Hätten Sie es gewusst? Trinkwasser in Deutschland auf den Punkt gebracht

Trinkwasser in Deutschland - hätten Sie das gewusst?

Wie funktioniert eigentlich eine Trinkwasseranalyse?

Was wissen Sie über das Trinkwasser in Deutschland

Trinkwasser in Deutschland – die wenigsten Menschen beschäftigen sich wirklich mit dem Thema. Hierzulande fließt das Leitungswasser wie selbstverständlich aus dem Hahn – wozu dann also weiter darüber nachdenken? Doch es lohnt sich, denn das Thema ist wesentlich komplexer, als die meisten Menschen vermuten. Von der Trinkwassergewinnung über die Materialqualität bei Wasserleitungen bis hin zu den Gefahren, die es trotz aufwändiger Aufbereitungsverfahren bereithalten kann – Wasser ist unser höchstes Gut und seine Qualität ausschlaggebend dafür, dass wir gesund bleiben. Daher haben wir einige Fakten zum Thema Trinkwasser in Deutschland zusammengetragen.

 

Trinkwasser in Deutschland – hochwertig und deutlich günstiger als die Alternative!

Im Durchschnitt kostet ein Liter Trinkwasser in Deutschland gerade mal 0,2 Cent. Mineralwasser aus der Flasche kann schon mal 0,60 Cent oder mehr kosten. Der Qualitätsunterschied ist dabei bei weitem nicht so klar, wie die meisten Mineralwasserfreunde denken. Erfahren Sie mehr dazu im Magazinbeitrag zum Unterschied von Leitungswasser und Mineralwasser aus der Flasche!

Trinkwasser in Deutschland ist nicht nur gesund – es kann sogar beim Abnehmen helfen!

Wasser hat deutlich weniger Kalorien als beispielsweise Erfrischungsgetränke wie Limonade. Selbst entsprechend deklarierte Fitnessgetränke können da nicht mithalten. Bei ausreichendem Trinken macht es außerdem für eine gewisse Zeitspanne satt und entgiftet den Körper sogar, indem beispielsweise die Nieren gut beschäftigt werden.

Hartes Wasser ist sogar gut für uns!

Spricht man von „hartem Wasser“ ist damit eine hohe Konzentration Magnesium und Calcium im Wasser gemeint. Diese Wasserhärte hat Einfluss auf den Geschmack und das Aussehen des Wassers und hat den klaren Nachteil, dass beispielsweise Armaturen schneller verkalken. Trotzdem ist das Wasser nicht schädlich für uns: Magnesium und Calcium zählen zu den essenziellen Mineralstoffen, die der Körper benötigt. Zwar nimmt der Organismus bei einer gesunden Ernährung ausreichend Mineralstoffe durch feste Nahrungsmittel auf, schädlich ist das harte Wasser jedoch nicht: Überschüsse an Mineralien werden vom Körper ausgeschieden. Mehr dazu in unserem Beitrag „Kalkhaltiges Wasser trinken – gesund oder sogar schädlich?

Trinkwasser in Deutschland filtern? Wenn die Wasserqualität nicht bis zum Hahn gesichert ist, ja!

Das Trinkwasser in Deutschland entspricht höchsten Standards. Dafür sorgen die Wasserversorger, die den Vorschriften der Trinkwasserverordnung ausnahmslos Folge leisten. Dennoch sind Verunreinigungen, etwa durch Blei oder auch Bakterien im Wasser, nicht ausgeschlossen. Diese Belastungen finden jedoch in aller Regel erst innerhalb der hausinternen Trinkwasserinstallation statt. Daher sollte das Leitungswasser regelmäßig kontrolliert werden, um sicher zu gehen, dass die Trinkwasserqualität, die durch die Wasserversorger gewährleistet wird, auch bis zum Hahn erhalten bleibt.

Mehr zum Thema Schwermetalle im Wasser erfahren Sie beispielsweise in diesem Artikel: Schwermetalle im Trinkwasser

Informationen zu Bakterien im Leitungswasser haben wir unter anderem in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst: Bakterien, die häufigsten Erreger

Mehrere tausend Wasserversorger kümmern sich um die Wasserqualität!

Kurze Wege und damit minimierter Aufwand in der Trinkwasserverteilung ist möglich, da die Wasserversorgung in Deutschland regional organisiert wird. Mehrere tausend Wasserversorgungsunternehmen tragen Sorge, dass wir auf schnellstem Wege Wasser geliefert bekommen.

