abdecken?

Tatsächlich kann mann den Tagesbedarf an Mineralstoffen nicht allein durch Trinkwasser abdeckt. Eine Ausnahme stellen hier lediglich mit Mineralien angereicherte „Heilwasser“ dar, die es in Apotheken gibt. Das Leipziger Leitungswasser enthält beispielsweise pro Liter nur 72,2 Milligramm Calcium, 27,2 Milligramm Natrium, 14,5 Milligramm Magnesium und 5,3 Milligramm Kalium. Um seinen Tagesbedarf an Mineralstoffen abzudecken, muss sich ein Mensch daher ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Leitungswasser ist dennoch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und laut Stiftung Warentest erwiesenermaßen nährstoffreicher als Mineralwasser.

Mehr trinken – Warum eine ausreichende Wasserzufuhr so wichtig ist

Wasser ist essenziell für den Menschen. Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Ohne dieses würden die Organe nicht richtig funktionieren, der Stoffwechsel käme nicht in Gang und der Organismus könnte bei einem stetigen Wassermangel schwere Schäden davontragen. Wasser ist jedoch nicht nur Lebenselixier, ihm werden auch heilende Eigenschaften zugeschrieben.

Warum viel trinken so gesund ist

Wasser fördert die Gesundheit und ist ein Bestandteil der menschlichen Körperzellen. Es ist dafür verantwortlich, den Stoffwechsel zu aktivieren und den Körper beim Schwitzen abzukühlen. Wer zu wenig Wasser trinkt, riskiert, dass das Blut schlechter fließt. Organe könnten geschädigt werden, Abbauprodukte und Giftstoffe scheidet der Körper nicht mehr korrekt über die Nieren aus und schlimmstenfalls droht eine Sauerstoffunterversorgung der Muskeln und des Gehirns. Die andauernde Unterversorgung des Körpers mit Wasser kann so zu Kreislauf- oder Organversagen führen. Dabei muss genug trinken gar nicht teuer sein. Leitungswasser hat in Deutschland eine gute Qualität. Um auch eine Verunreinigung durch alte Leitung oder Armaturen ausschließen zu können, empfiehlt sich ein Wassertest.

So viel Wasser benötigt der Körper täglich

Über die Frage, wie viel Wasser unser Körper täglich benötigt, wird viel diskutiert. Für Erwachsene gilt, dass sie etwa 1,5 Liter Wasser pro Tag trinken sollten. 0,7 Liter Wasser gelangen allein durch die Nahrungsaufnahme in den Körper, sodass Wassermengen von zwei oder drei Litern pro Tag nicht zwingend notwendig sind. Prinzipiell signalisiert ein gesunder Körper selbst, wann er Wasser benötigt, und zwar in Form von Durst. Übermäßig große Wassermengen auf einmal zu trinken, ist im Normalfall also nicht nötig. Im Gegenteil, bei einer sehr hohen Wasserzufuhr in einem kurzen Zeitraum können die Blutsalze im Körper zu stark verdünnen. Anders sieht es bei älteren Menschen, Kranken und Kleinkindern aus: Hier ist das Durstgefühl hin und wieder nicht so ausgeprägt. Für diese Personengruppen ist es daher ratsam, stets darauf zu achten, dass sie ausreichend trinken. Zudem steigt der Wasserbedarf bei sportlicher Betätigung, bei diversen Erkrankungen oder starker Hitze an. Aber auch hier gilt, dass der Körper meist selbst signalisiert, wann er Wasser benötigt. Nierenkranke Menschen oder Leute mit Herzleiden oder einer Gewebeschwäche sollten ihren täglichen Wasserbedarf aufgrund ihrer Erkrankung von einem Arzt abklären lassen.

Um zu erkennen, ob der Körper mit ausreichend Wasser versorgt ist, gibt es einen einfachen Trick: den Hautturgor-Test. Hautturgor meint die Spannung der Haut – wird diese mit zu wenig Wasser versorgt, nimmt auch die Spannung ab. Für den Test wird die Haut am Handrücken mit Daumen und Zeigefinder nach oben gezogen. Sobald sie losgelassen wird, sollte sich die Haut wieder glätten. Bleibt die Haut jedoch stehen, fehlt es dem Körper meist an Flüssigkeit. Dieser Test funktioniert übrigens auch bei Senioren.