Aus der Quelle in die Aufbereitung und unsere Leitungen

Trinkwasser in Deutschland setzt sich zu einem großen Teil aus Grundwasser, jedoch auch aus Quell und Oberflächenwasser zusammen. Dieses „Rohwasser“ wird von den Wasserwerken je nach Bedarf aufgearbeitet, so dass es bei Auslieferung den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung gerecht wird. Große Teile des Wassers benötigen hierzu nur eine geringe Aufbereitung. Ist diese jedoch dennoch notwendig, wird nach Möglichkeit auf natürliche Verfahren zurückgegriffen, zu denen etwa Sandfilter zählen. Ist das Trinkwasser entsprechend aufbereitet und kontrolliert, wird es durch die Trinkwassersysteme an die Haushalte ausgeliefert.

Klare Regelungen für die Trinkwasseraufbereitung

Die Wasserversorger halten sich an strenge Regelungen zur Aufbereitung des Wassers. Die Trinkwasserverordnung regelt hier einen großen Teil der erlaubten Aufbereitungsoptionen. Zudem dürfen ausschließlich Verfahren eingesetzt werden, die vom Bundesministerium für Gesundheit geprüft und bewilligt werden.

Missverständnis: Trinkwasser in Deutschland ist kein Kläranlagenwasser!

Entgegen weitverbreiteter Missverständnisse wird das Trinkwasser in Deutschland nicht aus Abwasser gewonnen. Abwasser wird von den Kläranlagen gereinigt, so dass Schadstoffe und Verschmutzungen entfernt werden. Daraufhin gelangt das Wasser in den natürlichen Wasserkreislauf, wo die Reinigungsprozesse durch die Natur fortgesetzt werden.

Brunnenwasser kann auch als Trinkwasser genutzt werden – unter bestimmten Bedingungen

Die Verwendung von Brunnenwasser als Trinkwasser ist durchaus möglich. Hierzu ist jedoch eine regelmäßige Wasseranalyse notwendig, um die Qualität sicherzustellen. Verantwortlich sind hier Hauseigentümer und Vermieter – insbesondere dann, wenn das Wasser Dritten als Trinkwasser zur Verfügung gestellt wird.

Mehr zum Thema erfahren Sie beispielsweise in unserem Artikel: Brunnenwasser trinken – einfach so?

Vermieter und Hauseigentümer sind in der Pflicht, die Grenzwerte ausnahmslos einzuhalten

Werden Grenzwerte überschritten, ist der Eigentümer der Immobilie verpflichtet, gegebenenfalls Sanierungen der Wasserleitsysteme vorzunehmen. Hauptsächliches Problem sind hier Bleirohre oder auch schlecht gewartete Heizsysteme für die Warmwasserversorgung. Doch auch Kupferleitungen und andere Faktoren können, je nach Wasserzusammensetzung, zum Problem werden. Regelmäßige Kontrollen des Wassers durch einen professionellen Wassertest sind daher unumgänglich.

Mehr zu den Rechten und Pflichten von Mietern und Vermietern erfahren Sie beispielsweise in unserem Artikel zum Thema: Trinkwasseruntersuchung – für Vermieter Pflicht

Leitungswasser kann Ihrem Baby schaden!

Trinkwasser in Deutschland entspricht bis zur Übergabe an die Haushalte den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung. In dieser Qualität bedeutet das Wasser keinerlei Gefahr für den erwachsenen Menschen oder Babys. Ab der Wasseruhr jedoch sind Eigentümer selbst verantwortlich. Alte Rohre oder schlechte Wartung können hier eine Gefahr darstellen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Artikel: Trinkwasser für Babys – 5 Tipps für Eltern

Wasser testen lassen ist auch für Privathaushalte notwendig!

Das Trinkwasser in Deutschland testen zu lassen erachten viele Menschen als unnötig. Doch die Gefahren, die durch Verunreinigungen innerhalb der eigenen Rohrleitungen auftreten können, sind real. Hier können sich auch Privatpersonen absichern und mögliche Gefahrenquellen aufdecken: Durch einen professionellen Wassertest. Erfahren Sie mehr zur Analyse durch ein Fachlabor oder direkt im IVARIO-Shop!

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