Die heilende Wirkung von Wasser

Zahlreiche Therapien und Behandlungsmethoden zeugen von den Heilkräften von Wasser. So enthält zum Beispiel Thermalwasser wertvolle Inhaltsstoffe, die die Haut aufnehmen kann. Muskelverspannungen, Durchblutungsstörungen und Herz-Kreislauf-Beschwerden können so gelindert werden. Doch auch als Trinkkur kann Wasser seine heilende Wirkung entfalten. Wasser mit viel Calcium hilft beispielsweise bei Osteoporose. Zudem gelten sowohl ein warmes Bad zuhause als auch ein Solebad oder eine Kneipp-Kur als entspannend und heilsam für den Körper.

Ist destilliertes Wasser gut oder schlecht für die Gesundheit?

Destilliertes Wasser ist absolut schadstofffrei, da dieses im thermischen Verfahren der Destillation gereinigt wurde. Allerdings enthält es dadurch auch keinerlei Mineralstoffe mehr. Dennoch vertrauen viele Menschen auf die reinigende Wirkung des Wassers. Destilliertes Wasser soll die Gesundheit fördern, indem es Krankheitserreger aus dem Körper „herausspült“. In einigen Ländern dieser Welt wird es daher sogar wirksam als Trinkwasser verkauft. Die Frage, ob destilliertes Wasser nun wirklich gut oder schlecht für die Gesundheit ist, ist jedoch nicht ganz so leicht zu beantworten.

Welche Wirkung hat destilliertes Wasser auf den menschlichen Körper?

In der Theorie ist destilliertes Wasser tatsächlich schädlich und sogar gefährlich für den Körper. Wenn die Zellen mit destilliertem Wasser in direkten Kontakt kommen würden, könnten sie platzen. Das liegt daran, dass die Körperzellen versuchen würden, das Ungleichgewicht an Nährstoffen auszugleichen. Nehmen sie das mineralstofflose Wasser zu lange auf, würden sie schließlich platzen und dies würde innere Blutungen oder Organversagen zur Folge haben.

Allerdings müsste dafür das destillierte Wasser direkt in die Blutbahn gelangen, beispielsweise durch eine Transfusion. Wer das reine Wasser nur trinkt, der muss sich keine Sorgen um solch drastische Auswirkungen machen. Die Magensäure und der Speichel reichern das destillierte Wasser bereits mit Mineralstoffen an, bevor dieses überhaupt mit den Zellen in Kontakt kommen kann.

Ist der Konsum von destilliertem Wasser für den Menschen ungefährlich?

Ganz ungefährlich ist der Konsum von destilliertem Wasser dennoch nicht, da es dem Menschen Elektrolyte entzieht. Der Körper braucht diese für zahlreiche Prozesse. So sorgt Kalzium beispielsweise für eine stabile Knochenstruktur und wird für die Übertragung von Signalen an die Muskeln benötigt. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen und sorgt für den Transport von Sauerstoff im Blut. Kalium ist für viele enzymatische Reaktionen des Körpers wichtig. Fehlen diese Stoffe, dies kann wichtige Körperfunktionen stören.

Mineralstoffe nimmt man im Normalfall über die Nahrung und das Trinkwasser auf. Wer sich richtig ernährt, der kann diesen Mangel problemlos ausgleichen. Seinen Kaffee mit destilliertem Wasser aufzubrühen, um das Aroma nicht zu verfälschen, ist deshalb vollkommen ungefährlich. Problematisch wird es erst, wenn man den gesamten Trinkwasserbedarf mit destilliertem Wasser abdeckt. Auf Dauer könnte die Nahrungsaufnahme allein das Mineralstoffdefizit nicht mehr ausgleichen, weshalb es schon nach kurzer Zeit zu Mangelerscheinungen kommen würde, die schnell gesundheitsgefährdend wären. Deshalb sprechen sich die meisten Wissenschaftler und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gegen den ausschließlichen Konsum von destilliertem Wasser aus.

Wie hoch der Gehalt an Mineralstoffen in Ihrem Leitungswasser ist, können Sie mit einem Wassertest feststellen lassen.

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